Elektroautos 2017 Kaufberatung – Teil 1

So langsam dürfte klar sein, dass die Elektrifizierung keine Randerscheinung der Automobil-Branche mehr ist, sondern sich unaufhaltsam ihren Weg bahnt. Immer mehr Hersteller setzen auf E-Fahrzeuge, deren Technik immer weiter ausgereift ist. Die neuesten Trends konnte man auf der Shanghai Motor Show betrachten, dort standen neben den Elektroautos 2017 auch die Trends für die Zukunft.

Gerade in China, das viele Probleme mit Smog in seinen Metropolen hat, erfreuen sich Stromer immer größerer Beliebtheit. Hier soll aber ein kleiner Fakten-Vergleich der wichtigsten Modelle für den deutschen Markt folgen: Die Elektroautos 2017! 

Ganz frisch dazu gesellt sich nun der Opel Ampera-E, der demnächst auch bei ausgewählten Händlern zu finden sein sollte. Er übertrumpft die anderen vor allem im Preis, aber auch bei der Reichweite und setzt damit neue Maßstäbe. Aber ist alles immer nur eine Frage der Reichweite? Wie sieht es im Kofferraum aus? Wie mit der Leistung? Welches Fahrzeug lässt sich wie laden?

Elektroautos 2017: Opel Ampera

R+V24: Opel Ampera-E

Zum ersten Faktenvergleich sind vor allem Kompakt-Modelle angetreten. Darunter lassen sich sowohl der Opel Ampera-e, der Volkswagen e-Golf, der Nissan Leaf, wie auch der BMW i3 fassen.  Der Renault Zoe ist hingegen eher als Kleinwagen eingestuft. Allen gemein ist hingegen eines: Der gerade noch erschwingliche Einstandspreis. In einem zweiten Teil werden wir dann auch mal über den Tellerrand blicken. Wir haben den Vergleich aufgeteilt in die Kategorien Leistung, Reichweite, Lademöglichkeiten, Akkugröße, Größe vom Kofferraum und natürlich den jeweiligen Preis.

Elektroautos 2017 Leistung

Los geht es mit der Leistung und dem neuesten Stromer im Bunde, dem Opel Ampera-e. Der Rüsselsheimer leistet 204 PS bzw. 150 kW und bietet ein maximales Drehmoment von 360 Nm. Damit soll er in 7,3 Sekunden auf 100 km/h sprinten können und maximal 150 km/h Höchstgeschwindigkeit abliefern. Auf ähnlichem Niveau rangiert der BMW i3 mit einer Systemleistung von 170 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment. Letzteres liegt zwar über 100 Nm unter dem des Opels, dafür passen die Fahrleistungen: Für den Sprint auf 100 km/h benötigt der Bayer zügige 7,2 Sekunden.

Der VW E-Golf leistet seit dem Facelift 100 kW bzw. 136 PS und 290 Nm. Damit lässt er es etwas ruhiger angehen als der Opel und BMW. Bis 100 km/h vergehen 9,6 Sekunden, während bei der Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h Einigkeit herrscht. Nochmals gemütlicher lässt es der Renault Zoe angehen, der 68 kW bzw. 92 PS und 220 Nm generiert. Damit ist man in angemessenen 13,2 Sekunden bei Landstraßentempo. Seine maximale Geschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Etwas zügiger ist da der Nissan Leaf: Seine 109 PS / 80 kW lassen ihn in 11,5 Sekunden die 100 km/h-Marke durchbrechen, bevor bei 144 km/h Schluss mit dem Vorwärtsdrang ist.

Opel Ampera-E Fotos:

Elektroautos 2017 Reichweite

Wirklich weit wird man mit keinem der Stromer kommen, wenn man ihm immer die Sporen gibt. Der NEFZ-Zyklus sieht allerdings anders aus – da hat sich im Vergleich zu den Verbrennern also nichts getan. Opel gibt den Ampera-e mit einer maximalen Reichweite von 520 km an – rekordverdächtig. Beim BMW i3 muss man sich hingegen etwas bescheiden. Je nachdem, mit welcher Batterie der Münchner ausgerüstet ist, 60 oder 94 Ah, soll der i3 maximal 190 bzw. 300 km weit kommen. 300 km bietet auch der e-Golf, während der Renault Zoe mit seiner neuen Batterie mit 400 km noch eine ordentliche Schippe nachlegt. Der Nissan Leaf fällt mit seinen 250 km laut NEFZ hingegen etwas ab.

