Traumwagen 2017 – Meine persönlichen Genf 2017 Highlights

Auf dem 87. Genfer Autosalon wurde mit der Tradition nicht gebrochen. Was man hier vorwiegend bestaunen konnte, waren natürlich Sportwagen und die Haute Couture der Autowelt. Wie in jedem Jahr fanden sich allerlei erschwingliche, aber auch viele unerschwingliche Fahrzeuge in den Hallen wieder – echt Traumwagen also. Fest steht: Egal wie weit entfernt die Modelle zu sein scheinen, sie werden zukünftige Autoquartett-Kracher. Hier kommen meine persönlichen Highlights, die ich allesamt nicht aus der Garage schieben würde.

Audi RS5

Back to Downsizing: Das vielgescholtene Wort hat nun auch den Audi RS5 getroffen. Aber das macht gar nichts. Aus seinem neuen entwickelten 2,9 Liter V6 holt der Ingolstädter dank Turbo-Aufladung 450 PS – und damit genauso viel, wie sein Vorgänger. Nur hat der dafür acht Zylinder und 4,2 Liter Hubraum gebraucht. 
Wie dieser auch, macht der neue Audi RS5 richtig Dicke backen und prustet seine Bauart auf RS-typischen, ovalen Endrohren. Dank Quattro-Antrieb sprintet das Coupé in 3,9 Sekunden auf 100 km/h, wird aber bereits bei 250 km/h elektronisch eingefangen. Optional kann man ihn auf 280 km/h aufrüsten. Los geht die Reise bei 81.000 Euro.

Alpine A110

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Alpine A110

Auch mit A beginnt das nächste Modell unseres Traumwagen Quartetts. A110, so hieß schon ihr Vorgänger, der vor längerer Zeit eingestellt wurde. Nun kommt sie wieder: Die Rede ist von der Alpine A110, die unter dem Dach von Renault entsteht.

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4,17 kurz, 1,26 flach und gerade einmal 1080 kg leicht, soll die flache Flunder für viel Fahrspaß sorgen – das hat die Alpine mit dem direkten Vorgänger gemein.

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Angetrieben wird der kompakte Traumwagen, der zu 96 % aus Alu besteht, von einem 1.8 Liter Vierzylinder, der in der Wagenmitte sitzt. Damit dürfte ein messerscharfes Handling sicher sein. Die Fahrleistungen passen ebenfalls: 4,5 Sekunden vergehen bis 100 km/h Schluss ist bei 250 km/h.

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Interessant ist dass die Franzosen das sportliche Coupé ausschließlich mit eine Doppelkupplungsgetriebe anbieten wollen – und das in einem so sportlichen Modell. Dafür ist die Alpine noch einigermaßen erschwinglich: Zwischen 55.000 und 60.000 Euro kostet die Flunder.

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Warum fehlt hier die Handschaltung? Es hätte so ein perfektes Fahrzeug sein können.

BMW i8

Bei Reifen gilt die Faustregel: „Es ist jede Farbe möglich, solange es Schwarz ist!“ – Matt-Schwarz präsentierte sich der BMW i8. Der Elektro-Flitzer von BMW ist zwar nicht neu, dafür aber die Farbe.

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BMW i8

Es ist ohnehin schon nicht gerade der häufigste Gast auf unseren Straßen, da präsentieren die Bayern in Genf ein limitiertes Sondermodell: Den BMW i8 Protonic Frozen Black Edition.

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Der Hybrid-Sportler kommt in einer Mischung aus Matt mit Hochglanz-Schwarz an der Außenhaut, während der Innenraum durch Sitze mit gelben Nähten nochmals aufgepeppt wird.

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Bei der Technik bleibt alles beim Alten: Auf 100 km/h braucht der Hybrid 4,4, fliegt mit maximal 250 km/h über die Autobahn, soll aber im Durchschnitt nur 2.1 Liter auf 100 km konsumieren.

