Top SUV - Skoda Karoq Kaufberatung

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Die Top SUV – Höhere Sitzposition, bessere Übersicht?

Die Top SUV, SUV und nochmal SUV! Sie sind überall: Vor dem Kindergarten, auf dem Supermarktparkplatz oder auf der linken Spur der Autobahn. Und sie sind auch hier, in unserer Kaufberatung. Die beliebtesten SUV Deutschlands lassen sich unter die Lupe nehmen – mit nicht immer positivem Resultat.

Doch für wen ist ein SUV eigentlich ein ideales Fahrzeug?

Glauben wir der Zielgruppen-Analyse, dann müsste quasi jeder ein SUV fahren. Von der Familie bis zum Sportler, vom rüstigen Rentner bis zum Fahranfänger. Von der Soccer-Mom bis zum Waldarbeiter und von dem Geschäftsführer bis zum Studenten. Der SUV-Boom läuft scheinbar immer noch uneingeschränkt weiter und es ist dederzeitig auch noch kein Ende in Sicht. Ein SUV eignet sich hervorragend für alle, die eine höhere Sitzposition schätzen und über etwas mehr Platz verfügen wollen. SUVs gibt es inzwischen in fast allen Preis- und Größenklassen, sprich hier sollte in der Tat jeder das geeignete Fahrzeug finden.

Die Top SUV – BMW X1 Kaufberatung

Chic, schicker, München heißt die Devise. Und dazu passen die SUV von BMW ganz hervorragend. Den Einstieg in diese Welt macht man mit dem BMW X1. War die erste Modellgeneration des BMW X1 in vielen Augen wirklich alles, nur kein Schönling, wirkt die Modellreihe F48 charmant und gefällig – und diesen inspizieren wir. Im Vergleich zur Konkurrenz bietet jener weniger Platz im Innenraum, der allerdings immer noch für durchschnittliche Große ausreicht. Das liegt unter anderem daran, dass seine Motoren vorn quer eingebaut sind und eine verschiebbare Rückbank installiert wurde.

Die Top SUV - BMW X1 Kaufberatung

Top SUV – BMW X1

Wie man es von der Marke mit dem Propeller im Emblem kennt, baut sie eine sportlich-dynamische Interpretation des Themas SUV. Das bedeutet eine straffe Federung sowie eine zielgenaue Lenkung. Sportfans müssen vor der sehr empfehlenswerten 8-Gang-Automatik nicht zurückschrecken – ganz im Gegenteil. Sie lässt sich an viele Motoren knüpfen und schaltet in allen Situationen gut. Passend dazu: Das Aggregate-Programm lässt nur wenige Wünsche offen. Vom 100 kW/136 PS starken Dreizylinder-Turbo bis hin zum 170 kW/231 PS starken Vierzylinder-Turbo ist alles dabei. Als Empfehlung bietet sich – kein Wunder – die goldene Mitte an: Sowohl der BMW X1 sDrive20i mit 141 kW/192 PS, als auch der xDrive20d mit 140 kW/190 PS sind echte Alleskönner.

Wo Licht, da auch Schatten: Die Materialien im Innenraum sind nicht gerade Premium. Außerdem zeigen die Sitzbezüge bei höheren Laufleistungen Ermüdungserscheinungen. Vorsicht ist obendrein beim Thema Rost geboten: Zwar kein Problem, doch kann sich schnell Laub an Stellen festsetzen, an die man kaum herankommt. Die Folge sind verstopfe Wasserabläufe und entsprechender Rost, wenn das Wasser nicht ablaufen kann. Ansonsten gilt der BMW X1 als robust, ausgereift und als echter Langläufer. Bei Neuwagenpreisen von gerne über 50.000 Euro, bleiben auch die Gebrauchtwagenpreise recht stabil. Den empfehlenswerten 2.0 Liter Turbo-Benziner gibt es mit weniger als 100.000 km ab etwa 28.000 Euro.

Die Top SUV – Mazda CX5 Kaufberatung

Der Mazda CX5 der aktuellen Generation ist seit 2017 in Deutschland erhältlich – also noch gar nicht so lange. Entsprechend wollen wir uns seinen Vorgänger, die erste Generation, genauer ansehen. Mit 4,55 m Außenlänge reiht er sich im typischen Kompakt-SUV-Segment ein und bietet vier Erwachsenen durchaus großzügige Platzverhältnisse. Diese reisen zudem sicher, da sich Mazda nicht lumpen lassen hat und das SUV für höchste Crashsicherheit konzipierte. Das wurde natürlich mit fünf von fünf Sternen beim Euro NCAP Crashtest honoriert.

