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Übergewicht bei Hunden: Ursachen bekämpfen und gesund abspecken

Wenn ein Hund zu viel Gewicht auf die Waage bringt, wirkt sich das nicht nur auf seine Beweglichkeit aus. Auch die Lebensfreude und die Gesundheit leiden unter den Speckröllchen. Dabei ist es gar nicht so schwer, dem Übergewicht bei Hunden den Kampf anzusagen und dem Haustier zur Traumfigur zu verhelfen.

Snacks und falsches Futter – häufige Ursachen für Übergewicht bei Hunden

Als Belohnung, Beweis der Zuneigung oder um den Abschied zu erleichtern – Leckerchen sitzen bei den meisten Hundehaltern locker. Gerät das “Naschen“ jedoch außer Kontrolle, kann es zum Problem werden: Der Hund nimmt über sein Futter mehr Energie auf als er verbraucht. Der Organismus speichert die überschüssige Energie dann in den Fettzellen zwischen. Bleiben diese Reserven länger unangetastet, füllen sich die Fettzellen nach und nach und es entstehen neue – der Hund wird dick.

Rassen, die zu Übergewicht neigen

Einige Rassen haben eine ausgeprägtere Schwäche für Leckereien als andere. Zu den Hunderassen, die gern einmal die Wurst vom Teller stibitzen oder den Futternapf vom Hundekumpel leerräumen, gehören:

  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Cocker Spaniel
  • Beagle
  • Cain Terrier

Neben dem „Snacken“ kann auch zu viel, zu energiereiches oder qualitativ minderwertiges Futter für anschwellende Fettpölsterchen verantwortlich sein. Die genetische Veranlagung, fortgeschrittenes Alter, Kastration und verschiedene Erkrankungen begünstigen ebenfalls eine schnelle Gewichtszunahme.

Unterschiede beim Energiebedarf

Der stärkste Gegner von Fettzellen ist die Bewegung. Körperliche Aktivität fordert die Muskeln und diese verbrennen bei ihrer Arbeit jede Menge Energie. Hunde, die sich regelmäßig anstrengen, benötigen deshalb eine energiereichere Ernährung, als Hunde, die ihren Tag im Bummel-Modus verbringen. Daneben beeinflusst auch das Alter den Energiebedarf. Befindet sich ein Welpe oder ein Junghund noch in der Wachstumsphase und erkundet mit Feuereifer die Welt, verheizt er dabei jede Menge Energie. Der Stoffwechsel eines Hundeseniors arbeitet hingegen nicht mehr so rege und auch der Bewegungsdrang lässt mit fortschreitendem Alter nach. Er braucht energieärmeres Futter.

Gewichts-Check: So finden Sie heraus, ob Ihr Hund zu dick ist

Hunde setzen Fettdepots zuerst am Bauch und an den Hüften an. Auch eine Fettansammlung am Schwanzansatz ist ein erstes Warnzeichen. An diesen Bereichen des Körpers können Sie den Gewichts-Check machen: Schauen Sie sich Ihren Hund von oben an. Ist seine Taille gut sichtbar? Ist dies nicht der Fall, haben sich bereits Fettzellen gebildet (bei Rassen mit dichtem Unterfell ist dieser Test schwierig durchzuführen). Zudem sollten Sie mit locker aufgelegten Händen durch eine dünne Fettschicht hindurch die Rippen Ihres Hundes spüren. Erfühlen Sie hier eine dickere Fettschicht, sollten Sie sein Gewicht beim Tierarzt kontrollieren lassen. Bei Bedarf entwirft dieser einen Diät- und Bewegungsplan, damit Ihr Vierbeiner auf gesunde Weise abspeckt.

Wann spricht man von Übergewicht?

Liegt das Gewicht eines Hundes zehn Prozent über seinem Idealgewicht, sollten Herrchen und Frauchen ihr Fütterungsverhalten kritisch überprüfen. Bei einem Gewicht, das das Idealgewicht um über 20 Prozent übersteigt, spricht man von krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas). Zu den typischen Symptomen des Krankheitsbildes zählen:

  • schlechte Kondition
  • Schwerfälligkeit
  • Atemnot (schnarchen, hecheln, schnaufen)
  • Bewegungsunlust
  • übersteigertes Schlafbedürfnis

Folgen für die Gesundheit

Übergewicht ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Vor allem die Bewegungsfreude und die Gesundheit leiden unter dem übermäßigen Gewicht. Zu den klassischen Beschwerden adipöser Hunde gehören Gelenkerkrankungen, Bluthochdruck, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes mellitus sowie Herz- und Hauterkrankungen.

Fazit

Fettpölsterchen beeinflussen die Lebensqualität eines Hundes drastisch. Wer das Gewicht des eigenen Vierbeiners kennt und rechtzeitig gegensteuert, hält ihn gesund und vital – die idealen Voraussetzungen für ein langes und glückliches Hundeleben.

 

Bildquelle: Pexels

 

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