Ferrari 812 Superfast

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Ferrari 812 Superfast

Wäre er nicht ein Italiener, könnte man ihn Kraft-Meier nennen. Doch sein Name ist ohnehin aussagekräftig genug: Ferrari 812 Superfast. Und so ist es auch: Der 6,5 Liter V12 aktiviert sagenhafte 800 PS und dreht bis 8.500 U/min. Der maximale Drehmoment von 718 Nm liegt rund 1.000 Umdrehungen früher, aber das ist fast egal – diese „bella Machina“ drückt in jedem Bereich, als sei hinten ein 40-Tonner eingeschlagen. Der schnellste und stärkste Ferrari aller Zeiten lässt die 100er-Marke in 2,9 Sekunden hinter sich, um in 7,9 Sekunden bereits 200 auf dem Tacho zu sehen. Das Ende ist erst jenseits der 340 km/h erreicht – Wahnsinn.

Lamborghini Huracan Performante

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Lamborghini Huracan Performante

Bleiben wir in Italien, bleiben wir bei Supersportlern. Der Lamborghini Huracan Perfomante ist die 40 kg abgespeckte Version, des ohnehin nicht gerade lahmen Huracan.

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Der nun 1.382 kg leichte Sportler trifft auf einen frei atmenden 5,2 Liter Zehnzylinder mit 640 PS und soll dieselbe Zeit auf 100 brauchen, wie sein Konkurrent aus Maranello! Auf 200 soll der Lambo zwar eine Sekunde mehr benötigen, bei der Spitzengeschwindigkeit kann er mit über 325 km/h ebenfalls nicht mithalten, dafür brilliert er aber auf dem Track.

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Auf der Nürburgring Nordschleife soll das Monster in Bronze eine Zeit von 6.52,01 in den Asphalt gebrannt haben – Rekord für Serienfahrzeug. Ferrari, bitte nachmachen! By the Way: Jeder lobt, was Nürburgring erprobt, denn wer die härteste Rennstrecke der Welt bezwingen kann, der hat es wahrlich in sich und die Farbe ist doch auch ein Knaller, oder?

Mercedes-AMG GT C Roadster

AMG feiert 50. Geburtstag. Daher gibt es dieses Jahr einige Sondermodelle. So auch dieser Roadster in der 50th Edition.

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Mercedes-AMG GT C Roadster

Etwas weniger dramatisch, aber nicht weniger aufsehenerregend ist der Mercedes-AMG GT C Roadster. Der Roadster legt den Panamericana-Grill oben drauf und begeistert mit seinen Proportionen.

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Hier erstreckt sich ein klassischer Roadster, wie er im Buche steht: Lange Haube, kurzes, Heck, Stoffmützchen, viel Power, fertig.

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Sein 4.0 Liter V8 generiert 557 PS und ist gut für 310 km/h Spitzengeschwindigkeit, sowie 3,8 Sekunden Sprintzeit auf 100 km/h. Dafür sollte man aber mindestens 160.600 Euro auf der hohen Kante haben – ein echter Traumwagen eben. Die Sonderedition zum Geburtstag ist limitiert, 500 Stück mit Stoffdach und 500 Coupés dürften schon bald ausverkauft sein.

Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet

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Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet

Bleiben wir in Stuttgart. Seine Premiere feierte unlängst auch das Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet. Als Topmotorisierung steht aktuell der E400 im Programm, der einen 3.0 Liter V6 darstellt. Die Umstellung auf Reihenmotoren erfolgt erst noch.

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Schwamm drüber: mit seinen 333 PS ist das E-Cabrio auch jetzt schon über ziemlich viele Zweifel erhaben: Den Standard-Sprint absolviert der Stuttgarter in 5,3 Sekunden und weht den Insassen mit maximal 250 km/h den Wind um die Ohren. Mit 65.000 Euro Basis-Preis für das Top-Modell ist aber auch dieses Cabrio für die meisten ein Traumwagen.

