Die IAA 2017 Highlights – Teil II: Die Importeure!

In Teil II der IAA 2017 Highlights wenden wir uns ausschließlich den Importeuren zu, die sich auf dem Frankfurter Parkett zeigen. Die IAA ist eine der wichtigsten Automobilmessen der Branche und findet alljährlich in der hessischen Banken-Metropole statt. Vorhang auf für die Highlights aus Japan, Korea, Frankreich und mehr.

Kia mit großem Aufgebot

Die Koreaner sind heutzutage nicht mehr aus der Autoindustrie wegzudenken. Gestartet als absolute Billigmarke, zeigen die Koreaner mittlerweile Studien und Serienfahrzeuge, die sich nicht hinter der europäischen Konkurrenz verstecken müssen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kia Proceed Studie, die die neue Generation des c´eed für das Jahr 2018 ankündigen soll. Die Studie dient als Design-Träger für das kommende Design der Modelle und ähnelt an der Front sehr stark dem Kia Stinger – dem Flaggschiff der Koreaner. Neben der typischen Tigernase, dem Markengrill Kias, fällt die Studie besonders mit ihren dreieckigen Lufteinlässen, den 20-Zoll-Felgen und den versenkten Türgriffen auf. Am Heck trägt sie zudem ein Porsche-esques, durchgängiges Leuchtenband anstatt zweier Rückleuchten. Für mich gehört natürlich der Stinger zu den IAA 2017 Highlights am Kia Stand.

Gehört zu den IAA 2017 Highlights: Der Kia Stinger

Gehört zu den IAA 2017 Highlights: Der Kia Stinger

Neben der Kia Proceed Studie zeigen die Koreaner den facegelifteten Kia Sorento. Der große SUV ist ab sofort mit der GT-Line Ausstattung erhältlich und wird damit etwas dynamischer. Ein sportliches Fahrzeug ist er dennoch nicht, wohl aber ein kommoder Gleiter. Dazu wird auch die neue Achtgang-Automatik passen, die das Pendant mit sechs stufen ablöst. Neben neue Felgen-Designs und ein paar Kleinigkeiten, fällt der Innenraum mit einem neuen Lenkrad und Klima-Bedienpanel auf. Zudem setzen die Koreaner im großen SUV auf neue Assistenzsysteme.
Einige Klassen weiter unten will der Kia Picanto in der X-Line gefallen. Das sportliche Top-Modell wird nicht, wie man es erwarten würde, tiefergelegt, sondern erfährt eine Höherlegung um 15 mm. Als Antrieb dient ein 1.0 Liter Benziner mit Turboaufladung, der es auf 100 PS bringt und aus anderen Kia-Modellen bekannt ist. Auffälliges Design-Merkmal des Topmodells: Neongelbe Akzente.

Komplettiert wird das Feuerwerk an Neuheiten bei Kia mit dem Stonic, einem B-SUV in kantigem Design. Er basiert auf dem Kia Rio, macht mit seiner Kunststoff-Beplankung aber einen größeren Eindruck. Dennoch ist er auf Lifestyle gepolt und will mit peppigen Farben und Farbkombinationen überzeugen. Als Antriebe dienen ein Dreizylinder-Turbo mit 120 PS sowie zwei Saug-Benziner mit 84 und 99 PS. Als Diesel steht ein 1.6 Liter Vierzylinder mit 110 PS bereit. Die Preise werden bei etwas unter 16.000 Euro starten.

Mini – Der Brite mit deutschem Blut

… oder so. Immerhin sprechen wir von der britischen BMW-Tochter. Diese feiert auf der IAA in Frankfurt das 50. Jubiläum des Sieges der Rallye Monte Carlo. Dafür stellten die Briten eine sportliche Studie auf ihre vier Räder: Das John Cooper Works Concept. Der Renner steht auf mächtigen 19-Zoll-Felgen und zieht die Blicke mit seinem auffälligen Flügelwerk auf sich. Dicke Backen unterstreichen den sportlichen Anspruch. Und auch das Interieur orientiert sich am Rennwagen. Auffälliges Merkmal am Heck – neben den ausladenden Flügen: Die Rückleuchten im Union-Jack-Style.

Zum Sportler gesellt sich aber auch eine besonders umweltfreundliche Variante: Das Mini Electric Concept. Die Basis bildet der aktuelle Mini-Dreitürer, der die technische Komponenten des BMW i3 erben wird.

