R+V24 Autoshow Detroit - NAIAS 2017 Highlights Teil 3

Autoshow Detroit – NAIAS 2017 Highlights – Teil 3

Auf der (NAIAS 2017) North American International Auto Show  in Detroit wurde das erste interaktive, digitale Kennzeichen vorgestellt: Das „rPlate“. Dieses innovative und multifunktionale Digitaldisplay des Herstellers Reviver, soll einen Blick in die Zukunft darstellen. Damit könnte es das mittlerweile 125 Jahre alte KFZ-Kennzeichen ablösen. Mal abgesehen vom Design-Upgrade, ist es in erster Linie ein intelligentes und vernetztes Bauteil für die Car 2X Kommunikation. Es kann zur automatischen KFZ-Zulassung beim DMV (Department of Motor Vehicles) genutzt werden sowie für lokales Messaging, Telematik und Car 2 Car Kommunikation. Die Informationen auf dem „rPlate“ können sich dynamisch ändern, was auf Geolocation-Konfigurationen basiert.

So ist auch eine Programmierung für Notsendungen wie zum Beispiel Extremwetterwarnungen und Amber Alerts sowie fahrzeugspezifische Rückrufbenachrichtigungen in der Digitalanzeige des „rPlate“ integriert. Des Weiteren könnte das „rPlate“ auch die Zahlung von Mautstraßengebühren, Parkgebühren und ähnlichem automatisieren. Es ist gut vorstellbar, dass das „rPlate“ die Zukunft des autonomen Fahrens mitgestaltet. Es könnte beispielsweise die nachfolgenden Fahrzeuge darüber informieren, dass das Fahrzeug autonom unterwegs ist, oder durch die lokale Benachrichtungsfunktion könnten „nicht vernetzte Fahrzeuge“ über das digitale Display über mögliche Unfälle in Kenntnis gesetzt werden.

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Das ist natürlich zuerst einmal Zukunftsmusik, so schnell geht das selbstverständlich nicht. Zumindest nicht bei uns in Deutschland, in den USA sieht es da schon anders aus. Dort hat der Hersteller zahlreiche Patente und auch schon die Genehmigung der staatlichen Gesetzgeber in Kalifornien und Florida. Es gibt eine vorläufige Genehmigung von Arizona DMV und dem Department of Transportation. Die Gesetzgebung bzw. ihre Änderung sei in Texas schon in Arbeit. In Kalifornien sind schon die ersten „rPlate“ Prototypen in Betrieb und Reviver plant, in diesen vier Bundesstaaten bis Ende 2017 zu starten. Mit der modernsten Technik wie GPS, Beschleunigungssensor, HF-Sensoren, CAN-Bus-Zugang und genügend Speicher ausgestattet, ist das „rPlate“ so hergestellt, dass es jedem Wetter und auch extremen Bedingungen trotzen kann. Es ist, da es derzeitig nur für die USA vorgesehen ist, auch nur in deren Format erhältlich.

Auf der NAIAS 2017 stellte der Hersteller Reviver auch den rStore vor, der eine Cloud-basierte App-Entwicklungsplattform darstellt. Die Zukunft der KFZ-Kennzeichen wird also digital vernetzt, multifunktional und vermutlich auch – wie Reklametafeln in den USA – bunt blinkend. Praktisch für Autohändler, die so die Aufmerksamkeit auf das Fahrzeug lenken können. Leider hat der Hersteller keine Preise zum „rPlate“ verlauten lassen. Schade, wo uns das doch besonders interessieren würde.

NAIAS 2017 – Kia Stinger

Das war mein technisches Highlight von der NAIAS 2017, kommen wir nun zu einem Fahrzeug, welches meiner Meinung nach allen amerikanischen Herstellern die Show gestohlen hat: Der Kia Stinger! Mussten wir auf der NAIAS noch mutmaßen, sind nun die technischen Daten für den europäischen Markt durchgesickert. Wir bekommen nämlich neben zwei potenten Benziner auch noch einen Diesel.

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Kia rechnet nämlich damit, dass sich die meisten europäischen Käufer für den 2,2-Liter-Turbodiesel mit 147 kW (200 PS, bei 3.800 U/min) und 440 Nm Drehmoment (von 1.750 bis 2.750 U/min) entscheiden werden. Mit dem Selbstzünder beschleunigt der Kia Stinger innerhalb von 8,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer.

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Neben dem Diesel gibt es noch zwei Turbo-Benziner. Einmal ein 2,0 Liter 4-Zylinder mit 255 PS und 353 Nm und dann der 3,3 Liter V6 mit TwinTurbo-Aufladung und 370 Pferdchen.

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Der verfügt über ein maximales Drehmoment von 510 Nm und schiebt den Kia Stinger innerhalb von 5,1 Sekunden über die 100er Grenze. Somit ist der Kia Stinger der schnellste Serien-KIA aller Zeiten. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen zwischen 225 und 270 km/h.

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NAIAS 2017 – Mazda MX-5

Am Stand von Mazda konnte man den Blick auf eine Mazda MX-5 Speedster Studie werfen. Die kommt so natürlich nicht in den Handel, hat aber durchaus die Gabe Aufmerksamkeit zu erzeugen, auch die Kollegen aus Print, TV und Rundfunk waren ganz angetan von der Idee. Sportfahrwerk, Sportsitze, noch weniger Gewicht, noch mehr Carbon – doch, der Mazda MX-5 Miata Speedster macht bestimmt Spaß.

NAIAS 2017 – Nissan

Bei Nissan sah man auf der NAIAS 2017 einen Ausblick auf eine Limousine, die unseren Markt leider auch nicht betrifft. Mit dem Vmotion 2.0 gibt man einen Ausblick auf den nächsten Nissan Altima, könnte uns aber auch schon einen Ausblick auf die kommende Designsprache geben.

NAIAS 2017 – Dodge Ram Regel TRX Concept

Einen Amerikaner muss ich ja zeigen, wie wäre es also mit einem richtigen Pick up? Ein 2017 Dodge Ram Regel TRX Concept: 6,2 Liter V8, 575 hp, 8-Gang Automatik, riesige Reifen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten muss so etwas nicht lange ein Traum bleiben.

naias-2017-hightlights-detroit-autoshow-jens-stratmann-33NAIAS 2017 – Lightning McQueen

Die Amerikaner selber zeigten also nichts wichtiges was unseren Markt betrifft, da konnte ich die Zeit nutzen für ein kurzes Fotoshooting mit einem echten Hollywood Star. Bekannt, berühmt und berüchtigt aus Cars 1 und Cars 2 und bald in Cars 3 wieder auf der Leinwand: Lightning McQueen.

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Ein 2006 Custom-built Pisten Cup Racer, der innerhalb von 4 Sekunden auf Tempo 100 km/h beschleunigt und erst bei 318 km/h seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Unter der Haube sitzt ein Full Race V8 mit einer Leistung von 750 Pferdestärken.

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…und das waren nun die Highlights aus Detroit von der NAIAS 2017. Während der Messezeit wurden aber noch weitere spannende Fahrzeuge vorgestellt. Um die kümmern wir uns in der kommenden Woche und dann gibt es auch wieder einen neuen Fahrbericht.

Weitere Beiträge zum Thema:

Teil 1

Teil 2

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