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Umweltbonus: So beantragt man die Kaufprämie für Elektroautos

Bereits seit Juli 2016 gibt es in Deutschland eine Kaufprämie für Elektroautos. 4.000 Euro bekommen seither all diejenigen, die sich für ein Elektroauto statt für einen Verbrenner entscheiden. Finanziert wird der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle offiziell als „Umweltbonus“ bezeichnete Zuschuss jeweils zur Hälfte vom Bund und der Autoindustrie.

Vor allem in der Anfangszeit stieß die Maßnahme zur Förderung der Elektromobilität jedoch kaum auf Resonanz. Bis Ende 2018 wurden noch nicht einmal 100.000 Anträge gestellt – und das obwohl der Umweltbonus als Kaufanreiz für mehr als 300.000 Elektrofahrzeuge dienen sollte. Die Gründe dafür sind vielfältig: Bislang waren Elektroautos vergleichsweise teuer. Gleichzeitig erachteten viele Bundesbürger die verfügbaren Reichweiten als zu gering – vor allem unter Berücksichtigung der in Deutschland noch schlecht ausgebauten Ladeinfrastruktur.

Das Jahr 2019 könnte in dieser Hinsicht jedoch die Wende bringen. Immer mehr Autohersteller nehmen vollelektrische Modelle in ihr Portfolio auf. Angefangen beim Peugeot 208-e, über den Elektro-SUV Audi e-tron bis hin zur vollelektrischen Mercedes V-Klasse (EQV) – die Elektrifizierung hält in alle Fahrzeugkategorien Einzug. Dieser (positive) Trend macht sich bereits jetzt in Form von steigenden Förderanträgen bemerkbar:

Umweltbonus

BEV (reines Elektroauto), PHEV (Plug-in-Hybrid), FCEV (Fahrzeug mit Brennstoffzelle).

Quelle: electrive.net

Für all diejenigen, die 2019 auch über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenken, stellt sich nun die Frage: Wie beantragt man überhaupt den Umweltbonus beim BAFA?

Umweltbonus beantragen: Das müssen Sie wissen

Die Rahmenbedingungen für den Umweltbonus sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle klar regelt. Förderfähig ist demnach „der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges“. Dazu zählt ein…

  • reines Batterieelektrofahrzeug (Bundesanteil am Umweltbonus 2.000 Euro)
  • von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) ((Bundesanteil am Umweltbonus 1.500 Euro)
  • Brennstoffzellenfahrzeug (Bundesanteil am Umweltbonus 2.000 Euro)

Weiterhin darf der Netto-Listenpreis des Basismodells 60.000 Euro netto nicht überschreiten und der Automobilhersteller muss dem Käufer mindestens den gleichen Anteil vom Netto-Listenpreis des Basismodells (BAFA Listenpreis) als Nachlass gewähren.

Renault Zoe Elektromobilität

Der Renault Zoe zählt zu den beliebtesten Elektroautos am Markt.

Während der Anteil des Automobilherstellers direkt vom Kaufpreis abgezogen oder als Leasing-Sonderzahlung verrechnet wird, muss die staatliche Förderung beantragt werden. Das ist einfach und komfortabel über dieses Online-Formular möglich.

Für die sogenannte „1. Stufe“ des Antrags benötigen Sie:

  • ausgefülltes Online-Formular
  • Kauf- oder Leasingvertrag (aus dem hervorgeht, dass der der Herstelleranteil am Umweltbonus vom Netto-Kaufpreis abgezogen wurde)
  • bei einem Leasing muss zusätzlich aufgezeigt werden, wie die Leasingrate mit und ohne BAFA-Förderung aussieht

Im Regelfall erhalten Sie alle notwendigen Unterlagen von dem Autohaus, bei dem Sie Ihr Elektroauto gekauft haben. Unter Umständen muss jedoch beim Leasing die Ratenübersicht bei der entsprechenden Bank explizit angefragt werden.

Und damit haben Sie die erste Hürde auf dem Weg zur Auszahlung der Förderung bereits genommen. Wenn die Unterlagen komplett waren und Sie alles richtig ausgefüllt haben, erhalten Sie innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen Ihren Zuwendungsbescheid.

Zuwendungsbescheid

Nun haben Sie zwar die Zusage, dass Ihnen die Fördermittel bewilligt wurden, aber noch kein Geld auf dem Konto. Es folgt die sogenannte „2. Stufe“, der Verwendungsnachweis. Dabei handelt es sich um ein weiteres Online-Formular, das Sie ausfüllen, unterschreiben und zusammen mit Kopien von…

  • Rechnung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Zulassungsbescheinigung Teil II

…unterschrieben an das BAFA zurücksenden müssen. Dort werden die Unterlagen geprüft. Sofern alles vollständig ist, wird im nächsten Schritt die Auszahlung der Förderung veranlasst. Dieser Vorgang dauert im Regelfall zwischen zwei und sechs Wochen.

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