Autofahren in der Zukunft

Wie sieht das Autofahren in der Zukunft aus? Selbstfahrende Autos, Sprit aus der Steckdose und Maut auch auf deutschen Autobahnen. Die Nachrichten sind derzeit voll mit Themen rund um das „Autofahren in der Zukunft“, die unsere Straßen in den kommenden Monaten und Jahren prägen und verändern werden.

Doch wo befinden wir uns erst in den Startlöchern und was ist bereits Realität in Deutschland? Und auf was müssen wir uns einstellen?

Wir haben uns umgesehen und für Sie einige Trend-Themen der nächsten Jahre zusammengefasst.

Carsharing – endlich Teilen lernen

Ihre Kollegen wohnen eigentlich ganz in der Nähe, aber zur Arbeit kommt jeder mit dem eigenen Fahrzeug? Kommt Ihnen bekannt vor? Damit sind Sie nicht alleine. Eine aktuelle Studie des Bundesverbands CarSharing belegt, dass eine CarSharing-Auto sogar in der Lage wäre, im Schnitt 20 private Pkws zu ersetzen – wenn sich mehr Menschen den Weg zu Arbeit oder Besorgungen teilen würden und ihr Auto in Zeiten der Nichtnutzung anderen überlassen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es also mehr als verständlich und notwendig, dass solche Konzepte 2017 auch von der Bundesregierung noch stärker gefördert werden, die derzeit an einem Carsharing-Gesetz feilt. Bestandteil davon soll sowohl eine gewisse Rechtssicherheit bei der Einrichtung von speziellen Parkplätzen als auch eine allgemeine Regelung hinsichtlich (nicht-) anfallender Parkgebühren sein.

Wer sich dann in Zukunft sein Auto mit anderen teilt, soll davon noch stärker profitieren – beispielsweise eben auch bei der Parkplatzssuche. Das Autofahren in der Zukunft wird sich somit verändern.

eMobility – noch mehr Kaufanreize

Gefühlt ist Elektromobilität überall, praktisch gilt das eher für die Berichterstattung auf Deutschlands Straßen. Damit sich das ändert und die hochgesteckten Ziele von Autobauern und Bundesregierung doch noch erfüllt werden, wird es in Zukunft immer mehr sogenannte „zeitlich befristete Kaufanreize“ geben. Darunter fallen beispielsweise auch Steuererleichterungen, die für 2017 angekündigt sind und ein weiterer Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die Steuererleichterung betreffen dabei beispielsweise das vom Arbeitgeber gewährte, kostenfreie oder bezuschusste Aufladen der Fahrzeuge im Betrieb, das steuerbefreit werden soll.

Eine Kaufprämie für Elektroautos gibt es ja schon seit Anfang 2016, um die derzeit stagnierenden Umsatzzahlen anzukurbeln. Denn die Experten sind sich einig: der Markt braucht noch Jahre, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Doch der Wille ist da: nach Branchenangaben investiert die deutsche Automobilindustrie bis 2020 mehr als 40 Milliarden Euro in alternative Antriebstechnologien.

Elektromobilität

Autofahren in der Zukunft: Elektromobilität steigt

Alkohol-Wegfahrsperren kommen

Immerhin 26.000 Menschen verlieren jedes Jahr ihren Führerschein als Folge von Alkoholkonsum am Steuer. Das Problem: nicht alle lassen sich davon abschrecken und verzichten auch wirklich auf ihr Auto. Hinzukommen zahlreiche Berufe, bei denen ein gesteigertes Interesse daran besteht, die Fahrtüchtigkeit der Fahrer auch über regelmäßige polizeiliche Kontrollen hinaus sicherzustellen. Denke man beispielsweise an Schulbusse, die Kinder alkoholisiert nach Hause bringen oder Lastwagenfahrer.

Für diese speziellen Gruppen soll Deutschland daher in den kommenden Jahren einem Projekt der europäischen Nachbarn folgen: Alkohol-Interlock. Fest installiert in der Mittelkonsole des Autos, erlaubt es dieses System erst nach einer Atemkontrolle des Fahrers, die der polizeilichen entspricht, den Motor zu starten.

Denkbar wäre dabei auch, Bewährungsfristen zu verkürzen, wenn Fahrer, die bereits wegen Alkohol am Steuer auffällig geworden das System nutzen.  Derzeit wird hier an einem ersten Gesetzesentwurf gearbeitet.

Autonomes Fahren – lässt noch auf sich warten

Wenn es um das Autofahren in der Zukunft geht, dann dominiert hier vor allem ein Thema: autonomes Fahren. Wir stellen uns vor, wie vernetzte Fahrzeuge wie an Perlenketten aufgezogen harmonisch hintereinander über die deutschen Straßen gleiten, Unfälle und Staus der Vergangenheit angehören und wir uns im Auto eher dem neuesten Blockbuster als unserer Umwelt widmen. Soweit die Vorstellung.

Szenarien dieser Art sind laut Experten aber noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt. Arbeiten sowohl die großen Autohersteller als auch Technologieunternehmen wie Apple oder Google auf Hochdruck an selbstfahrenden Autos, gibt es dennoch noch einiges an Entwicklungsarbeit, bis diese Art der Fortbewegung als straßen- und massentauglich gelten kann. Hinzukommen rechtliche Rahmenbedingungen und politische Hürden, die es zu setzen und überwinden gilt.

Besonders interessant zu beobachten sind derzeit die ganz verschiedenen Herangehensweisen von traditionellen Autobauern und beispielsweise Google. Während erstere ihre Fahrzeuge schrittweise um technische Assistenzsysteme erweitern wollen, setzt Google auf eine komplette Neuentwicklung der Fahrzeuge.

Auf deutschen Straßen dürften wohl bis Ende des Jahrzehnts vor allem teilautomatisierte Systeme, die den Fahrer in bestimmten Situationen wie beispielsweise auf der Autobahn, im Stau oder im Parkhaus unterstützen, ihren Weg ins Auto finden. Vollständig autonome Stadtautos werden von manchen Experten erst in etwa 15 Jahren erwartet.

Autonomes fahren

Autofahren in der Zukunft: Autonomes Fahren

Mehr zu Assistenzsystemen im Auto, die es heute schon gibt, finden Sie bei uns im Ratgeberbereich: https://www.rv24.de/online/ratgeber/tipps/assistenzsysteme.xhtml

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