Knobelaufgaben und Bewegung für einen fröhlichen Hundealltag

Den meisten Hunden reicht es nicht aus, dreimal am Tag dieselbe Gassi-Runde zu drehen und den Rest des Tages im Körbchen zu faulenzen. Sie wollen gefordert werden – körperlich und geistig. Mit diesen Tipps rund um das Thema „Beschäftigung für Hunde“ bringen Sie spielerisch Spannung in den Alltag Ihres Vierbeiners.

Auswirkungen einer dauerhaften Unterforderung

Beschäftigung ist für Hunde ein grundlegendes Bedürfnis. Nur ein ausgelasteter Hund ist zufrieden und ausgeglichen. Denn: Unsere Vierbeiner bauen inneren Druck beim Spiel, durch Bewegung und Konzentration ab. Reichen Bewegung und geistige Herausforderung nicht aus, steigt der Stresspegel und der Hund sucht sich auf eigene Faust ein Ventil. Häufig entwickeln diese Tiere stressbedingte Verhaltensauffälligkeiten wie dem Nachjagen der eigenen Rute, Zerstörungswut oder permanentes Pfötchenknabbern. Auch Aggressionen, übermäßiges Bellen oder Lethargie können Folgen einer anhaltenden Unterforderung sein. Doch womit beschäftigt man den eigenen Hund am besten?

Aktivität: Gemeinsam Neues erkunden und die Bindung stärken

Theoretisch ist es nicht schwer zu erkennen, womit sich ein Hund gern beschäftigt. Sie müssen lediglich herausfinden, bei welchen Unternehmungen er mit Begeisterung bei der Sache ist und welche Talente in ihm schlummern. Ist er eher der Sportler? Liebt er es, mit der Nase zu arbeiten und Dinge zu erschnüffeln? Oder reichen ihm kleinere Konzentrationsübungen während des gemeinsamen Spaziergangs bereits aus?

Verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung:

  • Bei speziellen Hunde-Sportarten wie Mantrailing, Wasserarbeit oder Fährtensuche fordern Sie die angeborenen Fähigkeiten Ihres Vierbeiners und beschäftigen ihn auf artgerechte Weise.
  • Das Herumtoben mit anderen Artgenossen auf der Hundewiese powert Ihren Vierbeiner aus und er kann soziale Kontakte knüpfen. Voraussetzung dafür ist, dass er soziale Kompetenz mitbringt. Andernfalls kann die Begegnung mit anderen Hunden zusätzlichen Stress auslösen.
  • Beim Erkunden neuer Spazierstrecken nimmt Ihr Hund jede Menge neue Reize wie andere Gerüche, unbekannte Untergründe und fremden Geräusche wahr.
  • Eine Balancierstrecke auf einem umgekippten Baumstamm, der Zickzack-Sprint durch raschelndes Herbstlaub oder das Suchen eines mit Leckerlis gefüllten Dummys bringen Action in den gemeinsamen Spaziergang.

Nasen- und Kopfarbeit: Mit Konzentration zum Lernerfolg

Wie bei uns Menschen sorgt ein Erfolgserlebnis auch bei Hunden für einen Glücksmoment. Der Hintergrund: Bei Lernerfolgen belohnt der Organismus sich selbst, indem er vermehrt das Glückshormon Dopamin freisetzt. Diese Wohlfühlaugenblicke können Sie Ihrem Hund schenken, indem Sie ihn vor lösbare Aufgaben stellen. Vielleicht verstecken Sie Käsestückchen im Haus und schicken Ihren Hund auf Schatzsuche oder animieren ihn auf andere Weise spielerisch, sein Köpfchen anzustrengen.

Damit sich statt des Glücksmomentes kein Frust einstellt, gilt es bei den Übungen ein paar einfache Dinge zu beachten:

  • Schätzen Sie das Potenzial Ihres Hundes realistisch ein. Ein sehr cleverer Hund langweilt sich schnell, wenn er zum wiederholten Male dieselbe Übung absolvieren soll. Er verweigert sich dann schnell und sucht sich eine andere Beschäftigung.
  • Andersherum ist es für einen moderat begabten Hund frustrierend, wenn er zu schwierige Aufgaben gestellt bekommt.
  • Ebenso wie im täglichen Zusammenleben gilt auch im gemeinsamen Spiel: Unterstützen Sie Ihren Hund, indem Sie erwünschtes Verhalten positiv verstärken, beispielsweise durch eine Kuscheleinheit, ein Leckerli und ein Lob.

Gesundheitlicher Aspekt von Bewegung und geistiger Beschäftigung

Der Gesundheit kommt ausgiebige Bewegung ebenfalls zugute. Die Verdauung wird angeregt, die Muskeln und das Herz-Kreislauf gestärkt. Gleichzeitig beugt regelmäßige körperliche Anstrengung das Ansetzen von Übergewicht (Interner Link Artikel Übergewicht?) vor. Wie intensiv die sportliche Belastung ausfallen darf, hängt jedoch maßgeblich vom Gesundheitszustand und Alter Ihres Hundes ab. Im Zweifel ziehen Sie am besten einen Tierarzt zu Rate.

Auch bei geistiger Anstrengung verbraucht der Körper jede Menge Energie, um konzentriert zu bleiben und Zusammenhänge zu erkennen. Lernerfolge und das Meistern einer kniffligen Situation stärken außerdem das Selbstvertrauen des Hundes und senken den Stresspegel. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt des intensiven Teamworks: Sie stärken bei Spiel und Spaß ganz nebenbei die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

 

 

Bildquelle: Pixabay

 

 

 

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