IAA 2017 – Die Vorschau Teil 1

Frankfurt ist so etwas wie das deutsche Motown! Hier tummeln sich so viele Automobilhersteller mit ihrer deutschen oder europäischen Niederlassung, dass der Name wirklich passt. Motown ist allerdings ursprünglich Detroit in den USA vorbehalten, da hier Anfang des 20. Jahrhunderts nahezu alle amerikanischen Automobilhersteller ansässig waren. Genau wie die amerikanische Großstadt im nördlichsten Teil der USA, bietet auch Frankfurt am Main eine der wichtigsten Auto-Messen überhaupt: Alle zwei Jahre dreht sich auf der IAA alles um das geliebte Blech. Auch in diesem Jahr ist es wieder soweit und wir werfen einen Blick auf die diesjährigen Highlights! Los geht es am 14. September!

Über 50 ausstellende Marken werden dieses Jahr auf der IAA vertreten sein. Doch einige fehlen. Peugeot etwa: Die Franzosen, die zuletzt von sich hören ließen, als der PSA-Konzern den deutschen Autobauer Opel schluckte, wollen ihre Fahrzeuge lieber dort ausstellen, wo ihre Kunden anzutreffen seien. So zum Beispiel auf der Essen Motor Show. Die zum gleichen Konzern gehörende Marke „DS“ glänzt ebenfalls mit Abwesenheit. Damit aber nicht genug, fehlen weitere Kandidaten.

Tesla fehlt! Nissan nimmt lieber mit der CeBit in Hannover Vorlieb, Volvo zeigt sich nur noch auf einer Messe je Kontinent – in diesem Jahr war es Genf – und auch Mitsubishi meidet Frankfurt. Die Japaner suchen den Kundenkontakt lieber auf kleineren Messen. Verzicht übt darüber hinaus FCA: Weder Alfa, Fiat, Abarth noch Jeep oder Chrysler zeigen sich in den Frankfurter Messehallen. Heute werfen wir zunächst einen Blick auf die deutschen Hersteller.

Audi IAA 2017:

Erst kürzlich wurde der neue Audi A8 präsentiert und zeigt sich auf der IAA zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit. Die Luxuslimousine soll bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h vollautomatisch fahren und selbstständig einparken können. Neben einem neuen Bedienkonzept stehen bis zu 41 Assistenten parat, um den Fahrer zu unterstützen. Als Antriebe bieten die Ingolstädter zunächst einen V6 Benziner mit 340 PS und einen V6-Diesel mit 286 PS. Auch eine Hybridvariante wird es geben, den Audi A8 3.0 TFSI e-tron mit 449 PS Systemleistung – allerdings nur als Langversion.

Neuer Audi A8 - IAA 2017 Vorschau

Neuer Audi A8 – IAA 2017 Vorschau

Ausschweifend zeigt sich auch der neue Audi RS4. Die sportliche Speerspitze von Audis Mittelklasse bekommt den 2,9 Liter V6-Biturbo, den wir schon aus dem neuen RS5 kennen. Er leistet 450 PS und wird sowohl als Limousine, wie auch als Kombi angeboten. Natürlich mit quattro – das versteht sich von selbst!

BMW IAA 2017:

So zeigt BMW etwa den Nachfolger des mittlerweile seit 2009 gebauten BMW Z4. Allerdings handelt es sich noch nicht um das serienreife Modell, sondern um eine Konzeptstudie. Spannend am Münchner: Er ist das erste Produkt der Zusammenarbeit von BMW und Toyota. Bei der Elektronik und beim Hybrid-Aggregat waren die Japaner hauptverantwortlich. Während BMW zurück zum Stoffdach geht, wird die gemeinsam genutzte Basis bei Toyota für den neuen Toyota Supra verwendet, heißt es. Und auch Fans der BMW M-GmbH kommen auf ihre Kosten: Der neue BMW M5 betritt mit einem 4,4 Liter V8, über 600 PS und satten 750 Nm das Parkett. Der Business-Express wird damit in knapp über drei Sekunden auf 100 km/h katapuliert und ist maximal 315 km/h schnell!

BMW IAA 2017

BMW IAA 2017

Neben diesen Beiden wird es auch noch den BMW 7er als 40 Jahre Edition geben. Das auf 200 Einheiten limitierte Modell wird in Frozen Silber und Petrol Mica angeboten und bekommt das M-Paket sowie 20-Zoll-Felgen. Das Jubiläumsmodell wird mit allen Aggregaten angeboten. Daneben zeigen die Bayern den neuen BMW X3, der dezent gewachsen und um einen Zentner leichter geworden ist. Er wird mit allen Leckereien kommen, die das Konzernregal hergibt.

Der BMW 6er GT wird den stattlichen BMW 5er GT beerben. Dabei wird das viertürige Raumschiff Coupé-artiger und zeigt nicht mehr viele Van-Anleihen. Der Bayer wird mit einer Luftfederung an der Hinterachse und optionaler Gestensteuerung vorfahren. Als Antriebe dienen zwei Otto- und ein Dieselmotor. Etwas weiter unten im Portfolio kommt das BMW 2er Facelift zum Tragen. Es fiel sehr behutsam aus und zeigt sich am deutlichsten an den Bi-LED-Scheinwerfern.

