Hund im Urlaub

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Wohin mit dem Hund im Urlaub?

Lässt sich das Reiseziel nicht mit dem Hund vereinbaren – nicht verzagen! Es gibt einige Optionen den Hund wohl behütet unterzubringen. Letztendlich muss die passende Unterkunft unter den Angeboten für die individuellen Bedürfnisse und Eigenschaften des Hundes gefunden werden. Schema F gibt es nicht. Das Angebot ist groß und je nach Urlaubsort ist das „daheim lassen“ ein großer Gefallen für den Hund. Also, was tun?

Am einfachsten ist es natürlich, den Vierbeiner bei Freunden oder der Familie zu lassen. Am besten noch dort, wo der Umgang mit dem Hund nichts Neues ist und das Vertrauensverhältnis stimmt. Bei Herrchen und Frauen, aber vor allem beim Vierbeiner. Vertraute Gesichter und eine bekannte Umgebung verringern den Stressfaktor des Hundes. Denn fremde Eindrücke ohne das Herrchen an seiner Seite sind aufregend für die Gefährten.

Hundepension

Wenn es mit Familie und Freunden nicht klappt, ist eine der geläufigsten Urlaubsunterkünfte für den Hund die Hundepension. Hier werden die Hunde in größeren Gruppen gehalten und rund um die Uhr betreut. Dementsprechend sollte der Hund sozialverträglich sein. Durchschnittlich werden die Hundegruppen in großen Ausläufen mit Zwingern gehalten. Das Urlaubsrudel kann toben, spielen und dem Bewegungsdrang nachgehen. Im Internet können über die Suchfunktion schnell einige örtliche Hundepensionen gefunden werden. Eine Besichtigung vorab sollte möglich sein, um den richtigen Platz zu finden. Aufpassen, nahezu jede Hundepension verfügt über ihr eigenes Konzept. Deswegen lohnt es sich, mehrere Pensionen anzuschauen. Es gilt auf den geschulten Umgang der Mitarbeiter mit den Hunden zu achten.

Zudem sollte auf die Gesundheit und den ausreichenden Impfschutz aller Hunde Wert gelegt werden. Kommen viele Hunde zusammen, steigt das Risiko, Krankheiten zu übertragen. Ist die Gesundheit gewährleistet und das Bauchgefühl stimmt, wird der Vertrag abgeschlossen. Dieser sollte gründlich gelesen werden. Fragt bei allgemeinen Unklarheiten nach! Eine Hundepension ist günstiger als ein Hundehotel. Der durchschnittliche Pensionspreis liegt zwischen 15 und 25 Euro pro Tag. Er unterscheidet sich je nach Aufenthaltsdauer und Größe des Hundes.

Ein sozialverträglicher Hund, der sich in der Gruppe wohl fühlt und viel Auslauf genießt, kann in eigener Abwesenheit durchaus eine schöne Zeit in der Hundepension haben. Trotzdem ist eine neue Umgebung mit ungewohnter Lebenssituation erstmal eine Belastung. Eventuell lässt sich vorab ein Probetermin für den Hund vereinbaren, um seine Reaktion zu testen.

Hundehotel

Teuerer aber auch individueller. Das Prinzip des Hundehotels ähnelt dem einer Hundepension. Dennoch hat ein Hundehotel meistens weniger Kapazitäten, da mehr auf den einzelnen Hund eingegangen wird. In den meisten Hotels können sogar Einzelzimmer für die tierischen Gefährten gebucht werden. Falls der Vierbeiner nicht sozialverträglich ist, ist das Hundehotel durchaus eine Alternative wenn man die finanziellen Mittel hat. Die Ausläufe sind meist luxuriöser und gleichen eher Zimmern anstatt Zwingern. Zusätzlich gibt es meist noch Extras wie eine Hundeschule und einen Hundefriseur. Trotzdem sollten bei der Auswahl auch die Kriterien für die Auswahl der richtigen Hundepension beachtet werden. Stimmt das eigene Bauchgefühl, der Wohlfühlfaktor für den Hund, gibt es kompetente Mitarbeiter und den richtigen Gesundheitsschutz – steht dem Hundehotel nichts mehr in Weg.

