Urlaub mit Hund

Urlaub mit Hund – Wichtige Infos und Tipps

Der Sommer naht mit riesigen Schritten und zieht einen in die Ferne. Zu Traumstränden, zur Sonne, zu neuen Städten, Roadtrips und leckerem Essen. Doch der geliebte Vierbeiner muss natürlich auch mit. Ob jetzt für einen längeren Ausflug oder einem ganzen Urlaub. Für einen Urlaub mit Hund gilt es jedoch einiges zu bedenken. Nicht überall darf der Hund einfach so mitgenommen werden, für viele Länder gelten eigene Regeln und Bestimmungen und der Transport sollte auch nicht außer Acht gelassen werden. Somit sollten sich selbst langjährige Tierhalter über Ein- und Ausfuhr sowie Tierschutzbestimmungen des Reiseziels vorab informieren.

Der Transport

Am einfachsten und besonders flexibel ist die Reise mit dem Hund im Auto. Hier können regelmäßige Pausen einlegt werden, das Lieblingsspielzeug und die Kuscheldecke sind ebenfalls dabei. Regelmäßige Pausen sind wichtig, damit der treue Begleiter seinem Bewegungsdrang und Grundbedürfnissen nachgehen kann. Zudem sollte dafür sorgen werden, dass der Hund sicher untergebracht ist und es nicht zu warm für ihn wird. UND: Hunde sollte niemals im heißen Auto gelassen werden!

Eine sichere Unterbringung verpflichtet auch das Gesetz, sonst kann es zu Geldstrafen und Punkten in Flensburg kommen. Dennoch sollte die Sicherheit im Interesse jedes Hundehalters stehen, damit der Liebling sich während der Fahrt nicht verletzt, falls es zu einem Unfall kommen sollte. Eine Transportbox bietet die höchste Sicherheit und gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen. Jedoch lohnt sich in eine stabile, notgedrungen auch teurere Box zu investieren, die bleiben nicht nur länger erhalten sondern schützen die Fellnasen auch sicherer bei Unfällen oder Notbremsungen. Der Hund sollte aber vorher an das Fahren in der Transportbox gewöhnt werden, andernfalls kann es zu Stress auf der Fahrt kommen.
Alternativ bietet es sich auch an, den Hund im Kofferraum zu fahren mit einem Trenngitter zu den Sitzen. Denn so kann der Hund frei aufstehen und hat etwas mehr Bewegungsfreiheit.  Zudem kann man einen kleineren Hund mit einem speziellen Sicherheitsgurt auf einen Rücksitz schnallen. Zu beachten wäre nur, dass der kleine Kerl auch ein Brustgeschirr trägt.

Mietet man sich ein Wohnmobil hat man ähnliches zu beachten wie beim Auto. Auch hier muss der Hund sicher in einer Box oder hinter einem Gitter untergebracht sein. Auch hier hat man ansonsten rechtliche Konsequenzen zu fürchten. Zusätzlich muss der Vermieter Hunde erlauben. Allerdings gibt es mittlerweile sogar Firmen, die sich auf Mieter mit Hunden spezialisiert haben und dementsprechend auch für Hunde ausgerüstet sind zum Beispiel mit einer großen Transportbox.

Eine andere Option zum Auto fahren bietet die Bahn. Doch auch hier gibt es Bestimmungen für den Vierbeiner, über die man sich von Anfang an informieren sollte. Die Deutsche Bahn erlaubt einen kleinen Hund in etwa der Größe einer Katze kostenlos in einer Transportbox mitzunehmen. Ist der Hund größer muss er nicht nur Leine und Maulkorb tragen, sondern auch meistens den halben Ticketpreis eines Erwachsenen zahlen. Diese Tickets können im Reisebüro oder am Automaten der Deutschen Bahn gekauft werden. Für das Länder- und Schönes-Wochenende Ticket wird sogar der volle Preis für den Hund gezahlt. Der Vierbeiner sollte früh genug an den Maulkorb und das Bahnfahren gewöhnt werden. Etwa mit kürzeren Bus- und Bahnfahrten. Die Bestimmungen können bei anderen Bahngesellschaften natürlich variieren.

