Der neue Volkswagen T-Roc – Erste Fakten

Der Name mag modern und flippig klingen, doch der Volkswagen T-Roc ist es nur bedingt. Flippig ist die Zunft der SUV schließlich nicht mehr – und zu genau dieser gehört der neue Volkswagen T-Roc. Der Wolfsburger wird als Kompakt-SUV unterhalb des VW Tiguan gehandelt. Die Niedersachsen tun gut daran hier weiter aufzustocken, da sich das SUV-Segment in der nächsten Dekade verdoppeln soll – sagt man. Zwar gibt es bereits eine Reihe dieser Fahrzeuge im Volkswagen-Programm, zunächst kam der neue Tiguan, dann der Tiguan Allspace mit verlängertem Radstand und letztlich der Atlas, der vor allem für den US-Markt vorgesehen war. Doch mit dem Volkswagen T-Roc will man den nächsten Schritt gehen. Ein Schritt, der eine individuelle Note parat hält: Der T-Roc ist der erste Volkswagen, der tatsächlich etwas mutiger und „lifestyleiger“ sein will. Das zeigt sich vor allem in der abgesetzten Dachfarbe, das restliche Design ist hingegen eher fad.

Der neue Volkswagen T-Roc

Der neue Volkswagen T-Roc

Volkswagen T-Roc Design Check

Das Rezept ist immer dasselbe – und Ausnahmen werden aussortiert. Der Volkswagen Scirocco? Wird ausgesiebt. Das Beetle Coupé? Keine Vertragsverlängerung. Der T-Roc? Der neue SUV vertraut auf das altbewährte VW-Design-Rezept und kommt mit klaren Linien vorgefahren. So findet sich an der Front ein breiter Kühlergrill mit integrierten, nahezu in den Grill eingewachsenen Scheinwerfern. Diese Idee ist bereits aus dem Arteon bekannt. Hinzu kommt die Lichtsignatur des Tagfahrlichts eine Etage tiefer, die bei Bedarf durch den Blinker ersetzt wird – eine ansprechende Idee.

Die Seitenlinie ist von bauchigen, ausgestellten Radhäusern geprägt, die den Geländewagen-Charakter des Volkswagen T-Roc unterstreichen sollen. Dazu ein dezenter Falz in den Türen und eine prägnante Dachlinie mit Chrom-Element von der A- bis C-Säule – fertig ist die angedeutete Coupéform. Das Dach ist dabei farblich abgesetzt und bringt ein wenig Individualität ins Spiel. Das tut dem Volkswagen T-Roc gut, ähnelt er schließlich gerade von der Seite seinem Bruder, dem Audi Q2. Die Kunststoffbeplankung rundum unterstreicht Gelände-Look und wird von einem angedeuteten Unterfahrschutz ergänzt. Die LED-Rückleuchten und die scheinbar integrierten Auspuffblenden wirken hingegen modern – wenn auch nicht außergewöhnlich.

Volkswagen T-Roc Motoren Check

Nichts Außergewöhnliches darf man auch bei den Motorisierungen des Wolfsburgers erwarten. Drei Benziner mit Hubräumen von 1.0, 1.5 und 2.0 Litern spritzen Benzin direkt ein und vertrauen auf Turbolader. Die beiden zur Verfügung stehenden Diesel verbrennen den Kraftstoff in ihren 1.6 oder 2.0 Liter großen Hubräumen. Natürlich werden aktuelle Abgasnormen erfüllt, was angesichts des Diesel-Bashings auch bitter nötig ist. Man darf gespannt sein, was sich motorenseitig noch tun wird.

Bei den Getrieben gibt es ebenfalls keine Überraschungen. Zur Wahl steht eine 6-Gang-Handschaltung oder das bekannte 7-Gang-DSG. Sie leiten die Kraft – je nach Motor und Wunsch – an die Vorder- bzw. an alle Räder. Ein waschechter Geländewagen ist der Volkswagen T-Roc also ebenfalls nicht. Macht aber auch nichts, werden die wenigsten Nutzer das Geländepotential nutzen wollen.

Volkswagen T-Roc Innenraum Check

Wie es das Exterieur ein wenig vormacht, soll auch der Innenraum dem Lifestyle verschrieben sein. Die SUV-Anmutung, die stark dem Stil des Volkswagen Golf Sportsvan entspricht, lässt sich mit individuellen Blenden nach eigenen Wünschen einrichten. Allerdings bietet der Volkswagen T-Roc mit dem ACT, dem Active Info Display, digitale Instrumente und wirkt damit etwas modern.

Dank der MQB-Basis (modularer Querbaukasten) steht im Innenraum des Volkswagen T-Roc viel Platz bereit. Zwar stehen fünf Sitzplätze bereit, richtig gemütlich wird es aber nur zu viert. Dann passt auch das Ladeabteil, das sehr gut nutzbare 445 Liter bietet. Zum Vergleich: Der Tiguan der ersten Generation bot kaum mehr. Wer mehr Platz benötigt, kann die Rücksitzlehnen im Verhältnis 60/40 umklappen. Dann ergeben sich bis zu 1.290 Liter, um das ach so sportliche Equipment seiner Nutzer zu verstauen.

Innenraum vom neuen Volkswagen T-Roc

Innenraum vom neuen Volkswagen T-Roc

In Sachen Hightech steht ebenfalls nichts Neues parat, dafür ist die Ausstattung aber bereits ab Werk reichhaltig. So fährt der Volkswagen T-Roc serienmäßig mit dem Umfeld-Beobachtungssystem „Front Assist“ vor, das über eine City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung verfügt. Daneben soll der SUV eine Multikollisionsbremse und einen Spurhalteassistenten frei Haus liefern – schau an, Volkswagen wird spendabel. Während eine Klimaanlage für kühle Gemüter sorgt, unterhält das Infotainment „Composite Colour“ mit seinem 6,5 Zoll Touchscreen. Optional ist ein 8-Zoll-System erhältlich.

Volkswagen T-Roc Zielgruppen Check und Fazit

Der Volkswagen T-Roc ist nicht schockierend, nicht überbordend neu. Aber als Vertreter der SUV-Zunft trifft er den Zahn der Zeit und sieht nicht schlecht aus, wenn auch nicht gerade aufregend. Man muss allerdings kein Hellseher sein, um zu wissen, dass sich der T-Roc gut verkaufen wird: Er bietet die gewohnten Volkswagen-Tugenden und verfeinert diese mit einem Hauch Individualität. Demnächst auch vor Ihrem Kindergarten, Supermarkt-Parkplatz oder im Dänemark-Urlaub. Hier macht er mit seinem brauchbaren Ladeabteil eine gute Figur. Und nicht zuletzt die etwas gesetztere Kundschaft wird sich über die erhöhte Sitzposition und den komfortablen Einstieg freuen. Preislich startet der T-Roc in der 20.000 Euro Klasse, allerdings dürften Extras wie immer auch Extra kosten.

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