Renault Zoe Elektromobilität

Elektromobilität: Diese Elektroautos kommen 2018 auf den Markt

Nissan hat den Leaf bereits 2009 in Yokohama der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Tesla Model S folgte drei Jahre später, der BMW i3 im Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt sprach noch niemand über den „Dieselskandal“ – und Elektroautos fristeten ein Nischendasein. Das lag nicht nur an der fehlendenden Ladeinfrastruktur, sondern auch an den wenigen verfügbaren Elektroautos. Mercedes (B-Klasse) und VW (E-Golf) versuchten zwar kurzzeitig mit umgebauten Verbrennern ihr Glück, konnten damit aber beim Verbraucher nicht punkten. Ohnehin schien das Interesse der Automobilhersteller am Thema Elektromobilität gering zu sein.

Das ändert sich jetzt. Zwar beschränken sich insbesondere die deutschen Autobauer noch auf Studien und Prototypen, aber global gesehen tut sich so einiges. Ein Blick auf die für 2018 angekündigten Neuerscheinungen im Bereich E-Mobility.

Die Klassiker: Nissan Leaf 2 und Renault Zoe

Der Nissan Leaf ist das meistverkaufte Elektroauto überhaupt – und kommt 2018 in der zweiten Generation auf den Markt. In der Grundversion kostet der neue Leaf knapp 32.000 Euro und verfügt über eine Batteriekapazität von 40 Kilowattstunden (bei 110 kW Motorleistung). Damit liegt die kombinierte Reichweite (nach WLTP) bei 285 Kilometern. Wer mehr Komfort möchte, greift zur „Tekna-Option“. Dann kostet der Leaf zwar bereits 38.300 Euro, lässt in puncto Ausstattung aber auch keine Wünsche offen.

Ein weiterer Klassiker, der 2018 überarbeitet wird, ist der Renault Zoe. Dieser bekommt einen neuen Motor, der es nun auf 80 kW Leistung bringt (12 kW mehr als sein Vorgänger). Bei der Reichweite gibt Renault 300 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus an. Mit einem Preis von 22.100 Euro wirkt der Mini-Stromer auf den ersten Blick durchaus attraktiv, allerdings ist in diesem Betrag die Batterie noch nicht enthalten. Diese kann ab 59 Euro pro Monat gemietet werden. Betrachtet man einen Zeitraum von sechs Jahren, liegt der Preis des Renault Zoe somit bei rund 26.000 Euro (in der Basisversion).

Hyundai Kona Elektro

Die SUVs: Hyundai Kona Elektro und Jaguar I-Pace

Wer mehr Platz im Auto benötigt, darf sich auf den Hyundai Kona Elektro und den Jaguar I-Pace freuen. Den Hyundai Kona gibt es mit 99 kW Leistung und einer 39-kWh-Batterie sowie mit 150 kW und einem 64 kWh großen Akku. Damit schafft der SUV von Hyundai in der Basisversion rund 300 Kilometer nach WLTP, mit großem Akku sogar stattliche 470 Kilometer. Lädt man den Kona an einer 100 kW Schnellladesäule, benötigen beide Versionen etwa 54 Minuten um auf 80 Prozent zu laden. Der finale Preis des Elektro-SUV steht derzeit noch nicht fest, die Rede ist allerdings von etwas mehr als 30.000 Euro für die Variante mit kleinem Akku.

Der Preis des Jaguar I-Pace steht dagegen bereits fest: Los geht’s bei 77.850 Euro. Wer im Konfigurator ein paar Schalter umlegt, erreicht aber auch problemlos bis zu 100.000 Euro. Dafür bekommt der Käufer einen E-SUV mit 294kW Leistung und einen maximalen Drehmoment von 696 Nm. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der I-PACE in 4,8 Sekunden. Bei der Reichweite verspricht Jaguar 480 Kilometer im WLTP-Testzyklus.

Die Premium-Modelle: Audi, Mercedes und Porsche

Zwar beschränken sich die in der Überschrift genannten Hersteller derzeit noch auf Prototypen und vage Ankündigungen, allerdings gilt es als gesetzt, dass spätestens Ende 2018/Anfang 2019 auch Elektroautos der Premium-Autobauer auf den Markt kommen werden. Bei Mercedes ist das der Elektro-SUV EQC mit bis zu 500 Kilometern elektrischer Reichweite, bei Audi der zwischen dem Q5 und Q7 platzierte e-tron mit nahezu identischer Reichweite. Der Elektro-SUV aus Ingolstadt soll ab 80.000 Euro zu haben sein. Auch Porsche schickt sein erstes Elektroauto ins Rennen, das mit 500 kW Leistung und 500 Kilometern Reichweite bei den Kunden Punkten soll. Dank 800-Volt-Technik soll der Luxus-Sportwagen zudem in nur 15 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden können. Preis? Jenseits der 100.000 Euro.

Audi e-tron

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