Mercedes-AMG E63 S T-Modell

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Mercedes-AMG E63 S T-Modell

Und wir bleiben bei Mercedes. Die Schwaben haben mal nicht geknausert und zeigen uns das Mercedes-AMG E63 S T-Modell.

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Auch hier arbeitet ein 4.0 Liter V8 Biturbo unter der mächtigen Haube und verleiht dem Kombi Flügel – aber wie! 3,5 Sekunden braucht der Affalterbacher lediglich für den Spurt auf 100 km/h. 

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Und dabei ist er auch noch praktisch. 640 bis 1.820 Liter bietet das Gepäckabteil. Ein Wert, mit dem man beim Quartett alles abräumen dürfte.

Porsche 911 GT3

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Porsche 911 GT3

Will man auf den Track, gibt es eigentlich nichts Geeigneteres als einen Porsche 911 GT3. Und das neue Modell gibt sich herrlich anachronistisch: Die 500 PS entspringen einem 4.0 Sechszylinder-Boxer ohne Aufladung. Außerdem hat man – sogar kostenfrei – die Wahl zwischen einer Handschaltung und dem mit zwei Kupplungen arbeitenden PDK.

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Damit ist man, je nach Getriebe, 318 oder 320 km/h schnell. Während der Handschalter etwas langsamer auf 100 km/h sprintet – er braucht 3,9 anstatt 3,4 Sekunden – gibt sich diese Variante viel emotionaler.

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Emotional stimmen auch zwei weitere Punkte: Die traditionelle Pommes-Theke am Heck sowie der Einstiegspreis von 152.500 Euro.  Da kommen mir als 911-Fan ja schon wieder Tränen in die Augen.

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RUF CTT 2017

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RUF CTT 2017

Nanu? Ein Porsche 964 Turbo? Falsch! Die Optik lässt es zwar vermuten, doch täuscht sie auch verräterisch. Zwar sieht der Ruf CTR 2017 aus, wie sein Vorbild, der RUF CTR „Yellowbird“. Dennoch bildet et eine komplette Eigenentwicklung. So besteht er aus einem Monocoque aus kohlefaserverstärktem Kunststoff mit verschraubtem Hilfsrahmen.

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Ganz modern also und weit entfernt vom Vorbild von 1987. Nicht unbekannt kommt Porsche-Fans aber der 3,6 Liter Boxer vor, der im Heck schlummert. Er leistet deftig 710 PS und 880 Nm. Damit ist der gerade einmal 1.200 kg leichte Retro-Sportler in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und atemberaubende 360 Stundenkilometer schnell. Und das ist der blanke Wahnsinn, bedenkt man die eher gemütliche Herkunft: Die Schweiz.

Volkswagen Golf 7 Facelift R

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Das große, täglich erscheinende Magazin mit den vier großen Buchstaben würde den Volkswagen Golf 7 R wohl zum Volkssportler in unserem Traumwagen Quartett ernennen.

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Ein Schnäppchen ist aber auch der 310 PS starke Golf mit einem Einstiegspreis von 40.675 Euro nicht – zumindest für Otto Normal. Beindruckend sind die Fahrleistungen dennoch, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Kompakten handelt, den man ganz locker-flockig im Alltag bewegen kann.

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Dank 400 Nm, die der 2.0 Liter dank Turboaufladung früh bereitstellt, lässt es der Allrad-Golf gerne krachen. In Verbindung mit dem 7-Gang-DSG spurtet dieser Golf in 4,6 Sekunden auf 100 km/h, lässt es aber bei politisch korrekten 250 km/h gut sein – und beim VW Golf 7 R Facelift sieht man die optischen Veränderungen zum Vorgänger dann auch. Wie er sich fahren lässt? Das erfahrt ihr bald schon im R+V24 Magazin!

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