13 Tipps für Auto Spiele mit Kindern

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Kinder, Autofahrten & Spiele – der schönste Zeitvertreib im Auto

Endlich Ferien, endlich geht es in den Urlaub. Die Sachen sind gepackt und im Auto verstaut, los geht es! Doch die Vorfreude ebbt schnell ab, wenn Sie in den ersten Stau geraten und die Kinder anfangen zu quengeln. Jetzt ist guter Rat teuer – oder auch nicht. Mit unseren Autobahn-Spielen halten Sie Ihre Kinder und auch sich selbst bei Laune.

Eine lange Autofahrt in den Urlaub kann zur Belastungsprobe für die ganze Familie werden. Sätze wie „Wann sind wir endlich da?“ und „Mir ist langweilig“ lassen bei Ihnen die Alarmglocken klingeln. Wenn Sie jetzt auch noch in einen Stau geraten und sich die Fahrt noch mehr zieht, kann die Stimmung schnell bei allen auf den Nullpunkt sinken. Ein Plan muss her – oder viel mehr Autobahn-Spiele, die Spannung und Ablenkung bieten.

Spiele-Spaß für Groß und Klein

Die Spiele, die wir Ihnen vorstellen, sind zum großen Teil bekannt und möglicherweise haben Sie selbst schon diese Spiele in Ihrer Kindheit gespielt. Jetzt können Sie sie an Ihre Kinder weitergeben. Auch wenn Sie mittlerweile Vater oder Mutter sind, sind wir sicher, dass nicht nur Ihre Kinder, sondern auch Sie viel Spaß an den Autobahn-Spielen haben werden.

Hier sind also 13 Spieleanregungen für lange Autofahrten.

1.) Ich packe meinen Koffer … / Ich werfe in meine Mülltüte…

Ein Klassiker unter den Autobahn-Spielen, den vermutlich schon viele Eltern gespielt haben, als sie noch Kinder waren. Und so geht’s: Das Spiel geht reihum und jeder Satz beginnt mit „Ich packe meinen Koffer …“. Jeder Spieler muss, wenn er an der Reihe ist, einen neuen Gegenstand hinzupacken, zuvor aber alle bereits eingepackten Gegenstände in der richtigen Reihenfolge aufzählen. Wer einen Gegenstand vergisst oder in der falschen Reihenfolge aufzählt, ist raus. Gewonnen hat das Kind mit dem besten Gedächtnis.
Alternativ können Sie das Spiel auch umbenennen in „Ich werfe in meine Mülltüte …“. Den Kindern macht es Spaß, eklige Sache wie volle Windeln oder die unliebsamen Hausaufgaben in den Müll zu werfen und zu hören, was Mama und Papa wegwerfen würden.

Die Österreichischen Bundesbahnen haben zu diesem Spiel auch ein Erklärungsvideo veröffentlicht:

2.) Tiere raten mit 15 Fragen

Eine tierische Alternative zu „Was bin ich“: Ein Kind überlegt sich ein Tier, das die anderen Mitfahrer innerhalb von 15 Ja-Nein-Fragen erraten müssen. Zum Beispiel mit Fragen wie „Lebt das Tier im Wasser? Hat das Tier vier Beine?“ Wenn es mit den 15 Fragen zu einfach ist, erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad, indem zum Beispiel nur zehn Fragen erlaubt sind.

3.) Fahrkarten bitte!

Lange Autofahrten und Staus können zu einer Herausforderung werden. Damit Kinder die Dauer einer Reise einschätzen können, eignet sich folgendes Spiel bzw. folgende Methode: Vor oder zu Beginn der Abfahrt bekommen die Kinder von Ihnen einen Zettel mit aufgemalten Fahrkarten, die sich gut abreißen lassen. Nach einer bestimmten gefahrenen Strecke spielen Sie den Fahrkartenkontrolleur und fordern Ihre Kinder auf, die Fahrkarte vorzuzeigen. Die Kinder müssen nun von dem Zettel, den sie vor der Abfahrt erhalten haben, eine Fahrkarte abreißen und vorzeigen. Ein Nice-to-have: Für jede abgegebene Fahrkarte erhalten die Kinder eine kleine Überraschung, zum Beispiel einen Schokoriegel oder ein Pixi Buch.

