Fellwechsel bei Pferden: Tipps für die haarige Zeit

Pferde legen sich beim Übergang vom Sommer zum Herbst einen dicken Pelz zu. Der Fellwechsel kostet den Körper nicht nur enorme Kraft, er verbraucht auch jede Menge Nährstoffe. Mit diesen Tipps können Sie Ihrem Vierbeiner die anstrengende Zeit erleichtern.

Sobald im September die Tage wieder deutlich kürzer werden, beginnt bei Pferden der sichtbare Fellwechsel. Nun stößt der Körper das feine Sommerhaar ab und schiebt das dichte, wärmende Winterfell nach. Auf diese Weise rüstet sich der Organismus gegen die feuchte Kälte der bevorstehenden Jahreszeit. Gesunde Pferde stecken die kräftezehrende Übergangszeit problemlos weg. Bei alten, chronisch kranken oder auch schwerfuttrigen Pferden kann der Fellwechsel jedoch zum Problem werden.

Fellwechsel: Vom leichten Sommerkleid zum plüschigen Winterpelz

Ein nagelneues Fellkleid aus Unterwolle und Deckhaar zu stricken, strengt den Körper mächtig an. Der Stoffwechsel muss jetzt auf Hochtouren laufen, damit er das Arbeitspensum bewältigt. Um neue Haare zu bilden und alte abzustoßen, bedient sich der Körper großzügig an den Energie- und Nährstoffdepots. Kann er hier aus dem Vollen schöpfen, zeigt das Pferd in der Regel keine Zeichen der Erschöpfung. Wenn die Vorratskammern aber nur unzureichend gefüllt waren, sind sie schnell leergeräumt. Infolgedessen kann ein Nährstoffmangel entstehen, der das Immunsystem schwächt. Dann sind die Einfallstore für Viren, Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen weit geöffnet und es kommt schneller zu Infektionen.

Zu den typischen Beeinträchtigungen während des Fellwechsels zählen:

  • Schlappheit
  • Leistungsabfall
  • Bewegungsunlust
  • Gewichtsverlust
  • Husten / Erkältung
  • Hautallergien und -irritationen
  • stumpfes Fell
  • Mauke
  • Schuppenbildung
  • Verdauungsstörungen

Mit gezielter Hilfe können Sie das Immunsystem Ihres Pferdes stärken und so Erkrankungen vorbeugen.

Wichtige Nährstoffe als Kraftspender

Eine gezielte Nahrungsergänzung füllt die aufgezehrten Nährstoffdepots geschwächter Pferde wieder auf und gibt ihnen neue Kraft. Manchmal reicht es bereits aus, die Futterration zu erhöhen. In vielen Fällen ist eine Zufütterung von speziellen Vitaminen, Proteinen, Mineralien und Spurenelementen empfehlenswert. Zu den Nährstoffen, die am Aufbau neuer Haare, der Verdauung oder auch der Hautdurchblutung beteiligt sind, zählen:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink
  • Magnesium
  • Schwefel
  • Silizium
  • Vitamin E
  • Biotin
  • Selen
  • Folsäure
  • Kupfer
  • Mangan

Viele Mineralstoffkombinationen gibt es bereits als fertige Mischung zu kaufen. Auch Mash, Pferdehanf und Leinöl sind beliebte Mittel, um den kränkelnden Vierbeiner beim Fellwechsel zu unterstützen. Bevor Sie sich mit Zusatzfutter eindecken, sollten Sie jedoch vom Tierarzt abklären lassen, ob Ihr Pferd tatsächlich unter einem Nährstoffmangel leidet. Er empfiehlt Ihnen anhand der Untersuchungsergebnisse ein Zusatzfutter, das genau auf die Bedürfnisse Ihres Pferdes abgestimmt ist.

Massageeinheit für eine gut durchblutete Haut

Neben einer bedarfsgerechten Fütterung helfen Sie Ihrem Pferd auch durch intensives Putzen beim Haarwechsel. Massageeinheiten mit dem Gumminoppen-Handschuh oder dem Massagestriegel kurbeln die Durchblutung der Haut an und verbessern den Nährstofffluss zu den Haarwurzeln. Gleichzeitig entfernen Sie durch das sanfte Schrubben abgestorbene Haare und Hautschuppen. So kann Ihr Pferd die neuen Haare problemlos nachschieben und sich rechtzeitig vor den ersten kalten Herbstnächten einen dichten Winterplüsch zulegen.

 

Bildquelle: Pixabay

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