Günstig tanken

Benzinpreise im In- und Ausland: So tanken Sie günstig

Autofahrer, die nicht gerade ein Fahrzeug mit Elektro- oder Erdgas-Antrieb besitzen, kennen das Problem: Immer dann, wenn die Tanknadel sich gerade dem roten Bereich nähert, sind die Benzin- und Dieselpreise am höchsten. Zumindest in der subjektiven Wahrnehmung. Das liegt in erster Linie daran, dass in Deutschland die Kraftstoffpreise ständig schwanken. So kann es passieren, dass man morgens um 7 Uhr an Tankstelle A vorbeifährt und der Liter Super E 10 dort 1,60 Euro kostet. Eine Straße weiter bei Tankstelle B zeigt die Preistafel dagegen nur 1,52 Euro an.

Die Preise variieren allerdings nicht nur zwischen den unterschiedlichen Tankstellenbetreibern. Auch abhängig von der Uhrzeit, der Lage und des Wochentags kommt es zu teils enormen Unterschieden. Wir haben die wichtigsten Regeln für preisbewusstes Tanken für Sie zusammengestellt.

Die goldene Regel beim Tanken: Abends ist Kraftstoff am günstigsten

Auf den ersten Blick wirkt die Preisgestaltung an Deutschlands Tankstellen ziemlich willkürlich. Behält man allerdings über einen längeren Zeitraum die Preisentwicklung an unterschiedlichen Tankstellen im Blick, zeichnen sich bestimmte Muster ab:

  • am frühen Morgen (bis 7 Uhr) sind die Kraftstoffpreise am höchsten, bevor sie im Tagesverlauf langsam fallen.
  • der Tiefpunkt wird etwa gegen 18 Uhr erreicht, dann tankt man deutschlandweit am günstigsten.
  • ab etwa 19 Uhr ziehen die Spritpreise wieder an, bevor sie um 21 Uhr ihren Höchstpunkt erreichen.
  • auf diesem Niveau verharren die Preise dann auch bis am nächsten Tag um 7 Uhr, wenn das Spiel von neuem beginnt.

Die Logik hinter diesen Veränderungen ist vergleichsweise simpel: Zwischen 21 Uhr und 7 Uhr sind viele Tankstellen geschlossen. Die wenigen, die noch offen haben, können die Preise aufgrund der veränderten Wettbewerbssituation „diktieren“. Dem Autofahrer mit leerem Tank bleibt in den Nachtstunden ohnehin keine andere Wahl. Ab 7 Uhr öffnen dann auch kleinere und vor allem freie Tankstellen wieder ihre Türen. Der Wettbewerb steigt, die Preise fallen.

Wenn Sie sich selbst ein Bild davon machen möchten, nutzen Sie einfach eines der zahlreichen Vergleichsportale und deren Apps, die Ihnen stets die aktuellen Preise der Tankstellen in Ihrer Nähe anzeigen. Möglich werden solche Vergleiche übrigens durch die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), die es seit Ende 2013 gibt. Seither sind Betreiber öffentlicher Tankstellen verpflichtet, Änderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E 5, Super E 10 und Diesel spätestens fünf Minuten nach der Änderung an die MTS-K zu melden.

Weitere Tipps zum günstigen Tanken im Inland:

  • freie Tankstellen sind in den meisten Fällen ganztägig ein paar Cent günstiger als die Filialen der Mineralölriesen.
  • Autobahntankstellen haben mit Abstand die höchsten Preise, die mitunter 20 bis 30 Cent über dem Durchschnitt liegen. Aus diesem Grund kann es sich lohnen, zum Tanken die Autobahn kurzfristig zu verlassen und im nächsten Dorf den Tank aufzufüllen.

Tanken im Ausland: Informieren Sie sich vorab über Preise und Bezeichnungen

Wer mit dem Auto ins Ausland reist, sollte sich vorab nicht nur mit den jeweiligen Verkehrsregeln vertraut machen, sondern auch mit dem Tanken. So kann es zum Beispiel Sinn machen, den Tank zu füllen, bevor man in die Niederlande fährt. Dort kostet der Liter Super im Schnitt nämlich 1,78 Euro (Stand Sommer 2018), während man in Deutschland nur 1,52 Euro bezahlt. Anders sieht es bei einer Reise nach Polen aus, denn dort tankt man mit 1,18 für den Liter Super europaweit am günstigsten. Fährt man in die Schweiz, spart man zwar beim Benzin, dafür liegt der Liter Diesel bei 1,51 Euro (Deutschland: 1,29 Euro). Eine gute Übersicht liefert z.B. die ADAC-Website.

Aber nicht nur über die Preise sollte man sich informieren, sondern auch über die Bezeichnungen. In Spanien tankt man „Gasolina“ (Benzin) und „Gasóleo“ (Diesel), in Frankreich „sans plomb“ und „Gasoil“ und in Polen „Benzina“ und „Motorina“. Und noch etwas: Nicht überall bezahlt man erst nach dem Tanken. In Frankreich etwa muss man an vielen Tankstellen die Zapfsäule vorab mit seiner Kreditkarte freischalten. Erst danach kann getankt werden.

Aus den genannten Gründen lohnt es sich, vorab Informationen einzuholen und dadurch unerfreulichen Erlebnissen im Urlaub vorzubeugen.

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