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Ab aufs Paddock: Tipps für eine artgerechte Beschäftigung im grasfreien Auslauf

Saftiggrüne Weiden sind für Pferde ein kleines Paradies. Hier können sie sich austoben, dem besten Kumpel die Mähne kraulen und den ganzen Tag über gemütlich Gras rupfen. Doch nicht jedes Pferd kann die Vorzüge einer saftigen Wiese genießen. Einige Vierbeiner müssen sich stattdessen auf einem sandigen Außenplatz den Sommerwind um die Nüstern wehen lassen – dem Paddock. Aber für welche Pferde ist der Weidegang eigentlich tabu?

Diese Pferde müssen auf das Paddock

Ein kugelrunder Bauch oder die Diagnose „Rehe“ können für Pferde und Ponys das Aus für die Weidesaison bedeuten. Denn: Das andauernde Grasknabbern lässt den Hüftspeck weiter anschwellen und das Fruktan in den grünen Halmen begünstigt einen Reheschub. Eine gesundheitsschonende Alternative bietet dann das Paddock. Damit auf dem sandigen Auslauf so ganz ohne Fressspaß keine Langeweile aufkommt, können Sie Ihrem Vierbeiner verschiedene Spielzeuge zum Zeitvertreib anbieten. Auf diese Weise beugen sie auch ein weiteres Problem vor: Pferden, denen es an Außenreizen mangelt, suchen sich schnell auf eigene Faust Beschäftigungen – und die sind nicht immer wünschenswert.

Verhaltensstörung durch Langeweile

Zu den klassischen Verhaltensstörungen, die durch Langeweile entstehen können, gehört bei Pferden das sogenannte „Koppen“. Dabei erzeugen sie durch die Anspannung der unteren Halsmuskulatur immer wieder ein rülpsähnliches Geräusch. Viele setzen dazu die Zähne auf einen harten Gegenstand – beispielsweise einem Trog – auf (Aufsetzkopper), andere koppen frei (Freikopper).

Auch Weben fällt in die Kategorie der sogenannten „Stereotypien“, also zwanghaft wiederholten Verhaltensweisen. Ein Pferd webt, indem es immer wieder von einem Vorderbein auf das andere tritt und dabei den Kopf hin und her schwenkt. Doch aufgepasst: Nicht nur Langeweile, auch Stress kann dafür sorgen, dass sich ein Pferd das Weben angewöhnt.

Eine spannende Beschäftigung beugt der Entwicklung dieser zwanghaften Verhaltensweisen vor. Und diese zu finden, ist gar nicht so schwer. Sie müssen lediglich die Neugierde und die Fresslust Ihres Vierbeiners wecken.

Die beste Beschäftigung auf einem Paddock ist die mit anderen Artgenossen.

Spielzeuge für das Paddock

Ein großer Auslauf ist das ideale Spielfeld für vierbeinige Balljunkies. Mit der Schnauze oder den Hufen einen großen, strapazierfähigen Pferdekunststoffball über das Paddock zu schubsen, verschafft Abwechslung und sorgt für Bewegung. Scheuer- und Massagestreifen ermöglichen genüssliches Scheuern, wenn der Pelz gerade einmal wieder juckt; in einem großen Sandhügel können Pferde hingegen ausgiebig scharren und buddeln.

Was fehlt noch für einen herrlichen Pferdetag auf dem Paddock? Richtig, etwas zum Knabbern. Muss ein Vierbeiner auf seine schlanke Linie achten, bieten gut verträgliche Laub- oder Harthölzer – beispielsweise von Birken oder Pappeln – ein schmackhafter Zeitvertreib. Zudem liefern die Hölzer dem Organismus wertvolle Spurenelemente und unterstützen die Zahnpflege. Daneben eignen sich auch zuckerfreie Snack-Bälle, Leck- und Knabbersteine als kleine Köstlichkeit zwischendurch.

Das A und O für einen abwechslunsgreichen Tag auf dem Paddock sind jedoch: Artgenossen. Gegenseitiges Kraulen oder Foppen, gemeinsames Herumbuckeln oder Dösen vertreibt die Langeweile und macht einen Pferdealltag erst zu einem wunderbaren Pferdealltag.

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Bildquelle: Pixabay

 

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