IAA 2017 Highlights Bildergalerie Teil 1

Seat – Mit Biss und SUV

Die Spanier haben den sportlichen Anspruch im Hause Volkswagen. Um diesem gerecht zu werden, zeigt man den Seat Leon Cupra R. Dieser ist kaum zu übersehen mit seinen Akzenten in Kupfer und den ausgestellten Kotflügeln. Natürlich geht es entsprechend unter der Motorhaube zu: 310 PS stehen bei der Wahl der Sechsgang-Handschaltung parat, deren 300 sind es mit dem Sechsgang-DSG. Damit macht er dem Golf R Konkurrenz, ist im Gegensatz zu diesem aber nur als reiner Fronttriebler zu bekommen. Dafür bietet er eine bissige Brembo-Bremse und Anpassungen an Fahrwerk und Auspuff. Wem nun der Speichel im Mund zusammenläuft, der sollte schnell sein: Die limitierten 799 Exemplare werden sicherlich schnell vergriffen sein.

Gehört auch zu den IAA 2017 Highlights: Der Seat Arona

Gehört auch zu den IAA 2017 Highlights: Der Seat Arona

Unlimitiert ist der Seat Arona. Der B-SUV mit Crossover-Anklängen ist nicht nur der Vorbote des Polo-SUV, das auf den Namen T-Cross hören wird, sondern auch in einem extrem erfolgreichen Segment beheimatet. Entsprechendes Potential sieht man im Arona, der unterhalb des ebenfalls sehr erfolgreichen Seat Ateca angesiedelt ist und die Plattform des Seat Ibiza nutzt. Darüber hinaus steht ein Schnittmodell auf dem Stand, dort wird das Thema CNG noch einmal in den Fokus gerückt!

Skoda – SUV für alle!

Bleiben wir im Hause Volkswagen, nämlich bei der Tochter Skoda. Auf der IAA wird der Skoda Karoq, ein Kompakt-SUV, vorgestellt. Der Bruder des Seat Ateca setzt auf eine moderne Formensprache und löst den Skoda Yeti ab. Es wird ihm mit Voll-LED-Scheinwerfern und digitalen Instrumenten geben, womit er in seiner Klasse ganz vorne mitfahren dürfte. Die optionale, variable Rücksitzbank macht ihn überdies sehr praktisch und stellt zwischen 479 bis 588 Liter Kofferraum bereit. Erhältlich wird er mit bekannten Motoren sein. Los geht es mit einem 1.0 Liter Benziner mit 115 PS. Die Spitze bei den Benzinern markiert ein 1.5 Liter Vierzylinder mit 150 PS. Bei den Dieseln vertrauen die Tschechen auf einen 1.6 Liter TDI mit 115 PS sowie auf einen 2.0 Liter Diesel mit 150 bzw. 190 PS. Wie es sich gehört, werden moderne Assistenten genauso von der Partie sein, wie Konnektivität auf neustem Stand.

Und auch der im letzten Jahr vorgestellte Skoda Kodiaq wird erweitert: Der große SUV wird als Scout vorgestellt. Neben Allradantrieb wird es ihn mit spezifischen Front- und Heckschürze mit eingearbeiteten, silbernem Unterfahrschutz und getönten Scheiben geben. Beim Räderwerk setzt man auf 19-Zoll-Felgen. Zudem steht eine Fahrprofilauswahl bereit, um den Tschechen auf allen Wegen optimal abzustimmen. Die Motoren reichen von 150 bis 190 PS. Und auch der Innenraum des Skoda Kodiaq Scout wird entsprechend ausstaffiert: Hübsche Alcantara-Polster sind genauso zu finden, wie eine griffige Edelstahlpedale.

Daneben zeigt Skoda den Kodiaq in der Sportline, hier aber mit einer dynamischen Schürzengestaltung. Bei den Rädern stehen 19- oder 20-Zoll-Felgen zur Verfügung, innen vertraut die sportlich angehauchte Version ebenfalls auf Alcantara Sitzbezüge. Die Motorenauswahl entspricht der des Kodiaq Scout.

Wie es in der Zukunft aussehen soll, zeigt die Studie Skoda Vision E. Der Stromer baut auf der Konzernplattform MEB (modularer Elektrifizierungsbaukasten) auf und kann dementsprechend induktiv geladen werden. Als Leistung geben die Tschechen 306 PS, während die Reichweite bei bis zu 500 km liegen soll. Der maximal 180 km/h schnelle Stromer wird neben einer Gestensteuerung auch modernste Konnektivität bieten. Mit ihm zeigt Skoda darüber hinaus das automatisierte Fahren auf Level 3. So soll der Skoda Vision E mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren können, autonom auf der Autobahn fahren, die Spur halten, ausweichen und selbstständig überholen können. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht?

