Die Highlights vom Concours d’Elegance 2017

Reich und Schön: Der Name der Daily Soap, die seit 1987 in mittlerweile über 30 Staffeln ausgestrahlt wird, könnte kaum besser zum Concours d’Elegance 2017 : BMW Z4 Conceptin Pebble Beach passen. Hier geben sich die Reichen und Schönen Ihr Stelldichein und küren beim weltweit berühmten Schönheitswettbewerb die Crème de la Crème. Und um dem Ganzen die sprichwörtliche Krone aufzusetzen, findet der Wettbewerb auf dem Gelände des Pebble Beach Golf Clubs statt – natürlich am 18. Loch! Ausblick auf die Highlights.

Concours d’Elegance 2017 – Die Crème de la Chrom!

Neben zahlreichen Oldtimern – und damit ist nicht der alte Volvo 850 der Nachbarn gemeint – nutzen die Automobilhersteller die Gelegenheit ihre Studien und neusten Modelle vorzustellen. So findet man auf dem schönen kalifornischen Golfplatz nicht nur Raritäten, wie etwa einen Rolls-Royce von 1937 oder Klassiker, wie zahlreiche, perfekt erhaltene BMW 2002, sondern auch atemberaubende Concept Cars und allerhand Kuriositäten.

Einen Bugatti Chiron einmal live auf der Straße sehen? Eine mehr als nur seltene Gelegenheit. Aber in Pebble Beach gibt sich das noble Hyper-Car die Klinke mit alten Haudegen vom Schlage eines Ferrari F40 in die Hand, um im nächsten Moment mit einem Ferrari LaFerrari oder Ford GT zu konkurrieren. Autoenthusiasten werden hier freudige Luftsprünge vollbringen oder einen Herzinfarkt erleiden.

BMW Z4 Concept

Nicht minder interessant ist was BMW in diesem Jahr beim Concours d’Elegance 2017 in Pebble Beach präsentiert: Den nahezu serienreifen BMW Z4. Die Konzept-Studie soll bereits äußerst nah am künftigen Roadster ausgerichtet sein. Das Spannende am Bayern ist, dass er erste Kind der Kooperation zwischen Toyota und BMW darstellt. Die Japaner werden die neue Supra auf derselben Basis aufbauen, wie die Bajuwaren den Z4. Wie das finale Design des Asiaten aussehen wird, bleibt abzuwarten.

Concours d’Elegance 2017 : BMW Z4 Concept

Concours d’Elegance 2017 : BMW Z4 Concept

Von vorn erinnert der BMW Z4 zwar ein wenig an einen zu heiß gewaschenen Jaguar F-Type mit Nieren-Grill, doch wirkt der aggressive Haifisch-Look anziehend. Interessant auch, dass die Stäbe des Kühlergrills nun Gittern weichen – ein Novum für BMW. Neu sind zudem die Proportionen des Roadsters in „Energetic Orange“: Machte der Vorgänger noch den Eindruck eines klassischen britischen Roadsters mit langer Haube und kurzem Heck, schwindet dieses Gefühl bei der Studie ein wenig. Die Silhouette wirkt ausgewogen und gleichmäßig verteilt. Reminiszenzen an den BMW i8 bilden hingegen die Rückleuchten, während die integrierten Überrollbügel an den Motorsport erinnern. Den Rennwagenlook unterstreichen zudem die wichtigen 20-Zoll-Räder.

2018 BMW Z4 Concept

2018 BMW Z4 Concept

Innen wartet der kompakte Roadster mit diagonalen Elemente auf und bietet einen Fahrersitz mit schwarzem Leder und eigenständiger Prägung. Der Beifahrersitz sowie das restliches Interieur begeistern in einem rauen Wildleder-Look und machen den Bayern etwas martialischer. Der iDrive Controller wirkt indes vertraut. Passend zu klassischen Roadster-Konzept passt auch, dass BMW den neuen Z4 mit Handschaltung oder mit Automatik anbieten will. Danke BMW, so muss das sein. Ein kurvenräuberndes Cabriolet in diesem Look muss einfach handgerissen sein. Als Antriebe kommen die Vierzylinder sDrive 20i und sDrive 30i unter die Haube. Gekrönt wird die Baureihe zunächst vom Reihensechszylinder sDrive M40i – heißt es.

