Portugal: Geheimtipps, die man kennen sollte

Romatischer Reisetrip: Porto

Ein romantisches Wochenende in Porto verbringen? Etwas Sightseeing, etwas Strand und viel Zeit für Zweisamkeiten? Hier ist unser individueller Fahrplan für zwei tolle Tage (und Nächte) in Porto.

Tag 1:

Anreise nach Porto

Als Startpunkt für den Kurztrip empfehlen wir Porto. Neben Lissabon ist Porto sicherlich die bekannteste Stadt in Portugal, kein Wunder also, dass unsere Reise auch in die Hafenstadt gehen musste. Mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist die 1,76 Millionen Metropole sicherlich kein Geheimtipp mehr.
Der Flughafen von Porto ist knapp 11 km von der Innenstadt entfernt, bietet sich daher idealerweise als Startpunkt für den Kurztrip an. Von Deutschland aus fliegen zahlreiche Fluglinien Porto direkt an, so z.B. TAP Portugal, SWISS, Brussel Airlines, Ryaniar usw. Die Flugzeit beträgt ca. 2-3 Stunden.

Mietwagen in Portugal

Im Flughafenterminal, am Flughafen und im direkten Umfeld gibt es zahlreiche Mietwagen-Anbieter. Hier kann man sicherlich Geld sparen, sollte aber dennoch nicht an der Sicherheit und an der Versicherung sparen. Vollkasko ohne Selbstbeteiligung schützt einem später vor bösen Überraschungen. Wir empfehlen, schon im Vorfeld den Mietwagen zu buchen, das kann man z.B. auf den Webseiten der Mietwagen-Anbieter machen. Im Terminal selbst findet man HERTZ, Budget oder SIXT.portugal-reisetipps-auto-fahren-pkw-maut-sehenswuerdigkeiten-strand-geheimtipp-jens-stratmann-5

Autofahren in Portugal

Die Tempolimits sind in Portugal klar strukturiert: So darf man in Ortschaften (wenn es nicht anderes ausgeschildert ist) 50 km/h schnell sein. Auf Landstraßen ist man mit 90 km/h schon etwas flotter unterwegs. Hier muss man aufpassen, denn oft unterschätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit und scheren einfach ein. Auf der Autobahn ist Tempo 120 km/h erlaubt. Die Autobahnen in Portugal sind gut ausgebaut. Die Landstraßen häufiger etwas „kariös“ und in den kleinen Dörfern, muss man auf Schlaglöcher achten. Viele kleine Gassen machen das Autofahren in Porto z.B. nicht gerade zum Vergnügen.

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Während man auf dem Land in der Regel kostenlos parken kann, wird es in den Innenstädten natürlich schwieriger einen Parkplatz zu finden und diese sind dann auch gebührenpflichtig. In Porto empfehle ich Parkhäuser zu nutzen, die sind dann auch bei der einbrechenden Dunkelheit beleuchtet. Achten sollte man, dass man nicht auf Anwohnerparkplätze parkt, denn sonst kann es sein, dass das eigene Fahrzeug / der Mietwagen abgeschleppt wird und das möchte man sicherlich nicht erleben im Urlaub.

Wie in fast allen südeuropäischen Ländern sind viele Autobahnen in Portugal mautpflichtig, diese zahlt man auf den älteren Autobahnen in Bar oder mit einer Kreditkarte. Es gibt aber auch neue Strecken, die nur „digital bezahlt“ werden können. Dafür braucht das Fahrzeug einen Sender. Viele Mietwagen-Verleiher bieten entsprechende Systeme an und die Maut wird dann direkt von der Kreditkarte abgebucht. Die Maut ist recht teuer, für die Strecke Lissabon – Porto muss man mit etwas über 20 Euro rechnen.

Sehenswürdigkeiten in Porto

Den Hafenbereich von Porto und auch die Innenstadt sollte man besser zu Fuß besichtigen, das Fahrzeug also im Parkhaus abstellen. Empfehlung: Das Parkhaus direkt an der Ponte Dom Luís I Brücke! (Adresse: Rua General Torres, 4430-180 Vila Nova de Gaia, Portugal). Das Parkhaus ist sauber, gut beleuchtet und kostet maximal 6 Euro pro Tag.

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Anschließend kann man die Altstadt von Porto besichtigen, sich in den vielen kleinen Geschäften Andenken mitnehmen oder einfach am Hafen ein Café trinken und die Zeit genießen.

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Portugal ist und bleibt das Land in Europa mit den meisten Fliesenverkleidungen von Häusern. Damit meine ich nicht die gefliesten Badezimmer. In Portugal gibt es die Fliesen als Außenverkleidung. Anstatt ein Haus zu verklinkern, wird verfliest. Zunächst wirkt es ungewöhnlich, aber später kann man sich an dem teilweise sehr bunten Fliesenmeer gar nicht mehr satt sehen. Ein tolles Fotomotiv und daher gibt es auch in jedem Souvenier-Laden Fliesen zum Kauf.

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Fliesenverkleidungen von Häusern in Porto

Achtung: Die High Heels sollten für die Besichtigungstour per Fuß im Koffer bleiben, die Wege sind teilweise schlecht gepflastert und auch die Steigungen sind nicht ohne, daher kann man mit ruhigem Gewissen bequeme Schuhe für den Stadtausflug empfehlen. Neben den üblichen Touristenzielen muss man die Ponte Dom Luís I Brücke erklimmen.