Ist das Reiseziel zu weit für eine Fahrt entfernt, gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Hund zu fliegen. Dennoch: Nicht jede Airline erlaubt Hunde und nicht jede Hunderasse sollte aus gesundheitlichen Gründen fliegen. Über die Auflagen der Airline kann man vorher auf der Website recherchieren und die Flugtauglichkeit des Hundes im Zweifelsfall mit dem Tierarzt abklären. Die Fluggesellschaft sollte früh genug über die Mitnahme des Hundes informiert werden. Je nach Fluglinie dürfen kleinere Hunde in einer Transportbox bei den Passagieren mitfliegen. Größere Hunde fliegen ebenfalls in einer Transportbox – aber im Frachtraum. Diese Transportbox sollte für Flugreisen konzipiert sein. Also wasserdicht, ausbruchssicher, stabil und luftdurchlässig. Zudem sollten Wasser, Futter und Spielzeug für den Liebling vorhanden sein. Die Box wird mit dem eigenem Namen und Adresse sowie mit dem Namen des Hundes versehen. Auch eine Kopie der Transportpapiere, des EU-Heimtierausweises und der Einfuhrpapiere sollte mitgeführt werden. Ein Flug bedeutet viel Stress für den Hund und sollte dementsprechend wohl überlegt sein.

Welche Papiere benötige ich?

Für Reisen innerhalb Deutschlands reicht der normale kostenlose Impfpass aus. Doch möchte man mit seinem Hund, Katze oder sogar Frettchen in ein anderes Land fahren, ist man verpflichtet einen EU-Heimtierausweis für seinen Begleiter mitzuführen. Dieser wird vom Tierarzt ausgestellt und kostet meist zwischen 7,50 und 15 Euro.

Der EU-Heimtierausweis soll die Ein- und Ausreise der Vierbeiner erleichtern und auch die Ausrottung von Tollwut weiter vorantreiben. Tollwut gehört zu den wichtigsten Impfungen. Viele Länder sind bereits tollwutfrei. Besonders wichtig ist jedoch die Gültigkeitsdauer der Impfungen. Diese müssen in allen Ländern Europas nachgewiesen werden. Durchschnittlich müssen die Hunde circa 30 bis 20 Tage vor der Einreise gegen Tollwut geimpft werden. Der Ausweis dokumentiert nicht nur Impfungen, Untersuchungen und Parasitenbehandlungen, sondern auch Eckdaten des Hundes.
Name, Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum und besondere Merkmale des Hundes werden vermerkt sowie Kontaktinformationen des Hundehalters und des Tierarztes. Außerdem wird noch der alphanumerische Code des implantierten Chips oder der Tätowierung eingetragen.

Bestimmungen anderer Länder

Reist man mit den Fellnasen ins Ausland gilt es, sich zunächst über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes zu informieren. In allen Ländern Europas braucht der Hund den EU-Heimtierausweis mit den entsprechenden Informationen. In Island, Italien und Portugal wird sogar ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt benötigt. Dänemark und Frankreich gewähren beispielsweise einigen Hunderasse keine Einreisegenehmigung. Bevor der Urlaub ins Ausland startet, sollten die Einreisebestimmungen bekannt sein. Ansonsten kann der Hund unter anderem vom Zoll beschlagnahmt werden. -> Übersicht der Einreisebestimmungen

Wenn der Hund nicht mitgenommen werden kann…

Fehlt eine Gelegenheit die Lieblinge mitzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Hund sicher unterzubringen. Neben einer Aufnahme bei Familie und Freunden besteht die Möglichkeit den Vierbeiner in einer Hundepension, bei einem Tiersitter oder sogar in einem luxuriösen Hundehotel abzugeben. Die Preise unterscheiden sich mitunter stark. Jedoch ist wichtig, dass die Unterbringungsorte vorab selbst angesehen werden und vor Ort wiederum viel Wert auf ausreichenden Impfschutz gelegt wird. Eine neue Umgebung und neue Menschen bedeuten immer Stress für den Hund, bei der richtigen Auswahl des „Ersatzzuhauses“ sollte also umsichtig gehandelt werden.
Mit der richtigen Vorbereitung allerdings, gibt es nichts schöneres als einen tollen Urlaub mit tierischer Begleitung.
Zu den schönsten Reisezielen und Unterkünften für einen Urlaub mit Hund finden Sie zeitnah einen zusätzlichen Artikel hier im Magazin.

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