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Sicherheit für Hund und Halter in der Dunkelheit

Dunkelheit und Nebel erhöhen im Herbst das Unfallrisiko. Mit der richtigen Ausrüstung sorgen Sie für die Sicherheit von Ihrem Hund und sich selbst.

Im Herbst schlägt das Wetter häufig Kapriolen. Neben Stürmen, Regenschauern und Nebel macht sich auch die Dunkelheit langsam breit und die kann zur Gefahr für Hund und Halter werden. Während der Gassirunden in den finsteren Morgen- und Abendstunden kommt es nun vermehrt zu Verkehrsunfällen. Mit der richtigen Ausrüstung lassen sich diese in den meisten Fällen jedoch vermeiden. Die wichtigste Regel lautet jetzt: Wer in der Dunkelheit gesehen werden will, muss durch Lichteffekte auffallen.

Sicherheit für den Hund – So bringen Sie Licht ins Dunkle

Es gibt jede Menge Equipment, mit dem Sie dafür sorgen können, dass Ihr Hund im Straßenverkehr auffällt. Dazu zählen:

  • Leinen mit Reflektoren
  • Brustgeschirre mit Reflektoren
  • Westen mit Reflektoren
  • blinkende oder leuchtende Anhänger
  • Leuchthalsbänder
  • Leuchtgeschirre
  • Leuchtmäntel
  • Leuchtsticker für das Brustgeschirr

Das ideale Equipment wählen

Nicht jede Leuchtausrüstung eignet sich auch für jeden Hund. Langhaarige Rassen benötigen ein anderes Herbst-Equipment als ihre kurzhaarigen Artgenossen. Deswegen gilt es einige Fragen zu klären, bevor Sie Ihren Hund herbstgerecht ausstatten.

  1. Licht oder Reflektoren?
    In der Dunkelheit fällt Ihr Vierbeiner auf zwei verschiedene Arten auf: durch Licht oder durch Reflektoren. Anders als die häufig verwendeten selbstleuchtenden LED-Lichter benötigen Reflektoren in den meisten Fällen eine Lichtquelle, die sie zurückwerfen können. In Gebieten, in denen nur wenige künstliche Lichter vorhanden sind, beispielsweise in Wäldern, auf Feldern oder in dünn besiedelten Wohngebieten, erfüllen Reflektoren deshalb nur bedingt ihren Zweck. Ausnahmen bilden hier fluoreszierende Reflektoren. Diese laden sich während der hellen Tagesstunden oder unter Lampenlicht auf und leuchten über mehrere Stunden ohne Einfluss eines Gegenlichtes. Im Lichtkegel eines Autos sind hingegen Reflektoren besser zu erkennen. Besonders sicher ist Ihr Hund deswegen unterwegs, wenn er mit Licht und Reflektoren zur Gassirunde aufbricht.
  2. Großflächige Weste oder kleines Blinklicht?
    Hunde mit längerem Deckhaar benötigen eine großflächigere Ausrüstung als Hunde mit kurzem Fell. Denn langes Haar legt sich ruckzuck über Halsband oder Blinklicht und schluckt ihr Leuchten. Für Langhaarrassen wie Tibet-Terrier, Afghanischen Windhund oder Bearded Collie eignen sich daher eher großflächig leuchtende Mäntel oder Westen. Das Licht von kleinen Leuchtanhängern reicht in der Regel auch bei kurzhaarigen Hunderassen nicht als einzige Lichtquelle aus. In Kombination mit anderer Sicherheitsausrüstung verbessert es jedoch die Sichtbarkeit Ihres Hundes in der Dunkelheit.

Outdoor-Outfit für Herrchen und Frauchen

Nicht nur der unternehmungslustige Vierbeiner sollte bei den Gassirunden sicher unterwegs sein. Auch als Hundehalter können Sie Ihr Unfallrisiko mit wenig Aufwand minimieren.

  • Wählen Sie statt dunkler Kleidung lieber helle.
  • Legen Sie ein reflektierendes Armband oder eine reflektierende Weste an. Viele Kleidungsstücke wie Jacken und Schuhe sind häufig ebenfalls mit reflektierenden Streifen oder Emblemen ausgestattet.
  • Stirn- oder Taschenlampen erhellen den Fußweg und können Unfälle verhindern.

Tipp: Eine Laufgürteltasche mit reflektierenden Streifen ist besonders praktisch. Sie stört nicht beim Gehen und sorgt dafür, dass Sie im Straßenverkehr auffallen. Gleichzeitig bietet die Vordertasche Platz für Leckerlis, Taschenlampe, Hausschlüssel und Kotbeutel.

Verhaltenstipps für die Gassirunde im Dunkeln

In den Abendstunden begeben sich dämmerungsaktive Tiere auf Wanderschaft. Ob Rehe, Wildschweine oder Füchse, wenn einem jagdbegeisterten Hund der Wildduft in die Nase steigt, vergisst er schnell seine gute Erziehung. Ist der Jagdtrieb erst einmal geweckt und die Sinne auf Tunnelblick verengt, haben Herrchen oder Frauchen kaum eine Chance, die Verfolgungsjagd ihres Hundes zu stoppen. Innerhalb weniger Sekunden verschlucken ihn Nebel oder Dunkelheit. Deswegen sollten insbesondere Hunde mit Jagdinstinkt und sehr eigenständige Hunde während schlechter Sicht an der Leine geführt werden. Bei einem entsprechenden Umfeld kann das auch eine lange Schleppleine sein.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Der Abschluss einer Tierhaftpflicht-Versicherung ist für jeden Hundehalter sinnvoll. Verursacht Ihr Hund Personen- oder Sachschäden, schützt Sie diese vor den finanziellen Folgen.

 

Bildquelle: Pixabay

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