BMW 6er Gran Turismo - IAA 2017

BMW 6er Gran Turismo – IAA 2017

Opel IAA 2017:

Rüsselsheim schickt den GSi! Zwar verzichtet Peugeot auf einen Auftritt, schickt dafür aber das jüngste Konzernmitglied: Opel! Die Rüsselsheimer bringen eine erstarkte Variante des Opel Insignia mit, die auf den traditionsreichen Namen GSi hört. Der Vorbote des potentiellen Insignia OPC holt aus dem nicht ganz unbekannten 2.0 Benziner 260 PS. Zwar ist der Mittelklässler damit keine einzige Pferdestärke stärker als das Serienmodell, bietet aber allerhand sportliche Attribute, wie etwa Schweller und Spoiler, 20-Zoll-Felgen und einen aufgehübschten Innenraum. Neben ihm zeigen die Hessen den Opel Insignia Country Tourer: Der um 20 mm hochgelegte Kombi fällt besonders mit seiner Kunststoffbeplankung auf. Passend dazu wird er mit Allradantrieb ausgeliefert.

Opel Insignia GSI - IAA 2017

Opel Insignia GSI – IAA 2017

 

 

Und noch ein besonderes Ass hat Opel im Ärmel: Den Grandland X. Der SUV teilt sich die Plattform mit dem Peugeot 3008 und bietet modernste Technik mit vielen Assistenten. Mit ihm möchten die Rüsselsheimer den verlorenen Boden oberhalb des Mokka X wieder gut machen. Der Opel Grandland X wird bei etwas unter 24.000 Euro starten.

Opel Grandland X - IAA 2017

Opel Grandland X – IAA 2017

Dazu gesellt sich dann noch der neue Opel Vivaro, der mehr als nur ein Transporter sein dürfte. Vom Kastenwagen über den Familientransporter bis hin zum Business-Modell, hier sind zahlreiche verschiedene Versionen geplant.

Opel Vivaro IAA 2017

Opel Vivaro IAA 2017

Mercedes-Benz IAA 2017:

Und auch Mercedes-Benz fehlt auf der IAA nicht. Die erst kürzlich präsentierte Mercedes-Benz X-Klasse zeigt sich der Weltöffentlichkeit. Der Pick-Up baut auf dem Nissan Navara auf, was man ihm mit geschultem Auge auch ansieht. Innen haben die Stuttgarter allerdings ein eigenständiges Cockpit verbaut und werden so dem gehobenen Markenanspruch gerecht. Neben dem Pickup erwarten wir einige Facelifts, zwei Studien und wenn alles läuft wie von mir gewünscht, dann auch das Hypercar von AMG.

Mercedes-Benz X-Klasse - IAA 2017

Mercedes-Benz X-Klasse – IAA 2017

Porsche IAA 2017:

Aus Zuffenhausen kommt ein Fahrzeug, das es so noch nicht gab: Der Porsche 911 GT2 RS. Der Über-Elfer leistet 700 PS und ist damit der stärkster 911 aller Zeiten. Die Front wirkt allerdings arg martialisch und gar so, als würde sie die Vorausfahrenden ansaugen können. Die sollten allerdings schnell die Spur räumen, da der GT2 RS mit einem 3.8 Liter Sechszylinder-Boxer und 750 Nm bis zu 340 km/h schnell sein kann. Das hat natürlich auch seinen Preis: Mindestens 285.220 Euro werden fällig – Traumblase zerplatzt!

Porsche 911 GT 2 RS - IAA 2017

Porsche 911 GT 2 RS – IAA 2017

Porsche muss aufpassen, denn der Porsche 911 GT2 RS könnte dem neuen Porsche Cayenne, der ebenfalls in Frankfurt stehen dürfte die Show stehlen.

Volkswagen IAA 2017:

Sportlich geht es bei Volkswagen weiter, wenn auch bei Weitem nicht so sportlich wie bei Porsche. Der Volkswagen up! GTI leistet mit 115 PS nur einen Bruchteil der Leistung des Über-Elfers, macht aber auch reichlich Spaß. 8,8 Sekunden vergehen für den Spurt auf 100 km/h, Schluss ist bei nicht ganz 200 km/h. Erkennungsmerkmale sind ein roter Zierstreifen im Kühlergrill, spezifische Spoiler und Felgen sowie ein großer Dachspoiler.

Eine Nummer größer ist der neue Polo mitsamt des neuen GTI. Der bietet einen 2.0 TSI mit 200 PS – Werte, die einst einen Golf V GTI zu einem sehr dynamischem Kompakten machten.

Daneben zeigen die Wolfsburger aber ein Fahrzeug, das wohl gehütet wurde und in Frankfurt, nach einer eigenen Weltpremiere am 23.08,  zum ersten Mal die große Automobil-Bühne betritt: den Volkswagen T-Roc. Der Crossover soll die Lücke zwischen Polo SUV und VW Tiguan schließen und wird auf dem neuen modularen Baukasten von Volkswagen basieren. Mit ausgestellten Kotflügel und viel Luft in den Radhäusern wird er markant auf der Straße stehen. Fun-Fact: Der T-Roc wurde 2014 als Studie vorgestellt und er ist seit langer Zeit das erste Modell, welches auch den Studien-Namen behalten durfte.

Volkswagen T-ROC - IAA 2017

Volkswagen T-ROC – IAA 2017

In der kommenden Woche werfen wir einen Blick auf die Importeure, denn wir wollen Sie hier in unserem Magazin natürlich ausführlich über die neuen Modell-Highlights des kommenden Jahres informieren.

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