Die Top SUV - Mazda CX5 Kaufberatung

Top SUV – Mazda CX5

Wer verreisen möchte, benötigt nicht nur viel Platz (Kofferraumvolumen von 503 bis 1.620 Liter), sondern auch genügend Leistung. Das findet man in der nicht sonderlich großen Motorenpalette. Es stehen zwei Benziner mit 2.0 und 2.5 Litern Hubraum und einem Leistungsoutput von 118kW/160 PS bis 141 kW/192 PS parat, die von einem 2.2 Liter Diesel in zwei Leistungsstufen – 110kW/150 PS und 129 kW/175 PS – ergänzt werden.

Ganz problemlos war die erste Generation nicht: Die zwischen 2011 und 2013 gebauten Diesel fielen oft durch defekte Nockenwellen auf, wurden von Mazda aber ohne Beanstandungen getauscht – was natürlich nur erkannt wurde, wenn das Fahrzeug zur turnusmäßigen Wartung beim Händler war. Wurde der Schaden erst spät erkannt, waren Turbolader-Schäden nicht selten die Folge. Doch auch hier regelte Mazda. Zudem zeigten sich häufiger defekte Dichtungen an den Common-Rail-Injektoren. Resultat: Rußklumpen, die entstehen konnten und so den Turbo- und/oder Motor zum Exitus führten. Aber auch hier zeigte sich Mazda äußerst kulant. Seit 2014 gibt es fast keine Beschwerden mehr, sodass die Japaner mit einer hohen Zufriedenheitsquote ihrer Werkstätten glänzen können. Wirklich unauffällig sind die Benziner, die Bremsen und Fahrwerke – ein Japaner, wie man ihn im Hinterkopf abgespeichert hat.

Die Gebrauchtwagenpreise für einen Benziner mit deutlich unter 100.000 km sind recht moderat und beginnen bei rund 18.500 Euro. Die Diesel starten bei etwa 17.000 Euro, aber erst seit dem Facelift im Jahr 2015 werden sie als Euro 6-Diesel eingestuft – aufpassen!

Die Top SUV – Skoda Karoq

Einer der jüngeren Vertreter im SUV-Segment ist der erst seit 2017 bei uns vorgestellte Skoda Karoq. Entsprechend dünn gesät ist der Gebrauchtwagenmarkt. Schauen wir uns den Tschechen also als Neuwagen an.

Die Basis bildet der Volkswagen Tiguan und gibt diese unter anderem an den Karoq und den Seat Ateca weiter. Zwar ist der Skoda Karoq mit 4,38m rund 10 cm kürzer als der Wolfsburger, geizt aber dennoch nicht mit Platz. Vier Erwachsene haben mehr als genug Bewegungsfreiheit. Der Kofferraum bietet rund 520 Liter und kann bei Bedarf, wenn man die optionale, verschiebbare Rücksitzbank mitbestellt hat, sehr variabel sein. Der Plattformbruder Seat Ateca bietet nahezu identische Abmessungen, ist – entgegen des Karoq – eher etwas dynamischer ausgelegt. Das tschechische SUV bevorzugt hingegen dem Komfort.

Top SUV - Skoda Karoq Kaufberatung

Top SUV – Skoda Karoq

Das Motorenpalette umfasst sechs Aggregate von 1.0 bis 2.0 Liter Hubraum und deckt damit die Leistungsspanne von 85 kW/115 PS bis 140 kW/190 PS ab. Die beste Wahl, sowohl bei den Benzinern, wie auch bei den Dieseln, ist die goldene Mitte mit je 110 kW/150 PS.

Preislich startet die Reise bei 24.290 Euro. Wer Allrad möchte, muss etwas mehr als 31.000 Euro in die Hand nehmen und zum 2.0 TDI greifen – mindestens. Dafür bekommt man aber eine gehobene Ausstattung. Nun, sogar die Basis ist schon gut ausgestattet. Das Ausstattungsniveau „Ambition“ bietet viel Nützliches, während „Style“ den Skoda Karoq vorwiegend hübscher macht.

Die Top SUV – Seat Ateca

Der Bruder des Skoda Karoq ist seit 2016 auf dem Markt und hört auf den Namen Seat Ateca. Er brachte Seat richtig in Schwung und mit der SUV- und guten Modellpolitik endlich in die schwarzen Zahlen. Der Ateca ist, wie erwähnt, etwas dynamischer, als sein Plattform- und Konzernbruder Skoda Karoq. Genau wie dieser, lässt der Seat Ateca bei der Sicherheit keine Punkte liegen und bringt aus dem Euro-Crashtest volle fünf Sterne mit. Natürlich sind auch die Platzverhältnisse auf dem Niveau des tschechischen Bruders – einzig die verschiebbare Rückbank ist nicht für den Seat Ateca erhältlich. Auch die Anmutung im Innenraum ist nicht ganz so hochwertig, macht dafür aber optisch etwas mehr her.
Anders als der Skoda Karoq bietet der spanische Bruder ein dezent breiteres Motorenband – es gibt exakt einen Motor mehr. Zusätzlich zu genau demselben Aufgebot des Tschechen, gibt es noch den Cupra Ateca, eine 221kW/300 PS starke und diabolisch sportliche Variante vom „normalen“ Ateca. Die Empfehlungen für den Durchschnittsgebrauch gehen beim spanischen SUV aber zum 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS oder zum gleichstarken 2.0 TDI.

Gebraucht sind ebenfalls noch nicht viele Seat Ateca erhältlich – mehr aber, als beim Karoq. Exemplare mit rund 25.000 km und guter Ausstattung lassen sich durchaus finden. Bei ihnen muss man mit rund 24.000 Euro als Startbasis rechnen.

Die Top SUV – Ford Kuga

Ein echtes Schnäppchen auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Ford Kuga der zweiten Generation, aber dazu mehr zum Ende dieses Abschnitts. Mit 4,52 m ist der Kölner etwas ausladender als die meisten seiner Mitstreiter. Nach vierjähriger Bauzeit, löste die aktuelle Generation, der Ford Kuga II, das erste Modell ab und ist bereits seit 2012 auf dem Markt. Das hat allerdings keine Auswirkungen auf seine Sicherheit: Wie jeder seiner Mitstreiter schnitt auch der Ford Kuga mit fünf von fünf Sternen beim Crashtest ab. Der Kölner gefällt mit einer guten Sitzposition, viel Platz für die Insassen und seinem knackigen Fahrwerk. Billig wirkende Kunststoffe und das nervig zu bedienende Infotainment bis zum Facelift 2016 stehen hingegen auf der Soll-Seite.

Die Top SUV - Ford Kuga Kaufberatung

Top SUV – Ford Kuga

Die Motorenpalette des Ford Kuga reicht von 1.5 bis 2.0 Liter Hubraum und erstreckt sich von 88 kW/120 PS bis 178 kW/242 PS. Durchaus dynamisch lässt sich bereits der 1.5 EcoBoost mit 110 kW/150 PS bewegen. Bei den Dieseln sollte man die 88kW/120 PS-Varianten beiseitelassen und sich den 110kW/150 PS starken 2.0 TDCI gönnen, der die Euro 6-Abgasnorm erfüllt.

Glänzen kann der Ford Kuga als Gebrauchter nur vermindert. Viele Kleine Mängel stören die sonst gute Bilanz. So sind Ausfälle durch gebrochene Schraubverbindungen am Verteilergetriebe zu verzeichnen – leider kein Einzelfall. Zudem sorgen verkokte Ansaugkanäle für Leistungsverlust. Hin und wieder streiken darüber hinaus die Automatikgetriebe. Interessant ist der hohe Zündkerzenverschleiß bei den Verbrennern. Und noch etwas: Die unterdurchschnittliche Lackqualität muss heutzutage ebenso wenig sein, wie Klappergeräusche im Innenraum. Beim Motorenkapitel zeichnen sich hingegen kaum Schwächen ab. Achtgeben sollte man bei den Dieseln: Erst die späteren Entwicklungsstände erfüllen die Euro 6-Abgasnorm.

Wie eingangs erwähnt, sind die Gebrauchtwagenpreisen in diesem Umfeld die zweitniedrigsten. Als 1.5 EcoBoost startet der Kuga bereits bei rund 16.000 Euro und hat dann wenig auf der Uhr. Laufleistungen von unter 50.000 km sind bei rund 16-17.000 Euro keine Seltenheit.

Die Top SUV – Mercedes-Benz GLC

Der ein oder andere mag sich noch an die Mercedes-Benz-Werbung erinnern: Der Ehemann kommt mit reichlich Verspätung nach Hause, seine Frau hat das Candle-Light-Dinner längst wieder abgebaut. Seine Erklärung? Er hätte eine Panne gehabt… Wusch, da bekam er eine Ohrfeige! Mit einem Mercedes-Benz (Typ W124) hat man keine Panne – schlechte Ausrede. Und der Mercedes-Benz GLC? Wie gut ist es um das Mittelklasse-SUV bestellt?

Die Top SUV - Mercedes GLC Kaufberatung

Top SUV – Mercedes-Benz GLC

 

Optisch gefällig, dem modernen Daimler-Straßenbild entsprechend, streckt sich der Schwabe auf 4,65 m und ist damit der Längste in diesem Bunde. Platz bietet er für vier Erwachsene genügend, gefällt darüber hinaus mit 550 bis 1.600 Litern Kofferraumvolumen. Zudem fühlt man sich wie in einer C-Klasse, was die Bedienung, aber auch die Sitzposition anbelangt. Mercedes-Benz C-Klasse All-Terrain, sozusagen. Die umständliche Bedienung über den Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole bekommt man ebenfalls. Erhabenen Fahrkomfort gibt´s natürlich auch – ein echter Mercedes.

Was erstaunt, ist das sehr große Aggregate-Programm des schwäbischen SUV. Es reicht vom 211 PS starken Basis-Benziner bis zum Mercedes-AMG GLC 63 S mit 375 kW/510 PS. Die Diesel decken die Spanne von 120 kW/163 PS bis zum Sechszylinder mit 190 kW/258 PS ab. Für den Alltag reichen die Basis-Motorisierungen vollkommen aus, beschleunigen sie in deutlich unter 10 Sekunden auf 100 km/h und sind immer über 200 km/h schnell. Interessant auch, dass alle Aggregate die Euro 6 Abgasnorm erfüllen.

Was stört? Wenig! Kratzempfindlicher Klavierlack im Innenraum zählt zu einer der Schattenseiten. Außerdem zeigen Modelle mit hoher Laufleistung oft verschlissene und abgewetzte Sitzpartien. Häufiger kommen tatsächlich defekte Touchpads vor. Und eines sollte Gebrauchtwagen-Interessenten bewusst sein: Das hohes Gewicht von mindestens 1,9 Tonnen bei den Dieseln setzt Reifen, Bremsen und weiteren Teilen zu.

Der Mercedes-Benz GLC wird nicht nur seinem Ruf als pannensicherer Schwabe gerecht, sondern auch dem des teuren Sterns – das SUV gilt als sehr wertstabil. Gebrauchte Einstiegsdiesel starten mit weniger als 100.000 km bei rund 28.000 Euro.

Die Top SUV – Nissan Qashqai Kaufberatung

Kommen wir zum letzten SUV in dieser Betrachtung – zum Nissan Qashqai. Er ist eines der besonders beliebten Modelle von Nissan – sozusagen eine tragende Säule. Und man kann gut verstehen, dass der Japaner in der Käufergunst weit oben steht. Das SUV sieht gut aus, ist in seinen Abmessungen mit 4,38 m noch kompakt und gefällt mit angenehmen Platzverhältnissen für die Passagiere. Obendrein ist er bereits als Neuwagen kein sündhaft teures Vergnügen. 430 Liter Kofferraumvolumen sind allerdings etwas wenig Basisvolumen. Obendrein ist die Rundumsicht nicht die beste – die Rückfahrkamera ist also empfehlenswert. Dafür zeigt sich der Nissan Qashqai von seiner sicheren Seite: Fünf Sterne gab es im Euro NCAP-Crashtest.

Die Top SUV - Nissan Qashqai Kaufberatung

Top SUV – Nissan Qashqai

Wirft man einen Blick auf die Antriebe, findet man Vierzylinder mit einem Leistungsspektrum von 85 kW/115 PS bis 120 kW/163 PS. Hier ist kein Antrieb dabei, der Bäume ausreißt. Eine Wanderdüne ist der Japaner aber auch nicht. Bereits der 1.2 Liter Vierzylinder Turbo, der als Basis dient, reicht für den Alltag aus. Obacht bei den Emissionsklassen: Nicht alles Nissan Qashqai sind nach Euro 6 eingestuft.

Was negativ auffällt, sind schnell verschleißende Türdichtungen. Ärgerlich sind Klarlackschäden an der Front. Erstaunlich obendrein, dass die Achsaufhängungen, Federn und Dämpfer rasch verschleißen. Auch die Handbremse und Bremsscheiben halten nicht lange – Umstände, die nicht sein müssen. Auffällig sind obendrein ölfeuchte Motoren und Getriebe.

Dafür sind die Preise für die zweite Generation des Nissan Qashqai erträglich. Gebrauchte bekommt man mit moderater Laufleistung ab etwa 12.000 Euro. Ab 15.000 Euro bekommt man sehr geringe Laufleistungen oder eine sehr reichhaltige Ausstattung.

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