Brexit

Rund ums Auto » Brexit: Was ändert sich für Autofahrer?

Brexit: Was ändert sich für Autofahrer?

Der „British Exit“, kurz Brexit, sorgt seit nunmehr fast drei Jahren für täglich neue Schlagzeilen. Am 23. Juni 2016 stimmten in einem Referendum 51,89 Prozent der Wähler für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Damit war der Grundstein für ein politisches Hin und Her gelegt, das seinesgleichen sucht. Inzwischen ist klar, dass alles, was die Brexit-Befürworter den Wählern versprochen hatten, nur Schall und Rauch ist. Rückgängig lässt sich der Brexit aber auch nicht mehr machen. Oder doch? Die Meinungen der unterschiedlichen Lager gehen zum Teil weit auseinander.

Die Bürger der Europäischen Union stellen sich derweil die Frage, wie sich der Brexit auf Reisen nach Großbritannien auswirken wird. Wir haben uns auf die Suche nach Antworten begeben und verraten Ihnen, was sich insbesondere für Autofahrer ändern könnte.

Brexit: Das müssen Autofahrer wissen

Grundsätzlich gilt: Selbst wenn sich Großbritanniens Politiker endlich auf einen Brexit-Deal einigen können, werden noch für eine lange Zeit viele Fragen offen bleiben. Aus diesem Grund ist es unmöglich, genau vorherzusagen, was sich im Detail ändern wird. Dennoch gibt es einige Bereiche, in denen Autofahrer und natürlich auch Reisende im Allgemeinen mit Neuerungen zu rechnen haben:

  • Einreise: Da Großbritannien kein Mitglied des Schengener Abkommens ist, gab es auch bislang schon Grenzkontrollen. Daran ändert sich somit nichts. Bislang reichte allerdings bei der Einreise ein gültiger Personalausweis aus. Mit dem Brexit könnte über kurz oder lang eine Reisepass-Pflicht eingeführt werden.
  • Visum: Bislang braucht man für eine Reise nach Großbritannien kein Visum – und es gilt auch als unwahrscheinlich, dass man ein solches nach dem Brexit für eine normale Urlaubsreise benötigen wird. Dafür sind Touristen aus Europa für die Briten viel zu wichtig. Kurzaufenthalte bis zu 90 Tagen wären somit auch künftig ohne Visum möglich.
  • Führerschein: Derzeit werden in Großbritannien gültige nationale, internationale und EU-Führscheine anerkannt. Bislang sieht es so aus, als ob diese Regelung auch nach dem Brexit beibehalten wird. Verlegt man den Wohnsitz dauerhaft nach Großbritannien, kann der deutsche Führerschein nach drei Jahren in einen britischen umgetauscht werden.
  • Kfz-Versicherung: Bislang mussten Autofahrer bei der Einreise nach Großbritannien ihren Versicherungsschutz nicht nachweisen. Mit dem Brexit könnte sich das ändern. Dann wäre es zwingend notwendig, die „Grüne Karte“ (Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr) Ihrer Kfz-Versicherung mitzuführen. Sie dient als Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung und wird als solcher auch in vielen anderen Nicht-EU-Staaten akzeptiert. Als Basis dient ein internationales Abkommen.
  • Britische Automarken: Autos britischer Hersteller könnten durch den Brexit teurer werden, falls es zu Zöllen zwischen Großbritannien und der EU kommt. Selbiges gilt für Ersatzteile. Auch die Lieferzeiten könnten vom Brexit negativ beeinflusst werden.

Brexit – Rolls Royce

Welchen Einfluss hat der Brexit auf die Kfz-Versicherung?

Wenn der Brexit kommt, gibt es einige Punkte, die es bei einer Reise nach Großbritannien auch hinsichtlich Ihrer Kfz-Versicherung zu beachten gilt. Lesen hier weiter.

Die Geschichte des Brexit ist eine Geschichte voller Konjunktive. Noch ist nichts entschieden. Noch weiß niemand so recht, wohin die Reise geht. Falls der Brexit kommt, müssen sich deutsche Autofahrer und Reisende jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nur auf kleinere Unannehmlichkeiten und Veränderungen einstellen.

 

Bildquelle: Unsplash

Tags: