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Parken an Elektroauto-Ladesäulen – das müssen Autofahrer beachten

Wer in Berlin, München oder Stuttgart einen Parkplatz in zentraler Lage ergattern will, braucht mitunter viel Geduld. Parkraum ist in Großstädten dieser Tage ein rares Gut, weshalb es Fahrern von Verbrennern oft ein Dorn im Auge ist, wenn die Kommunen Parkplätze in prominenter Lage zu Ladestationen für Elektroautos umwandeln. Aus Sicht der Verkehrswende ist dieser Trend hingegen zu begrüßen, da so Anreize für den Umstieg auf die Elektromobilität geschaffen werden.

Ein Problem gibt es jedoch: die Beschilderung. Sowohl das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) als auch das Straßenverkehrsgesetz (StvG) lassen den Kommunen viel Freiraum, wenn es um die Umsetzung der Privilegierung von Elektrofahrzeugen geht. Dieser „kreative Spielraum“ sorgt bei Autofahrern zunehmend für Verwirrung.

Wir verraten Ihnen, was Sie beim Parken an Ladesäulen beachten müssen.

Parken an Ladesäulen: Diese Regeln gelten für Verbrenner

Wer einen Benziner oder Diesel fährt, muss – unabhängig von der Beschilderung nur eine einzige Vorschrift kennen: Das Parken auf Parkplätzen an Elektroauto-Ladesäulen ist Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verboten – und zwar durchgehend, also auch außerhalb des sogenannten Bewirtschaftungszeitraums. Es gibt keine Ausnahmen von dieser Regel.

Wer sich dennoch mit seinem Verbrenner an eine Ladesäule stellt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro rechnen. Wird gar die einzig verfügbare Ladesäule blockiert, kann die Polizei Ihr Fahrzeug sogar abschleppen lassen, wodurch schnell Kosten in Höhe von 150 Euro und mehr entstehen.

Parken an Ladesäulen: Diese Regeln gelten für Elektroautos

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn Sie ein Elektroauto fahren. Dann dürfen Sie zwar grundsätzlich auf den ausgewiesenen Parkflächen für E-Autos parken, müssen allerdings ganz genau auf die Beschilderung achten.

  • Parken nur während des Ladevorgangs: In vielen Kommunen dürfen Sie Ihr Elektroauto nur dann an einer Ladesäulen abstellen, wenn Sie diese auch zum Laden nutzen. Meist ist auf einem Schild dann „im Ladezustand“ vermerkt. Fehlt diese Beschilderung, dürfen Sie Ihr Fahrzeug auch abstellen, ohne es zu laden.
  • Parkgebühren: Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Elektroautos grundsätzlich an Ladesäulen kostenlos parken dürfen. Tatsächlich wird Ihnen dieses Privileg häufig durch ein „Elektroautos während des Ladevorgangs frei“-Schild eingeräumt. Allerdings gibt es durchaus auch Ladesäulen, an denen man während des Ladevorgangs zusätzlich ein Parkticket lösen muss.
  • Parkdauer: Hinsichtlich der Parkdauer gibt es die wildesten Regeln. Muss ein Parkticket gelöst werden, gibt dieses die maximale Standzeit vor. Ist das Parken kostenlos, muss vor allem in prominenter Lage oft eine Parkscheibe ausgelegt werden. Die Parkdauer liegt in solchen Fällen meist zwischen zwei und vier Stunden. Alternativ ist das Parken während des Ladevorgangs kostenlos.
  • E-Kennzeichen: Voraussetzung zum kostenlosen Parken an einer Ladesäule ist ein gültiges E-Kennzeichen am Fahrzeug.
Elektroauto – Ladesäule – Parken

An dieser Ladesäule müssen Autofahrer die Schilder von oben nach unten ganz genau lesen: Grundsätzlich herrscht hier Halte- beziehungsweise Parkverbot. Einzige Ausnahme: „Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei.“ Allerdings mit der Einschränkung, dass auch während des Ladevorgangs ein Parkschein gelöst werden muss.

Ganz unabhängig von diesen Regeln, ist beim Parken an Ladesäulen gegenseitige Rücksichtnahme das oberste Gebot. Selbst wenn es erlaubt ist, sollte man sich nie an eine Ladesäule stellen, ohne zu laden. Denn damit nimmt man anderen Elektroautofahrern, die den Strom unter Umständen dringend brauchen, die Möglichkeit, ihr Auto zu laden. Ebenso zählt es unter Elektroautofahrern zum guten Ton, eine Ladesäule nach dem Laden möglichst schnell wieder freizugeben.

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