R+V24 Mobilfunk und iPhones von Aldi, Lidl und Co

Mobilfunk und iPhones von Aldi, Lidl & Co

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Auto und versucht jemanden anzurufen oder eine Straße in Google Maps einzugeben, aber es will irgendwie nicht klappen, weil kein Guthaben, kein Empfang oder kein Datenvolumen mehr da ist.  Ein neues Smartphone käme uns eigentlich auch sehr gelegen. Würden Sie dabei an Aldi, Lidl und Co. denken… ?

Einen genauso unangenehmen Moment erleben manche von uns, wenn die monatliche Handy-Rechnung ins Haus flattert und uns für den Rest des Abends die Laune verdirbt. Höchste Zeit für einen Anbieter- oder Tarifwechsel! Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt.

Wie wäre es mit Prepaid? 

Die Zeiten, als Prepaid-Tarife ziemlich teuer und etwas für Schulkinder oder Oma Heidi waren sind längst vorbei. Ganz im Gegenteil: Prepaid-Karten nutzen heutzutage Leute jeden Alters. Sehr oft kommt es vor, dass man bei einem Lebensmittel-Discouter wie Lidl, Aldi, Netto, Norma oder Penny einen viel günstigeren und flexibleren Mobilfunktarif findet als bei den drei Mobilfunkgiganten Telekom, Vodafone oder o2. Zudem nutzt man oft dasselbe Netz, mit exakt derselben Netzabdeckung und -qualität. Die meisten Lebensmittelketten in Deutschland setzen auf das bewährte Prepaid-Prinzip: erst einmal zahlen, dann abtelefonieren, aber ist es wirklich für alle gut geeignet?

Das lästige Aufladen…

Prepaid muss auch nicht unbedingt bedeuten, dass wir plötzlich ohne Guthaben da stehen und in den nächstgelegenen Supermarkt gehen müssen, um Guthaben zu kaufen. Auch die meisten Prepaid-Anbieter bieten mittlerweile sehr komfortable Aufladefunktionen an, wie etwa das automatische Aufladen zu einem bestimmten Zeitpunkt (monatlich, wöchentlich usw.) oder Aufladen bei Bedarf z.B. bei Unterschreitung eines bestimmten Guthabens, das wir selbst definieren und jederzeit ändern können. Wird die automatische Aufladung aktiviert, bucht sich der Mobilfunkanbieter einen vom Kunden festgelegten Betrag von dessen Bankkonto ab. So merkt man fast gar nicht, dass man ein Prepaid-Angebot nutzt. Ein Ausstieg aus dem Prepaid-Vertrag ist fast jederzeit möglich und sehr unkompliziert. Discounter vertreiben mittlerweile auch sehr gut ausgestattete Handys, die man in den Geschäften oder online kaufen kann.

iPhone aus der Aldi-Tüte?

Dass ein Kultgerät wie das iPhone irgendwann in den Aldi-Filialen landet, hätte man beim Verkaufsstart vor 10 Jahren gar nicht für möglich gehalten. Schließlich wurde die Marke einst zum exklusiven Statussymbol lanciert, welches auf gar keinen Fall zwischen den Pappkartons verramscht werden soll (schließlich gehört auch Haute Couture nicht in die Wühlkiste von Woolworth!). Und dennoch ist es nun seit dem 12.04.2017 Fakt, denn auch Apple möchte die lästigen Restbestände endlich mal loswerden, um sich auf die Vermarktung  von iPhone 7 (und bald auch 8) konzentrieren zu können. Aldi kann von dieser Verkaufsaktion gut profitieren, zumal die Kombination aus einem preisgünstigen iPhone in Verbindung mit dem hauseigenen Tarif „Aldi Talk“ eine sehr verlockende Kombination für den preisbewussten Aldi-Kunden ist. Ein weiterer Vorteil: Aldi entdecken auch neue Kunden, die sonst lieber bei Rewe oder Kaufland einkaufen.

Der Wenigtelefonierer: Ehmmm…wo ist denn mein Handy?

Wenn Sie monatlich nicht mehr als ca. 100 Minuten mobil telefonieren (ausgehende Gespräche), kaum SMS versenden und nur selten mobiles Internet nutzen, sind Sie aktuell am besten mit dem Prepaid-Tarif „wie ich will“ von Congstar bedient. Für nur 2 EUR im Monat stehen Ihnen bei Congstar 100 Sprachminuten zur Verfügung (2 ct. pro Minute). Auch ja!mobil (REWE) oder Penny Mobil bieten fast identische Minutenpakete für Gelegenheitsnutzer.

Der Normalnutzer: Ich melde mich später, ok?