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Ponte Dom Luís I Brücke

45 Meter hoch, von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick und auch die Fotofans dürften sich erfreuen, denn der Hafen präsentiert sich Abends in ein buntes Lichtermeer. Aufpassen muss man trotzdem, denn über die Bogenbrücke fährt die Stadt-Bahn. Sicherheit wird hier nicht gerade groß geschrieben. Es gibt auch keine wirksame Absperrung zwischen der Fahrstrasse und dem Fußgängerweg.

Restaurant-Empfehlung in Porto

Wer viel auf den Beinen ist, muss auch gut essen. Wir empfehlen das Rib Beef & Wine Restaurant(Praca da Ribeira, 1, Porto 4050-513, Portugal) welches täglich von 12:30 bis 0:00 Uhr, am Wochenende sogar bis 02:00 Uhr geöffnet ist. Sehr gute Küche und tolle Weine.

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Wer sehr gut zubereitetes Fleisch kombiniert mit einem sehr guten Service und einem leckeren Wein kombinieren mag, dabei am Hafen sitzen möchte und auf die Boote schauen mag, der ist hier richtig. Doch aufgepasst, die Möwen von Porto sind schneller als Lucky Luke und schnappen sich gerne das Brot, die Beilagen oder andere Sachen vom Tisch.

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Portwein muss man probieren, ein meistens roter Süßwein. Den Namen hat er – natürlich – von der Hafenstadt Porto. Der Portwein hat mehr Umdrehungen. Man sollte sich also unbedingt vorher überlegen, ob man anschließend noch Autofahren muss. In Portugal gilt die 0,5 Promille-Grenze, an die man sich natürlich unbedingt halten sollte. Ich empfehle aber sowieso, dass man sich nach dem Alkoholgenuss nicht hinter das Lenkrad setzen sollte.

Porto vom Wasser aus entdecken

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Die Hafenstadt Porto kann man wunderbar vom Wasser aus entdecken, direkt am Hafen kann man sich für verschiedene Boot-Ausflüge die Tickets besorgen. Jetzt vor der Saison liegen die Preise mit 15-25 Euro noch im Rahmen. Während des Ausfluges erfährt man eine Menge über die Hafenstadt, über die Geschichte der Fliesen und natürlich auch über den Portwein.

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Hotel-Empfehlung für Porto

Wer anschließend keinen weiten Weg mehr zu seinem Hotel wünscht, der kann gleich im Pestana Vintage (Adresse: Praça da Ribeira, nº1, 4050-513 Porto, Portugal) einchecken. Das nostalgisch gehaltene Hotel ist direkt daneben und nutzt das Restaurant auch als Frühstücklocation. Die Preise starten hier ab 137 Euro. Dafür hat man einen wunderschönen Ausblick (je nach Zimmer und Lage) über den Hafen von Porto. Die Fenster sollte man allerdings geschlossen halten, denn sonst wird es Abends recht schnell laut oder man bekommt Besuch von einer ganz frechen Möwe.

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Tag 2

Romantischer Strandspaziergang zu zweit

100 km, also knapp 90 Minuten mit dem Auto von Porto entfernt findet man in Praia de Mira einen wunderschönen Sandstrand. Jetzt im Frühjahr menschenleer, hin und wieder trifft man auf einen Angler oder ein Jogger, ansonsten hat man den kompletten Strand für sich allein.

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Das Meer selbst ist zum baden noch zu kühl, aber ein Strandspaziergang macht bei 16-18° im Februar/März doch auch schon laune. Man sollte sich allerdings einen Windbreaker einpacken, denn es kann an der Küste ganz schön windig sein.

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Wunderschöne Muscheln kann man am Strand entdecken. Massentourismus und große Hotelanlagen gibt es hier nicht, eher Ruhe, kleine Cafés und Campingplätze. Wer also einfach mal nur durchatmen und etwas Atlantik-Luft schnuppern möchte, findet hier die richtige Anlaufstelle.

Hotel-Empfehlung für Praia de Mira

Ganz in der Nähe findet man das Montebelo Vista Alegre (Adresse: R. dos Alámos, 3830-292 Ílhavo, Portugal), ein 5-Sterne Hotel mit tollem Pool / Indoorpool und SPA-Bereich. Hier kann man fernab vom Großstadt-Trubel wirklich mal die Seele baumeln lassen und sich und seinen Partner / seine Partnerin mal so richtig verwöhnen lassen und ganz nebenbei auch hervorragend speisen.

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Das Hotel glänzt mit zahlreichen Porzellan-Dekorationen und wer sich für die Herstellung von Porzellan interessiert, kann durch das benachbarte Porzellan-Museum schlendern. Die Zimmerpreise starten vor der Saison ab ca. 120 Euro.

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Nach der zweiten Nacht geht es in knapp zwei Stunden zurück zum Flughafen. Wir empfehlen diesen Kurztrip vor allem für Paare ohne Kinder, einfach mal zum Seele baumeln lassen und um frische Energie zu tanken.

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