Zur Vorbereitung: Prüfen Sie vor der Abfahrt, wie lang die Strecke zu Ihrem Zielort ist und entscheiden Sie dann, wann Sie die Fahrkarte von den Kindern einfordern wollen. Ob beispielsweise alle 50 oder alle 100 Kilometer, das ist Ihnen überlassen. Sagen Sie auch den Kindern, wie viele Kilometer Sie insgesamt fahren werden und nach wie viel gefahrenen Kilometern sie eine Fahrkarte sehen möchten. So bekommen die Kinder ein ungefähres Gefühl, wie weit sie schon gefahren sind und viel Strecke noch vor ihnen liegt.

4.) Onkel Otto sitzt in der Badewanne

Für dieses Spiel werden Blatt und Stift benötigt. Das Blatt sollte im Querformat benutzt werden, denn Platz zum Schreiben wird gebraucht. Ganz oben, sozusagen als erste Zeile, wird der Satz „Onkel Otto sitzt in der Badewanne“ geschrieben und dieser Satz wird als Tabelle formatiert.

Nun beginnt die erste Runde und jeder Mitspieler schreibt in die nächste Zeile unter „Onkel“ eine Verwandtschaftsbezeichnung. Nun wird das Blatt so geknickt, dass die erste Spalte nicht mehr zu sehen ist, dann reicht jeder Spieler sein Blatt an seinen Nebenmann. In der zweiten Spalte, also unter „Otto“, wird nun ein Name eingetragen. Dieser Bereich wird wieder so geknickt, dass er nicht mehr zu sehen ist und wieder reicht jeder das Blatt an seinen Nebenmann.

Dieses Prinzip wird so lange fortgeführt, bis der Satz vollständig ist. Nun darf jeder Mitspieler sein Blatt auffalten und die Sätze vorlesen, die dabei entstanden sind. Dadurch, dass niemand weiß, was der andere sich überlegt hat, können besonders witzige und skurrile Sätze entstehen.

Wer noch mehr will, kann den Satz auch ändern oder erweitern, etwa in „Onkel Otto sitzt in der Badewanne, um zu plantschen“, dann muss am Ende jeder Spieler noch einen Satzteil ergänzen.

5.) Märchenstunde mit Fehlern

Ebenfalls ein schöner Zeitvertreib bei einer langen Autofahrt: Eine Person ist der Märchenerzähler (es kann sich auch reihum abgewechselt werden) und erzählt ein bekanntes Märchen. Aber: Die Person baut Fehler ein. Zum Beispiel, dass Dornröschen nicht hundert Jahre schlief, sondern zweihundert. Oder dass die Prinzessin den Froschkönig nicht an die Wand warf, sondern aus dem Fenster. Schneewittchen lebte nicht bei sieben, sondern bei acht Zwergen. Wer die meisten Fehler in einem Märchen findet, der hat das Spiel gewonnen.

6.) Eigene Geschichten erzählen

Dies ist ein sehr witziges und kreatives Spiel für Autobahnen: Erzählen Sie gemeinsam Ihre eigenen Geschichten, in dem jeder reihum einen Satz hinzudichtet. Einer gibt den Einstiegssatz in die Geschichte vor, zum Beispiel „Es war einmal ein Zwerg, der Riese werden wollte.“ Der nächste Mitspieler erzählt den nächsten Satz der Geschichte und so weiter. So kommen witzige und unerwartete Wendungen in der Geschichte zustande und heitern die Stimmung während der langen Autofahrt definitiv auf.

7.) Das Detektiv-Spiel

Ein waches Auge ist gefragt! Ein Mitfahrer ist der Verdächtige, der von den anderen Mitfahrern (den Detektiven) eine Minute lang genau angesehen wird. Sie prägen sich im besten Fall jedes Detail des Verdächtigen ein. Nach der Minute müssen die Detektive die Augen schließen und der Verdächtige darf eine Sache an sich verändern. Er kann zum Beispiel eine Falte in den Pullover legen, die Socke über die Hose ziehen oder den Ärmel des Pullis leicht hochschieben. Dann dürfen die Detektive die Augen wieder öffnen. Der Detektiv, der die Veränderung am schnellsten erkennt, darf in der nächsten Runde der Verdächtige sein.

Bei diesem Spiel ist der Fahrer des Autos natürlich ausgeschlossen. Noch besser würde das Detektiv-Spiel auf einer Bahnfahrt funktionieren, wenn sich alle auf einem Vierersitz gut sehen können.

8.) A bis Z Spiel

Das ist ein Autobahn-Spiel, das stundenlang gespielt werden kann und immer wieder neue Kategorien gefunden werden.

Gemeinsam wird eine Kategorie festgelegt, innerhalb derer Begriffe alphabetisch und reihum genannt werden. Ist die Oberkategorie Tiere, nennt der erste Mitspieler ein Tier mit A, der zweite Mitspieler ein Tier mit B bis man bei Z angekommen ist. Dann wird eine neue Kategorie überlegt. Je nach Kategorie können schwere Buchstaben auch weggelassen werden.

9.) Autokennzeichen

Wenn man schon auf der Autobahn ist und entsprechend Autobahn- und Stau-Spiele spielt, dann ist es nur naheliegend mit Autokennzeichen zu spielen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie sie den Kindern mit Autokennzeichen die Langeweile vertreiben können.

  • Aus den Nummernschildern der vorbeifahrenden Autos Sätze bilden: Aus dem Kennzeichen HB-LK wird zum Beispiel Hubert backt leckeren Kuchen.
  • Autokennzeichen entdecken, aus denen sich Wörter ergeben.
  • Autokennzeichen Bingo: Jeder Mitspieler notiert sich ein Wort seiner Wahl auf einem Zettel. Achten Sie darauf, dass die Wörter der Mitspieler kurz sind und die gleiche Buchstabenzahl haben. Der Spielleiter nennt nun die mittleren Buchstaben vom Kennzeichen vorbeifahrender Autos. Jeder Buchstabe, der bei den Mitspielern notiert wurde, darf gestrichen werden. Wessen Wort zuerst durchgestrichen ist, der hat gewonnen.
  • Autokennzeichen der Stadt zuordnen: Das ist zugegeben schon die Variante für Fortgeschrittene. Aber versuchen Sie doch mal, Ihre Kinder die Autokennzeichen der jeweiligen Stadt zuordnen zu lassen. Halten Sie dafür auf jeden Fall eine Liste oder ein Smartphone bereit, wenn Sie es selbst nicht wissen.

10.) Wortschlange bilden

Ebenfalls ein Klassiker bei Autobahn-Spielen: Eine Wortschlange bilden oder Wörter aneinanderreihen. Ein Mitspieler nennt ein Wort, das aus zwei Hauptwörtern besteht, zum Beispiel Schneckentempo. Der nächste muss ein Wort finden, das mit Tempo anfängt, etwa Tempolimit. Jetzt muss ein weiterer Mitspieler ein Wort mit Limit finden.

Wenn kleinere Kinder im Auto sind, kann man auch eine abgewandelte Version spielen, zum Beispiel mit Tieren. Jemand nennt ein Tier, zum Beispiel Giraffe. Der nächste Mitspieler nennt ein Tier, das mit dem letzten Buchstaben des eben genannten Tieres beginnt, zum Beispiel Esel. Jetzt muss ein Tier folgen, das mit L beginnt und so weiter.