VW e-Golf Fotos:

Elektroautos 2017 Lademöglichkeiten

Beim Laden herrscht bei den Stromern hinsichtlich der Lade-Möglichkeiten weitestgehend Einigkeit. Bei den Ladezeiten ergeben sich indes teils gewaltige Unterschiede. Der Opel Ampera-e ist das neueste Fahrzeug im Bunde und lädt am schnellsten. An einer regulären Haushaltssteckdose, sollen in 30 Minuten Reserven für sechs Kilometer geladen werden. An einer Ladestation mit 4,6 kW ergibt sich in derselben Zeit die doppelte Reichweite, während an einer Schnellade-Station mit mehr als 50 kW sogar 150 km in 30 Minuten aufgeladen werden können.

Der BMW i3 benötigt an der Haushaltsteckdose bis zu 12 Stunden. An einer Wallbox verkürzt sich die Ladezeit – je nach Stromstärke – auf drei bis neun Stunden. An einem DC Combined Charging System mit 50 kW vergeht maximal eine halbe Stunde. Der e-Golf kann seinen Akku in einer Stunde auf 80 Prozent laden, wenn man ihn an eine Schnelladestsation mit 40 kW hängt. An einer Wallbox mit 7,2 kW vergehen hingegen sechs Stunden bis er gänzlich voll ist.

Beim Renault Zoe variieren die Ladezeiten sehr stark in Abhängigkeit der Stromquelle. Laden kann man auch ihn über die normale Haushaltssteckdose, eine Wallbox bzw. Ladestation. Je nach Power dauert der Vorgang 20 Stunden oder nur eine 1 Stunde und 38 min. Der Nissan Leaf bietet ebenfalls die Wahl zu Hause, an der Haushaltssteckdose, geladen zu werden und benötigt dafür maximal 13 Stunden bis zur vollen Aufladung. An der Wallbox vergehen maximal neun Stunden, während man an einer Schnellladestation nur 30 min für 80 Prozent Aufladung benötigt.

Renault ZOE Fotos:

Elektroautos 2017 Akkugröße

Entscheidend dafür sind die Akkugrößen der Stromer. Der Opel Ampera-e verfügt über einen 60 kWh-Akku, während der BMW i3 entweder auf 21,6 kWh oder 29,2 kWh setzt. Zudem kann man ihn mit einem Range-Extender, also einem kleinen Benziner ordern, der den Elektromotor speist. Der Akku des Volkswagen e-Golf wuchs nach dem Facelift auf 35,8 kWh an, beim Zoe sogar auf 41 kWh, während der Leaf 24 oder 30 kWh bietet.

BMW i3 Fotos:

Elektroautos 2017 Kofferraum Vergleich

Sorgen, dass die Akkus viel Platz kosten sind unbegründet. Oftmals sind sie sogar recht platzsparend untergebracht. So bleibt genügend Raum für das Gepäck. Beim Ampera-e sind es 381 bis 1274 Liter, während der BMW i3 bescheidenere 206 bis 905 Liter bietet. Für einen Kompakten unterdurchschnittlich. Das Niveau der Kompaktklasse trifft einer natürlich wie kein Zweiter: Der e-Golf. Mit seinen 341 bis maximal 1.231 Litern ist er auf Augenhöhe mit kompakten Verbrennern. Das lässt sich auch über den Renault Zoe sagen, der 338 bis 1225 bietet und das Kleinwagenformat damit schon eher ablegt. Auf Platz zwei rangiert der Nissan Leaf mit 370 Litern Basisvolumen.

Nissan Leaf Fotos:

Elektroautos 2017 Preise

Wenn man sich vor Augen führt, dass alle hier genannten Vertreter der Zunft der Kompakten oder gar Kleinwagen angehören, muss man beim Blick auf die Preisliste schon mal schlucken. Der Opel Ampera-e kostet stolze 39.330 Euro, bietet aber die modernste Technik. Der BMW i3 kommt auf – je nach Modell – 34.950 oder 36.800 Euro. Der Volkswagen e-Golf ist mit seinen 35.900 Euro dazwischen angesiedelt, während der Renault Zoe das Schnäppchen dieser Runde darstellt. Mindestens 22.100 Euro werden fällig. Hinzu kommt allerdings noch die monatliche Batteriemiete in Höhe von 59 Euro. Ähnliches gilt für den Nissan Leaf: Er ist ab 23.365 Euro erhältlich. Hier kommt allerdings auch noch die Akkumiete von 79 €/Monat hinzu. Die Rede ist hier allerdings von den jeweiligen Basispreisen.

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