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Ein Hund – Spaßfaktor mit Kosten

Treue Augen, eine nasse Nase, weiches Fell und endlich freut sich einer wenn man nach Hause kommt – doch neben einem tollen Begleiter ist ein Hund auch ein laufender Kostenfaktor. Dieser ist an Rasse, Größe und Gesundheit des Hundes gebunden und sollte von Anfang an mitgerechnet werden. Der Anschaffungspreis ist schnell bezahlt. Ob die Kinder jetzt auf die Gebühr vom Tierheim gespart haben oder man sich einen teuren Rassehund zulegen möchte … Und dann? Schließlich gibt es stetige, aber auch unvorhersehbare Kosten. Über eine lange Zeit, denn ein Hund wird durchschnittlich etwa 10 – 13 Jahre alt. Wir rechnen mal vor.

Der Anschaffungspreis: 150 – 2.000 Euro oder sogar mehr…

Es sollte vorher gut überlegt sein, welchen Hund man möchte und wie viel man bereit ist auszugeben. Der Preis ist sehr unterschiedlich. Abhängig von Faktoren wie Rassehund, Mischling, Alter und Ort – beispielsweise aus dem Tierschutz oder von einem Hundezüchter. Für Welpen und Hunde aus Tierheimen und Schutzorganisationen zahlt man meist nur eine Schutzgebühr von 150 bis 300 Euro. Auch Hunde aus zweiter Hand bekommt man oft für einen humanen Preis. Bei Rassehunden kann der Preis jedoch von 500 Euro bis 2.000 Euro oder sogar mehr variieren.

Ist der passende Hund gefunden, steht die Grundausstattung an. Hundeleine, Näpfe für Futter und Wasser, Hundekorb, Hundekissen etc. Die Kosten unterscheiden sich bei der Qualität des Zubehörs. Auf Ebay Kleinanzeigen kann man auch einige Schnäppchen machen. Dennoch sind mit 100 bis 350 Euro zu rechnen.

Laufende Kosten

Die monatlichen Kosten für einen Hund lassen sich nicht unbedingt verallgemeinern. Sie sind von Hund zu Hund und von Situation zu Situation verschieden. Die folgenden Kosten sind mehr Durchschnittswerte und sollen der Orientierung dienen.

Hundefutter

Qualität kostet: Auch bei der Nahrung des Vierbeiners können sich deutliche Unterschiede bemerkbar machen. Diese sind abhängig von der Größe des Hundes und der Art und Qualität des Futters. Zunächst sollte geklärt werden ob der Hund Nassfutter, Trockenfutter, frisches Fleisch oder vielleicht sogar Umstandsfutter wie Welpen- und Seniorennahrung benötigt. Günstiges Hundefutter findet man oft schon ab 15 Euro im Monat, jedoch enthalten diese oft schädliche Stoffe für Hunde. Bei hochwertigen Produkten kann der Kostenfaktor auch schnell mal an die 100 Euro Marke kommen. Die Gesundheit und die Bedürfnisse eures Hundes sollten im Vordergrund stehen und nicht das günstigste Hundefutter.

Tierarzt

Neben einem guten Hundefutter sind auch die jährlichen Impfungen und Wurmkuren wichtig für die Gesundheit der Fellnasen. Somit sollten auch die regelmäßigen Besuche und Grundchecks beim Tierarzt eingehalten werden. Die durchschnittlichen Kosten liegen hierbei bei 100 – 200 Euro im Jahr. Natürlich kann der Hund aber auch unvorhergesehen erkranken oder sich verletzen. Da können die Kosten schnell je nach Behandlung eine unangenehme Höhe erreichen. Ein kleines Polster für Notfälle sollte eingeplant werden. Zur finanziellen Absicherung kann man eine OP-Versicherung ab 15 Euro im Monat abschließen.

Zudem ist die Implantation eines Mikrochips seit 2011 Vorschrift und kostet einmalig ca. 50 Euro. Der Chip ist mit einer 15-stelligen Identifikationsnummer ausgestattet und ordnet Hund und Halter zu.

Hundesteuer

Vielen Hundeliebhabern noch ein Dorn im Auge, aber Pflicht: Die Hundesteuer. Die Hundesteuer ist von jedem durchschnittlichen Hundehalter zu bezahlen. Doch sie unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde. Hier gilt es, sich schon vorab zu informieren. Die Stiftung Warentest stellte in einem Vergleich von 70 Städten und Gemeinden im Jahr 2015 Beträge zwischen 0 und 186 Euro pro Jahr fest. Zusätzlich wird bei jedem weiteren Hund pro Haushalt die Steuerhöhe vervielfacht.

Auch die Rasse des Hundes bestimmt die Gebühr. Ein sogenannter Listenhund, umgangssprachlich „Kampfhundrasse“, kann die Kosten deutlich steigern.

Haftpflichtversicherung

Mit einer jährlichen Gebühr von ca. 30 bis 70 Euro kann und muss sogar in einigen Bundesländern eine Haftpflichtversicherung für den Hund abgeschlossen werden. Die Versicherung ersetzt Schäden, die der Vierbeiner möglicherweise anderen Personen oder Gegenständen gegenüber verursacht. Ob nun vorgeschrieben oder nicht, unbedingt abschließen.

Fazit

Den eigenen Erfahrungen nach zahlt man durchschnittlich 80 Euro pro Monat für die Fellnasen, also rund 1.000 Euro im Jahr. Dennoch sollte man immer auch auf zusätzliche Kosten eingestellt sein. Wie beispielsweise eine Tierpension, wenn es mal ohne Hund in den Urlaub gehen soll oder die Kosten einer Hundeschule. Zudem können im Notfall immer unvorhergesehene Tierarztkosten auftreten. Also, die Kosten immer im Blick haben, alles andere wäre naiv und unvorsichtig. Und trotzdem: die Freude am eigenen Hund ist am Ende nicht in Geld aufzuwiegen. Jede Wette.

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