Auch hierzu gibt es von den Österreichischen Bundesbahnen ein nettes Erklärvideo:

11.) Lieblingsfarbe

Dies ist ein sehr kurzweiliges Spiel, eignet sich aber gut für Zwischendurch. Zu Beginn des Spiels nennt jeder seine Lieblingsfarbe und hält nach zehn Gegenständen oder Autos in dieser Farbe die Augen offen. Wer zuerst die Zehn voll hat, der hat gewonnen. Hier werden die Kinder allerdings auch schnell merken, dass ihre Lieblingsfarbe nicht immer die ist, die leicht zu finden ist.

12.) Überraschungspäckchen für die Kinder

Bereiten Sie zu Hause ein kleines Überraschungspäckchen für Ihre Kinder vor. Wenn Sie merken, dass die Stimmung im Auto sinkt, dann zaubern Sie dieses Päckchen hervor, das die Kinder auspacken dürfen. Im Päckchen enthalten sind zum Beispiel Süßigkeiten, Malutensilien oder Hörspiele. Damit machen Sie den Kindern nicht nur eine Riesenfreude für den Moment, sondern haben ihnen neue Beschäftigungsmöglichkeiten gegeben.

13.) Stadt Land Fluss

Auch Stadt Land Fluss gehört zu den Klassikern. Benötigt werden wie bei „Onkel Otto sitzt in der Badewanne“ ein Stift und ein Blatt Papier. In Tabellenform werden in der ersten Zeile die verschiedenen Kategorien aufgeführt. Neben Stadt, Land und Fluss können beliebige Kategorien hinzugenommen werden, zum Beispiel Tiere, Namen oder Berufe.

Nun muss ein Buchstabe gefunden werden, mit dem alle Kategorien gefüllt werden müssen. Dazu buchstabiert ein Kind still das Alphabet, ein anderes muss „Stopp“ rufen und der Buchstabe, der beim Hereinrufen gerade dran ist, wird auch für die erste Spielrunde genutzt.

Nun schreibt jeder für sich auf, was ihm einfällt und wer zuerst fertig ist, ruft „Stopp“. Dann tragen alle vor, welche Ergebnisse sie haben, gleichzeitig geht es auch an die Wertung der Begriffe. Wer der einzige ist, der überhaupt etwas zu einer Kategorie gefunden hat, bekommt 20 Punkte, wer einen Begriff für eine Kategorie gefunden hat, den kein anderer hat, erhält 10 Punkte und 5 Punkte gibt es für doppelt genannte Begriffe in einer Kategorie.

Ganz am Ende des Spiels, wenn mehrere Buchstaben durchgespielt wurden, werden alle Punkte zusammengezählt. Derjenige mit den meisten Punkten hat das Spiel gewonnen.

Alternative Autobahn-Spiele

Wenn Ihnen oder Ihren Kindern die Muße zum Nachdenken und Kreativsein fehlt, dann gibt es weitere Möglichkeiten, wie Sie sich die Zeit auf der Autobahn oder im Stau vertreiben können. Wenn Sie sie noch nicht haben, dann besorgen Sie sich Reisespiele. Dann können Sie „Mensch ärger dich nicht“ oder „Mühle“ in Miniatur-Magnetform spielen und müssen sich nicht sorgen, dass die Figuren durchs Auto purzeln. Auch gut geeignet für Reisen sind Reisequizze.

Im digitalen Zeitalter, in dem Kinder mit Smartphone und Tablets groß werden, sollten Sie auch daran denken, Filme mitzunehmen oder den Kindern besondere Apps für die Reise zu erlauben bzw. herunterzuladen. Sicher sollten die Kinder nicht unter digitalem Dauerbeschuss stehen, aber eine lange Autofahrt in den Urlaub ist schließlich so etwas wie ein Ausnahmezustand, in dem man auch im Zweifel auf besondere Maßnahmen zurückgreifen darf.

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