Die Preise sind deutlich teurer und werden ab ca. 60 Euro pro Tag aufwärts erhoben. Sind die nötigen finanziellen Mittel kein Problem, bietet das Hundehotel einen luxuriösen Rundum-Service.

Hundesitter

 Hundesitter ist eine Tätigkeit, die eigentlich von jedem Menschen angeboten werden kann. Es schadet nicht, sich Referenzen durchzulesen und den Hundesitter vorab in Ruhe kennenzulernen. Der Hundesitter sollte genügend Kenntnisse im Umgang mit Hunden vorweisen können und zudem über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Der Hund kann entweder im eigenen Zuhause betreut werden. Vorteil auf den ersten Blick, der Hund wird wie gewohnt gefüttert, geht spazieren und wird bespaßt. Er bleibt in seiner vertrauten Umgebung. Jedoch wird er dort lange Zeit alleine sein und die Abwesenheit des Herrchens ist noch spürbarer. Außerdem hat eine fremde Person Zugriff auf die eigene Wohnung.

Andererseits kann der Hund beim Hundesitter einziehen und ist dort eventuell in Gesellschaft von anderen Hunden. Allerdings in deutlich niedrigerer Anzahl als bei einer Hundepension. Der Hund befindet sich in fremder Umgebung, was den Stressfaktor steigern kann. Doch er hat auch viel Gesellschaft und einen Alltag mit Menschen.

Ein Hundesitter ist eine günstige Alternative und bietet für durchschnittlich 10 – 20 Euro am Tag eine optimale Betreuung für den Vierbeiner. Ein Vorteil ist auch, dass er sich meistens nur um wenige Hunde kümmert und so viel Zeit hat auf den Gast einzugehen.

Tierschutzaktion „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“

Diese kostenlose Aktion für Urlauber oder Notsituationen wurde vom Deutschen Tierschutzbund ins Leben gerufen. Sie soll vermeiden, dass die Tiere in der Urlaubszeit oder bei einer temporären Notsituation wie im Krankheitsfall ausgesetzt werden. Hundefreunde kümmern sich gegenseitig unentgeltlich um die Vierbeiner. Man ist jedoch auch als Gegenleistung verpflichtet, selbst als Urlaubsvertretung die Haustiere anderer Mitglieder zu betreuen. Die örtlichen Tierschutzvereine können helfen bei der Vermittlung von Urlaubsplätzen und übernehmen auch die Koordination der Adressen. Dieses Jahr geht die Aktion in die 24. Runde und wird auch von den Marken Whiskas und Pedigree unterstützt.

Die Aktion gilt meist von März bis September, einige Tierschutzvereine bieten den Service aber auch ganzjährig an. Es sollte sich rechtzeitig um einen Platz bemüht werden. Außerdem ist die betreuende Person unbekannt, der der Hund anvertraut wird. Beide Parteien unterschreiben jedoch einen Vertrag. Ein ausreichender Impfschutz ist Pflicht. Allerdings kann der Betreuer nicht für Schäden oder Erkrankungen des Hundes haftbar gemacht werden.

Weitere Informationen sowie ein Urlaubs-Telefon unter (https://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/heimtiere/urlaubs-hilfe/)

Es gibt also viele Möglichkeiten, die beste Urlaubsbetreuung für den Hund zu finden. Ob jetzt in einer Hundepension, einem Hundehotel oder bei einem Hundesitter – Hauptsache dem Vierbeiner geht es richtig gut. Dann lässt es sich auch guten Gewissens in den Urlaub fahren und die Vorfreude auf das Wiedersehen ist noch schöner.

Zugegeben, Fernreisen sind toll, aber Urlaub mit dem Hund ist auch immer wieder schön. Für den Urlaub mit dem Vierbeiner, haben wir tolle Tipps und Reiseziele.

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