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Matte bzw. blinde Scheinwerfer polieren – Tipps

Kunststoffscheinwerfer von Autos können nach einiger Zeit milchig werden. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern gefährdet auch die Fahrsicherheit. Denn dadurch wird die Leuchtkraft beeinträchtigt. Die Folge: Das Fahrzeug darf im Straßenverkehr nicht mehr geführt werden und bei der Hauptuntersuchung wird keine TÜV-Plakette ausgestellt. Deshalb versuchen viele Autofahrer, ihre Scheinwerfer durch Polieren aufzuarbeiten – häufig jedoch mit den falschen Mitteln. Denn wird gewöhnliche Autopolitur benutzt, um die Scheinwerfer wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, kann das fatale Folgen haben. Aus diesem Grund verraten wir Ihnen, wie Sie Ihre matten Scheinwerfer richtig polieren und in wenigen Schritten aufbereiten:

So bemerken Sie, ob Ihre Scheinwerfer eine Politur nötig haben

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Autoscheinwerfer aufbereitet werden sollten? Ob eine Politur nötig ist oder nicht, können Sie anhand folgender Kriterien ganz leicht herausfinden:

  • Verkratzte Abdeckung:

Befinden sich in der Oberfläche Ihres Scheinwerfers Kratzer? Dann sollten Sie diese aufbereiten, denn durch diese Beschädigungen wird das Licht gestreut.

  • Verlust der Leuchtkraft:

Sie haben das Leuchtmittel ausgetauscht und dennoch ist keine Verbesserung der Leuchtkraft ersichtlich? Dann ist die Kunststoffabdeckung des Scheinwerfers für die Verschlechterung verantwortlich und sollte poliert werden.

  • Vergilbte Kunststoffabdeckung:

Hat sich die Abdeckung gelb verfärbt? Auch vergilbte Scheinwerfer sollten Sie unbedingt reinigen und aufbereiten.

 

Insbesondere bei älteren Modellen kommt es nicht selten vor, dass die Scheinwerfer milchig werden und die Beleuchtung am Auto beeinträchtigen. Dann sollten Sie handeln! Denn durch den Verlust der Leuchtkraft entstehen Gefahren. Oftmals ist bei blinden Scheinwerfern die Lichtmenge nicht mehr ausreichend, um die Fahrbahn entsprechend auszuleuchten. Zudem können entgegenkommende Fahrzeuge aufgrund der Streuung geblendet werden. Deshalb beeinträchtigen matte Autoscheinwerfer die Sicherheit enorm.

Diese Utensilien benötigen Sie

Wenn Sie Ihre Scheinwerfer polieren und aufbereiten wollen, brauchen Sie Folgendes:

  • Eimer
  • Wasser
  • Autoshampoo
  • Autoschwamm
  • Mikrofasertuch
  • Schleifpapier mit feiner Körnung
  • Kunststoff-Haftvermittler
  • Kreppband

 

So gehen Sie bei der Autoscheinwerfer-Aufbereitung vor:

1. Reinigung:

Nicht nur Kratzer oder Vergilbungen beeinträchtigen die Leuchtkraft, sondern auch Schmutz, Mücken und Co. Deshalb gilt es, die Scheinwerfer vor dem Polieren gründlich zu reinigen. Nur so können Sie einschätzen, inwiefern diese beschädigt sind. Verwenden Sie zum Putzen am besten Wasser, Autoshampoo sowie einen weichen Schwamm. Wichtig ist, dass Sie immer mit ausreichend Flüssigkeit über den Scheinwerfer wischen. Andernfalls kann er verkratzen. Im Anschluss sollten Sie die Scheinwerfer trocknen lassen und auf mögliche Risse kontrollieren. Sind die Beschädigungen der Abdeckung zu groß, ist ein Austausch empfehlenswert.

 

Scheinwerfer reinigen

 

2. Abkleben der Kanten:

Um den Lack zu schützen, sollten Sie im Anschluss alle Kanten um den Scheinwerfer herum abkleben, bevor Sie diesen polieren. Andernfalls kann es passieren, dass das Poliermittel auf den Lack gelangt und diesen beschädigt. Nutzen Sie zum Abkleben am besten Kreppband. Dieses lässt sich wieder leicht und rückstandslos entfernen.

3. Abschleifen:

Im nächsten Schritt können Sie die Abdeckung der Scheinwerfer abschleifen. Aber Achtung: Verwenden Sie dafür besonders feines Schleifpapier – am besten mit einer Körnung von 1.500 bis 3.000. Befeuchten Sie das Papier zunächst, bevor Sie mit der Aufbereitung der Autoscheinwerfer beginnen. Schleifen Sie dann mit möglichst geringem Druck über die Oberfläche.

 

Scheinwerfer polieren

 

4. Schleifrückstände entfernen:

Nun ist es wichtig, die Fläche zu reinigen. Spülen Sie dafür einfach die Scheinwerfer mit viel klarem Wasser ab, um die Körner zu entfernen.

5. Polieren:

Jetzt ist es soweit – Sie können Ihren Scheinwerfer polieren. Dafür sollten Sie jedoch unbedingt auf eine spezielle Politur zurückgreifen – zum Beispiel eine Aluminium-Politur. Zudem können Sie auch mit Zahnpasta Ihre Autoscheinwerfer aus Kunststoff polieren. Denn sie enthält ebenfalls Polierstoffe, die Schmutz sowie kleinste Unebenheiten entfernen und für neuen Glanz sorgen. Tragen Sie Ihr Poliermittel am besten mit einem Mikrofasertuch in kreisförmigen Bewegungen auf die Abdeckung auf. Bewegen Sie sich langsam vorwärts und arbeiten Sie gründlich – denn eine Politur erfordert Zeit und Geduld.

6. Versiegelung:

Um die Aufbereitung der Scheinwerfer abzuschließen, sollten Sie diese versiegeln. Das funktioniert am besten mit einem Kunststoff-Haftvermittler. Er schützt das Material optimal.

7. Abschluss-Kontrolle

Sie möchten herausfinden, ob sich das Polieren des Scheinwerfers gelohnt hat? Das können Sie ganz einfach testen: Stellen Sie dafür Ihr Auto einfach vor eine weiße, möglichst glatte Hauswand oder Mauer, wenn es dunkel ist. Machen Sie die Scheinwerfer des Fahrzeugs an und überprüfen Sie ihre Leuchtkraft.

 

Austauschen oder aufbereiten?

Ihre Scheinwerfer sind matt und Sie sind sich unsicher, ob Sie diese mit einer Politur retten können oder neue benötigen? Kleine Kratzer können Sie in der Regel problemlos selbst auspolieren. Handelt es sich jedoch um tiefere Beschädigungen oder sind sogar Risse im Kunststoff der Abdeckung vorhanden, sollten Sie diese besser von einem Fachmann austauschen lassen. Denn dann kann das Polieren der Scheinwerfer nicht mehr helfen.