Honda – Neues im boomenden Segment

Um Honda wurde es in den vergangenen Jahren etwas still. Das Mittelklasse-Modell Honda Accord wurde in Europa aussortiert und Neuerungen ließen etwas auf sich warten. Mit dem neuen Honda CR-V soll damit aber Schluss sein. Der SUV ist für 2018 geplant und wird in Frankfurt als Hybrid-Version vorgestellt. So wird der C-RV auf einen E-Motor und einen 2.0 Liter Benziner mit Generator vertrauen. Der Verbrenner wird die Batterie laden, die als permanente Antriebsquelle dient. Entsprechend verzichten die Japaner auf ein Getriebe, setzt dafür aber auf einen Direktantrieb mit einer festen Fahrstufe. Zudem wechselt die Steuerung selbstständig zwischen den Fahrmodi Hybrid, Elektro und Verbrenner– je nachdem, was gerade gebraucht wird.

Neben dem Honda Urban EV Concept, das einen Ausblick auf die Stadt-Mobilität der Zukunft geben soll, zeigt Honda das Jazz Facelift. Mit neuen Schürzen, Schwellern und Scheinwerfern wirkt der überaus variable Kleinwagen nun noch etwas aggressiver. Passend zu diesem Look wird es einen neuen 1.5 Liter Benzinmotor mit 130 PS geben.

IAA 2017 Highlights Bildergalerie Teil 2

Citroen – Pack die Badehose ein

Citroen zeigt den Space Tourer als “Rip Curl”. Der Van im Surfer-Look wurde vom Offroad-Spezialisten Dangel geländetauglich gemacht, während der Camping-Umbau von Pössl inklusive Wasserkanister mit Dusche den Aufenthalt am Strand komfortabel macht. Unter der Haube dieselt ein 150 PS-Motor sanft vor sich hin, der über eine Sechsgang-Handschaltung verwaltet wird. Den Innenraum stimmten die Franzosen auf das Exterieur ab und installierten Khaki-Leder, Alcantara sowie neongelbe Akzente. Hang loose!

Dacia – Neues auf den zweiten Blick

Die rumänische Renault-Tochter hat den Dacia Duster der zweiten Generation mitgebracht. Die Änderungen am Exterieur fallen verhalten aus: Die Front wirkt etwas kantiger und erwachsener. Auffälligstes Merkmal der neuen Generation sind die Rückleuchten im Stil des Jeep Renegade. Der Start des SUV ist für 2018 vorgesehen.

Hyundai – Lifestyle aus Korea

Wesentlich mehr – nicht zuletzt darin zeigt sich die Konzern-Verwandtschaft zu Kia – hat Hyundai zu bieten. Die Koreaner setzten auf Lifestyle und zeigen den Hyundai i30 Fastback. So werden der fünftürige Hatchback sowie der Kombi der Baureihe nun um ein viertüriges Coupé ersetzt, das elf Zentimeter länger als der Fünftürer ist. Seine Schokoladenseite ist natürlich das Heck mit integriertem Spoiler. Bei den Motoren stehen zunächst zwei Benziner bereit: Ein 120 PS starker Dreizylinder mit Turbo-Aufladung sowie ein Vierzylinder-Turbo mit 140 PS.

Für Furore soll das sportliche Topmodell der Baureihe sorgen, der Hyundai i30 N. Mit seinem adaptiven Sportfahrwerk und einem 2.0 Liter Turbo-Benziner, der in der Performance-Variante bis zu 275 PS leistet, dürfte der Koreaner die Riege der Hot Hatches ordentlich aufmischen. Er vertraut dabei immer auf einen Vorderrad-Antrieb mit Sechsgang-Handschaltung.

Viele der IAA 2017 Highlights waren sehr sportlich!

Viele der IAA 2017 Highlights waren sehr sportlich!

Je nach Leistungsstufe sind 18- und 19-Zoll-Leichtmetallräder erhältlich, das Top-Modell setzt darüber hinaus auf eine Differenzialsperre und eine Sportabgasanlage mit Klappensteuerung.

Parallel zum Kia Stonic zeigt Hyundai den Kona. Der Konkurrent zum Renault Captur, Opel Crossland X und anderen ist ein Crossover, der im Segment der B-SUV wildern möchte. Anders als die meisten Vertreter seiner Zunft bietet der Hyundai Kona einen optionalen Allradantrieb. Der 4×4-Antrieb ist jedoch nur für den Topmotor, den 1.6 T-GDI mit 177 PS, 265 Nm und Siebengang-DSG vorgesehen. Neben all dem Lifestyle bietet er mit 361 Liter Kofferraum-Volumen auch einen guten Nutzwert.

Fassen wir einmal kurz zusammen: Zu den IAA 2017 Highlights gehören viele sportliche Modelle, viele SUVs und bei zahlreichen Herstellern auch viele Visionen – ob und wann diese Realität werden, wird die Zukunft zeigen!

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