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Wissenswertes zur Förderung für Elektroautos im Jahr 2019

Über die Zukunft von Benzinern und Dieseln wird viel diskutiert. Fest steht allerdings schon jetzt, dass der Verbrennungsmotor kein Bestandteil der Future Mobility sein wird. Die Stunde der Elektroautos ist gekommen – das wird mit jedem weiteren Fahrverbot in einer deutschen Innenstadt deutlicher.

Verglichen mit Verbrennern stehen Elektroautos allerdings erst am Anfang ihrer Entwicklung. Die Auswahl an verfügbaren Fahrzeugmodellen ist gering – und im direkten Kostenvergleich schneiden Elektroautos fast immer schlechter ab, als Diesel oder Benziner.

Um dieses Ungleichgewicht zu beheben und der Elektromobilität in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen, setzt der Staat im Jahr 2019 gleich mehrere Anreize für den Umstieg.

Umweltbonus: Verlängerung der Kaufprämie für Elektroautos

Seit Anfang Juli 2016 gibt es in Deutschland den sogenannten Umweltbonus. Diese jeweils zur Hälfte vom Bund und der Autoindustrie finanzierte Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro ist dazu gedacht, den Absatz von Elektroautos anzukurbeln. Mehr als 300.000 Elektrofahrzeuge können auf diese Weise bezuschusst werden. Bis November 2018 gingen allerdings lediglich 87.884 Förderanträge ein.

55.368 der Anträge entfielen auf reine Batterieelektrofahrzeuge, 32.488 auf Plug-in-Hybride und immerhin 28 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Mehrheit der Antragsteller waren Unternehmen (48.588), von Privatpersonen gingen 37.709 Anträge ein. Bei den Herstellern der geförderten Autos belegen BMW und VW die ersten zwei Plätze. Betrachtet man dagegen die geförderten Modelle, führt der Renault ZOE die Statistik an, dicht gefolgt vom BMW i3. Alle Zahlen und Fakten auf einen Blick gibt’s hier.

Nüchtern betrachtet ist der Umweltbonus kein Erfolg. Denn obwohl die Kaufprämie inzwischen seit mehr als zwei Jahren existiert und (eigentlich) im Juni 2019 auslaufen soll, sind die Fördertöpfe noch prall gefüllt. Verwunderlich ist das nicht. Zu gering war bislang die Modellauswahl – und zu schlecht der Ausbau der Ladeinfrastruktur. All das ändert sich allerdings gerade. Allein in den vergangenen sechs Monaten wurde eine ganze Reihe neuer Elektroautos in unterschiedlichen Preisklasse vorgestellt. Parallel dazu wird allerorts kräftig in Ladestationen investiert.

Aus diesem Grund plant die Regierung, den Umweltbonus zu verlängern. Eine konkrete Entscheidung steht zwar noch aus, aber es gilt als nahezu sicher, dass die Kaufprämie für Elektroautos über das Jahr 2019 hinaus verlängert wird.

Das Elektroauto als Dienstwagen: Steuervorteile dank 0,5-Prozent-Regelung

Wesentlich vielversprechender, als der Umweltbonus, ist allerdings eine weitere Neuerung, die ab dem 01. Januar 2019 in Kraft tritt: die 0,5-Prozent-Regelung für Elektroautos als Dienstwagen.

Arbeitnehmer, die ihr Firmenfahrzeug privat nutzen, müssen derzeit jeden Monat ein Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Wer einen 50.000 Euro teuren Firmenwagen privat nutzt, muss somit monatlich 500 Euro versteuern. Handelt es sich bei dem Auto künftig allerdings um ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybriden, müssen nur noch 0,5 Prozent, im genannten Beispiel also 250 Euro als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Die 0,5-Prozent-Regelung gilt ausschließlich für Elektro- und Hybridfahrzeuge, die im Zeitraum vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Rückwirkend kann die Regelung nicht angewandt werden. Es lohnt sich also, mit der Anschaffung respektive Zulassung des elektrischen Firmenwagens noch bis Januar 2019 zu warten.

Vorerst profitieren von der 0,5-Prozent-Regelung zwar nur Fahrer von Firmenwagen. Langfristig werden die steigenden Neuzulassungen im Bereich der Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride aber auch positive Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt haben.

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