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Insektenschutz für Ihr Pferd: Tipps rund um das große Krabbeln

Zwischen Mai und September surren wieder jede Menge Plagegeister durch die Luft. Insbesondere Kriebelmücken, Gnitzen, Stechmücken, Bremsen und Dasselfliegen haben es dann auf unsere Pferde abgesehen. Die hartnäckigen Insekten stechen auf der Weide zu und blasen während des Ausritts und der Arbeit auf dem Dressurviereck und Springplatz zum Angriff. Dabei lassen sie sich weder durch einen gezielten Schlag mit dem Schweif oder durch ein energisches Kopfschütteln beirren. Die ständigen Attacken kosten Pferd und Reiter nicht nur Nerven, einige Insekten können unsere Pferde auch krank machen.

Insekten als Krankheitsüberträger

Mücken, Bremsen und Fliegen steuern den Pferdekörper nicht zufällig an. Die einen laben sich an dem Blut der Tiere, die anderen löschen ihren Durst an deren Tränenflüssigkeit. Das ist lästig, mitunter auch schmerzhaft. Besonders unschön ist es jedoch, dass einige Insekten über ihren Speichel Krankheitserreger übertragen und Allergien auslösen können.

Bei anfälligen Pferde kann der Stich von Gnitzen, Stech- und Kriebelmücke das sogenannte „Sommerekzem“ – eine allergische Hautreaktion – auslösen. Fliegen können die Vierbeiner hingegen bei der Aufnahme von Tränenflüssigkeit mit Augenwürmern infizieren und eine Bindehautentzündung hervorrufen.

Besonders schmerzhaft ist der Stich der Pferdebremse. Nebst beachtlicher Hautschwellungen kann dieser auch zu einer EIA-Infektion (Equine infektiöse Anämie oder auch ansteckende Blutarmut) führen. In Deutschland kommt das jedoch bisher eher selten vor. Soweit muss es aber nicht kommen. Mit einem wirksamen Insektenschutz können Sie die gierigen Nervensägen von Ihrem Pferd fernhalten.

Wirksamer Schutz gegen die aufdringlichen Quälgeister

Damit die Insekten den Körper des Pferdes gar nicht erst mit ihrem Stechinstrument oder Saugrüssel erreichen, können Sie Ihr Pferd mit einer engmaschigen, dünnen Fliegendecke sowie mit einer gutsitzenden Fliegenmaske als Augen- und Ohrenschutz ausstatten. Auch chemische Insektenabwehrmittel, die sogenannten „Repellentien“, sind wirksame Waffen gegen die ungebetenen Gäste. Diese sind als Spray, Lotion oder auch als Roller erhältlich.

⇒ Durch eine gewissenhafte Stall- und Weidehygiene entfernen Sie Insektenbrutstätte regelmäßig und halten die Population klein.

Im Sommer ist es ebenfalls wichtig, Mähne und Schweif des Pferdes so wenig wie möglich zu kürzen. Sie dienen den Tieren als natürliche Insektenabwehr. Außerdem: Duschen Sie Ihren Vierbeiner ab, wenn dieser geschwitzt hat. Der Schweißgeruch lockt vor allem Bremsen an.

Eine Fliegenmaske hindert Fliegen daran, die Augenflüssigkeit des Pferdes zu trinken.

Der ideale Ort und die richtige Tageszeit

Wie aktiv Insekten sind, hängt nicht nur von der Tageszeit und der Witterung ab, sondern auch von der Umgebung. An windigen, kühlen Tagen sowie nachts nehmen sich Bremsen, Kriebelmücken und Co. eher mal eine Auszeit. Besonders lästig und zahlreich sind sie hingegen:

  • in unmittelbarer Nähe ihrer Brutgebiete wie Teiche, Tümpel und Sümpfe
  • an windstillen, feuchtheißen Tagen
  • an fließenden Gewässern
  • in der Mittags- und Nachmittagshitze, aber auch in der Dämmerung und am Vormittag

Durch das Wälzen legen sich Pferde eine Schutzschicht aus Staub oder Schlamm zu, die Insekten nur schwer durchdringen können.

Mit einem bewussten Weidemanagement, einigen Sprühern eines Repellents sowie einem gut sitzenden Sommer-Outfit schützen Sie Ihr Pferd gegen nervige Insekten. Dann findet ihr Vierbeiner wieder die Ruhe, um Krauleinheiten mit dem besten Kumpel auszutauschen, gemütlich Gras zu knabbern oder übermütig über die Weide zu toben.

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Bildquelle: Pixabay

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