Frauenparkplätze: Dürfen hier nur Frauen parken?

Wie lautet eigentlich die Definition für „Frauenparkplätze“? Viele fragen sich wofür gibt es eigentlich Frauenparkplätze? Dürfen hier ausschließlich Frauen parken? Wir klären auf!

Seit den 1990er Jahren dokumentieren Studien und Umfragen, dass Frauen bestimmte öffentlichen Bereichen wie z.B. Parkhäuser, Tiefgaragen, Parks vorallem in den Abend- und Nachtstunden meiden, aus Angst bedroht zu werden oder sogar sexuell angegriffen zu werden. Leider hört man öfters von Angriffen auf Frauen, statt auf Männer.

In der Stadtplanung werden deshalb Frauenparkplätze berücksichtigt , die meist näher an Fluchtwegen, Ausgängen, Aufzügen und in stärker beleuchteten Bereichen wie auch in Kamerabereichen platziert sind.

Somit sind Frauenparkplätze nicht Frauenparkplätze, weil sie aus Bequemlichkeit nah am Aufzug oder Treppenausgang stehen oder weil man(n) glaubt, dass diese breiter sind, sondern um das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Frauenparkplätze: Gleiches Recht für alle?

Mancher Mann wird sich jetzt fragen, wo ist das gleiche Recht für alle? Ist es einem Mann erlaubt, auf einem Frauenparkplatz zu parken?

Laut der Straßenverkehrsordnung ist es Frauen und Männern gleichermaßen erlaubt dort zu parken. Als Mann muß man kein Bußgeld befürchten, wenn man auf einem Frauenparkplatz parkt. Als Mann kann man jedoch darüber nachdenken, sich rücksichtsvoll zu verhalten und den Frauen diesen Parkplatz zur Verfügung zu stellen.

Man(n) kann ja auch was Gutes tun, ohne dass man durch das Gesetzt dazu gezwungen wird.

Hausverbot statt Bußgeld!

Als Parkplatzinhaber kann dieser jedoch von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Falschparker darauf hinweisen, dass er auf einem Frauenparkplatz steht. Falls der Mann diesen Hinweis ignoriert, kann der Parkplatzinhaber ein Hausverbot erteilen.

Grundsätzlich sollte für alle Straßenverkehrsteilnehmer gelten, Streit zu vermeiden und sich gegenüber den anderen Teilnehmern rücksichtsvoll zu verhalten. Das gilt auch bei Mutter-Kind-Parkplätzen! Hier gibt es leider auch immer Bequemlichkeits-Parker, die keine Lust haben weiter zu suchen und sich gerne auf den breiteren Mutter-Kind-Parkplatz stellen. Aber auch dieser Parkplatz hat eine sinnvolle Daseins-Berechtigung. Er ist breiter, damit das Herausheben von Kleinkindern einfacher ist. In diesem Fall kann man tatsächlich über die Bezeichnung „Mutter-Kind“ diskutieren, da heutzutage auch immer öfters Männer mit dem Kind im Auto unterwegs sind.

Man sollte sich in heiklen Situationen einfach in die Situation des Anderen versetzen. Gegenseitig Rücksicht nehmen heißt das Motto.

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