2018 BMW Z4 Concept Heck

2018 BMW Z4 Concept Heck

Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet – Luxus mit Format

Keinesfalls weniger sportlich, und definitiv keinen Deut unspektakulärer zeigt sich der Vision Mercedes-Maybach Six. Das knapp sechs Meter lange Cabriolet erinnert nicht zuletzt durch seine Lackierung in „Nautic-blau“ an eine Yacht, was durch den großzügigen Einsatz von Chrom nochmals unterstrichen wird. Ausufernd scheint aber nicht nur die Länge der Luxus-Studie, sondern auch das Felgen-Format: 24 Zoll messen die Rundlinge.

Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet - Best of Show?

Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet – Best of Show?

Im Interieur geht es zwar nicht minder luxuriös zu, doch kommt hier ein technoider Charme mit ins Spiel. Displays, digitale Anzeigen, durchsichtige Mitteltunnel und biometrische Sensoren für den Gesundheits- und Gemütszustand: Die Nobelmarke der Stuttgarter zeigt ihren Anspruch einmal mehr. „Das Beste oder nichts“ hieß es in der Vergangenheit bei Mercedes-Benz – und das
passt wohl mindestens genauso gut zu diesem Maybach!

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Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet Innenraum-Design

Gleiches gilt für das Aggregat, das unter der schier endlosen Motorhaube schläft. Die Zukunftsvision ist ein reines E-Mobil, leistet aber fürstliche 550 kW. Gespeist wird der E-Motor von einer Batterie im Boden und erreicht Fahrleistungen, die sich gewaschen haben. Von 0 auf 100 geht es in runden vier Sekunden, Schluss ist bei 250 Sachen. Die NEFZ-Reichweite von 500 km erreicht man beim Ausreizen dieses Potentials natürlich nicht. Doch für eine Ausrichtung der Marke Maybach ist die Studie „Six“ ein tolles Indiz. Meiner Meinung nach ist das richtige Fahrzeug für den Titel: „Best of Show“ Concours d’Elegance 2017.

Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet Design

Vision Mercedes-Maybach Six Cabriolet Design

Der VW I.D. BUZZ wird gebaut – das wurde beim Concours d’Elegance 2017 verkündet

Kein Indiz, sondern Realität wird der Volkswagen I.D. Buzz, der beim Concours d’Elegance 2017 erneut gezeigt wurde. Die Wolfsburger gaben bekannt, dass der „Bulli“ tatsächlich gebaut wird – allerdings ist er erst für das Jahr 2022 vorgesehen. Dennoch ist der I.D. Buzz beschlossene Sache und wird als reines E-Mobil auf den Markt kommen. Der Stromer soll zudem teilautonom fahren können und das Level 3 erreichen. Diese Stufe steht für die so genannte „Hochautomatisierung“. Sprich: Der Fahrer muss nicht permanent alle Fahrfunktionen überwachen. So soll der VW I.D. Buzz selbstständig blinken, den Abstand halten und die Spur wechseln können, während sich der Fahrer anderen Dingen zuwendet.

VW I.D. BUZZ

VW I.D. BUZZ

Der Pilot ist, wenn es nach Volkswagen geht, unter anderem Postbote oder arbeitet bei einem anderen Paket-Dienst. Während er Pakete austrägt oder sie im Laderaum sortiert, bewegt sich der VW I.D. Buzz bereits zur nächsten Hausnummer vor – visionär aber vorstellbar. Damit soll der E-Bulli, wie man ihn liebevoll nennen könnte, bis 2025 eines von insgesamt 30 verschiedenen E-Fahrzeugen sein, das die Wolfsburger im Rahmen der Transform 2025+ auf den Markt bringen wollen.

VW I.D. BUZZ und sein Urahn!

VW I.D. BUZZ und sein Urahn!

Andere Hersteller werden hier natürlich nachziehen. Doch in Frage steht etwas ganz anderes: Welche Anreize werden geschaffen, damit man sich ein E-Mobil zulegt? Aktuell ist die Infrastruktur zu löchrig und der Aspekt der Umweltschonung nicht ausreichend. Zumal die Energie ja nicht vollständig aus „sauberen“ – also erneuerbaren – Quellen stammt. Eine spannende Zeit, in der wir uns befinden!

Der VW I.D. BUZZ geht in Serie

Der VW I.D. BUZZ geht in Serie

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