Telefonieren Sie insgesamt ca. 10 Minuten am Tag, gehören Sie mit Ihrem Telefonierverhalten zu der am meisten verbreiteten Gruppe, die man als Normalnutzer bezeichnen kann (ausgehende Gespräche: ca. 300 Min. im Monat). Wollen Sie mit Ihrem Handy mit der Familie und Freunden in Kontakt bleiben? Nutzen Sie ab und zu eine App oder besuchen Sie eine Website, um bestimmte Informationen zu finden? Streamen, Online-Shopping oder längere Internet-Recherche erledigen Sie lieber auf einem Desktop oder Tablet, weil es einfach viel komfortabler ist? Dann ist ein sog. Kombi-Paket (ein Mix aus Minuten, SMS und Daten) die optimalste Lösung für Sie.

Bei ja!mobil, Penny Mobil, Lidl Connect, Aldi Talk und K-Classic Mobil (Kaufland) erwarten Sie aktuell die besten Konditionen: Für nur 7,99 EUR pro Monat bekommen Sie dort ein Paket mit 1 GB Highspeed-Volumen zum Surfen und 300 Minuten zum Telefonieren in alle Netze.

Bei Lidl, Aldi und Kaufland kann man die 300 Einheiten für Gespräche oder alternativ für SMS verbrauchen, was mehr Flexibilität bietet. Außerdem buchen die drei Anbieter auch eine netzinterne Flatrate kostenlos dazu, mit der man viel Geld sparen kann: Nutzt der Angerufene ebenfalls eine Prepaid-Karte von Aldi, Lidl oder Kaufland, können Sie mit ihm auch rund um die Uhr telefonieren oder SMS schreiben.

Der Power-User: Bitte nicht stören! Der Smombi ist unterwegs.

Permanent online und dauernd an der Strippe? Wenn Sie der Meinung sind, dass man auf dem Smartphone fast alles erledigen kann, nutzen Sie es mit Sicherheit mehrere Stunden Tag. Übersteigen Ihre Kosten ca. 20 EUR im Monat, ist es an der Zeit, auf einen günstigeren Tarif mit viel Sprach- und Datenvolumen umzusteigen.

Im Prepaid-Bereich ist aktuell das Angebot des Anbieters Lebara am attraktivsten. Für 19,99 EUR monatlich erhalten Sie im Tarif „Komplet M“ eine Flat in alle Netze sowie 3.000 MB (3 GB) Daten-Volumen mit bis zu 7,2 MBit/s im Downstream (Drosselung der Geschwindigkeit ab 3.000 MB auf 64/16 kBit/s – dies reicht immerhin noch für Whatsapp, Mails und schnelle Websites).

Der Power-User ist mit einem Laufzeitvertrag (möglichst ohne lange Vertragsbindung) besser und vor allem günstiger versorgt als mit einer Prepaid-Karte. DeutschlandSIM, PremiumSIM oder Simply bieten beispielsweise Mobilfunkverträge mit nur 1 Monat Laufzeit (Sie können im Prinzip jederzeit wechseln). Zwischen 9,99 und 12,49 EUR zahlen Sie dort aktuell für eine All-Net-Flat (Telefonieren, SMS und 3.000 MB inklusive). Sie surfen zudem in LTE-Geschwindigkeit mit bis zu 50 MBit/s im Download. Aktuell bietet nur o2 anbieterübergreifend den LTE-Standard (4G). Bei Discounter-Tarifen im Telekom- und Vodafone-Netz ist nur 3G/HSDPA möglich. Wem also Geschwindigkeit wichtig ist, der kann im Netz von o2 eine sehr große Auswahl an günstigen LTE-Prepaid- oder Postpaid-Tarifen finden.

Das beste Netz?

Für diejenigen, die viel unterwegs sind (Auto, Zug usw.) ist es mit Sicherheit sehr wichtig, immer und überall erreichbar zu sein. Was nutzt uns ein Netz, über das man nur telefonieren kann, wenn wir auf eine Online-Navigation wie Google-Maps angewiesen sind? Mit Sicherheit haben Telekom und Vodafone eine bessere (fast flächendeckende) Netzabdeckung als o2 – daran hat sich auch trotz Netzzusammenlegung (e+ und o2) nicht viel geändert. Dennoch ist es viel einfacher, einen günstigen LTE-Tarif im o2-Netz zu bestellen als bei den beiden übrigen Netzanbietern. Letztendlich kommt es aber darauf an, wo wir leben, arbeiten oder verweilen. In Städten und Ballungsräumen ist die Netzabdeckung von o2 sehr gut. Wenn Sie merken, dass in Orten oder Gebäuden, in denen Sie sich häufig aufhalten, nur ein miserabler Netzempfang möglich ist, sollten Sie unbedingt einen Netzwechsel in Erwägung ziehen. Die ausgehende Portierung (Rufnummernmitnahme) ist problemlos möglich.

Telekom-Netz: Congstar, ja!mobil, Penny Mobil, Lebara.
Vodafone-Netz: Lidl Connect.
o2-Netz: K-Classic Mobil, Aldi Talk, DeutschlandSIM, PremiumSIM, Simply.

 

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