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Autositze reinigen: So entfernen Sie Flecken richtig

Außen hui, innen pfui – mit dem Auto mal eben durch die Waschanlage fahren, ist für viele Autobesitzer Routine. Es geht schnell und lässt das Auto von außen glänzen. Das Reinigen der Autositze wird dabei häufig vernachlässigt oder gänzlich vergessen. Das schadet auf Dauer jedoch den Autositzen und macht den Weiterverkauf deutlich schwieriger. Autositze zu reinigen ist mit ein paar einfachen Tricks jedoch gar nicht schwer. Wir verraten Ihnen, was wirklich effektiv bei Flecken hilft und wie Sie schnell wieder zu sauberen Autositzen kommen.

Schnellüberblick: Das benötigen Sie für die Reinigung der Autositze
Für Leder-Autositze:

  • Eimer mit einem Wasser-Essig-Leinöl-Gemisch
  • Weiche Microfasertücher
  • Eine weiche Bürste
  • Eine spezielle Lederpflege oder farblose Schuhcreme

Für Stoff-Polster:

  • Eimer mit klarem, heißem Wasser
  • Je nach Wahl Schaumspray, Rasierschaum oder Essig
  • Zwei bis drei weiche Lappen

In drei Schritten die Autositze richtig reinigen

Ob die Schokolade von den Kindern, die Hundehaare oder die Remoulade des letzten Brötchens – unsere Autositze machen im Alltag einiges mit. Kein Wunder, denn wir verbringen in der Regel recht viel Zeit im Auto. Das macht es umso wichtiger, dass Sie Ihre Autositze regelmäßig reinigen und hin und wieder gründlich von Flecken befreien. Das sorgt für ein angenehmes Gefühl und macht den Weiterverkauf später deutlich einfacher.

Bevor es Schritt für Schritt an die Reinigung der Autositze geht, ist es wichtig zu beachten, aus welchem Material diese bestehen. Grundsätzlich gibt es Autositze aus Leder/Kunstleder und Autositze mit einem Stoffbezug. Natürlich braucht jede Variante für sich genommen eine andere Behandlung. Darauf stimmen wir im Folgenden die Reinigungsmittel und Methoden ab, so dass Sie eine gute Übersicht bekommen, welche Methode Sie bei Ihren Autositzen anwenden sollten. Doch der erste Schritt kann davon ganz unabhängig durchgeführt werden.

Schritt 1: Autositze vom groben Schmutz befreien

Startklar? Dann kann die Autopolsterreinigung losgehen. Zunächst sollten Sie den Innenraum komplett von Ihren privaten Sachen und anderen Gegenständen befreien. So ist es deutlich leichter an alle Stellen im Auto heranzukommen. Jetzt beginnen Sie die Autositze abzusaugen. Dazu können Sie einen Staubsauger aus der Waschanlage nutzen oder Sie haben einen eigenen Sauger zu Hause.
Ein flacher Aufsatz sorgt dafür, dass Sie Krümel in den noch so entlegensten Ecken aufsaugen können. Für die weiteren Schritte ist es wichtig, dass die Autositze einmal komplett von Staubpartikeln und Dreck befreit werden.

Schritt 1: Sitze absaugen

Schritt 2: Die Autositze reinigen

Polsterpflege bei pflegeleichtem Leder
Autositze aus Leder zu reinigen ist sehr einfach. Ein Eimer mit Wasser ist ausreichend. Dem Wasser wird zusätzlich etwas Essig und ein Esslöffel Leinöl hinzugegeben. Hierdurch werden die Autositze von Flecken gereinigt. Diese Pflege sollten Sie mindestens alle drei Monate durchführen.

Schritt 2: Mit einem Tuch reinigen

  • Geben Sie etwas von dem Gemisch auf ein Microfasertuch und reiben sanft über das Leder. Achten Sie darauf nicht zu starken Druck auszuüben, da sonst das Leder beschädigt werden kann. Achten Sie auf die Nähte, damit sich hier kein Wasser ansammeln kann. Am besten immer von Naht zu Naht vorarbeiten.
  • Benötigt das Leder eine Tiefenreinigung können Sie das Gemisch auf die Polster aufsprühen und mit einer weichen Bürste sanft einmassieren.
  • Nehmen Sie abschließend die Nässe mit einem trockenen Microfasertuch wieder auf.

Generell lassen sich so oberflächliche Flecken bei der Reinigung von Lederautositzen problemlos herausbekommen. Sollten Fettflecken oder Tintenfarbe bereits ins Leder eingedrungen sein, hilft nur der Gang zum Fachmann.Weil Leder mit der Zeit brüchig werden kann, sollten Sie ein bis zweimal pro Jahr nach der Reinigung der Autositze das Material mit einer speziellen Lederpflege oder einer farblosen Schuhcreme behandeln. Bei hellen Lederbezügen kann dieser Schritt auch alle drei Monate durchgeführt werden.

Tipps für die Reinigung mit einer speziellen Lederpflege:

  • Testen Sie die Verträglichkeit zunächst an einer kleinen Stelle.
  • Tragen Sie Stück für Stück die Lederpflege oder Schuhcreme mit einem Microfasertuch auf und massieren die Pflege sanft ein.
  • Beachten Sie die Einwirkzeit von etwa einer Stunde und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
  • Mit einem sauberen Microfasertuch nehmen Sie überschüssiges Reinigungsmittel mit kreisenden Bewegungen ab.

Vorsicht: Manche Autos haben einen Bezug aus dem Material Alcantara. Dieser wird fälschlicherweise oft für Wildleder gehalten, ist jedoch ein rein synthetischer Stoff. Dieser kann somit mit handelsüblichen Polster- und Textilreinigern behandelt werden.

Polsterreinigung im Auto mit Stoffbezügen
Die Polsterreinigung bei einem Auto ist deutlich anspruchsvoller. Das liegt natürlich daran, dass sich die Flecken ins Gewebe des Stoffes eingezogen sind und so wesentlich mehr Einsatz beim Reinigen der Autositze nötig ist. Hierbei können Sie auf unterschiedliche Reinigungsmittel aus dem Einzelhandel oder direkt aus dem eignen Haushalt zurückgreifen.

  • Schaumsprays

Die chemischen Reiniger können punktgenau auf den Fleck aufgetragen werden und diesen tiefenwirksam entfernen. Der Schaum selbst zieht dabei nicht in das Polster ein und der Autositz beleibt trocken. Jedoch können viele dieser Sprays Hautreizungen hervorrufen. Wenn Sie etwas mehr investieren möchten, gibt es mittlerweile gute Schaumreiniger auf biologischer Basis.

Hier alternativer Bildtext

  • Rasierschaum

Ja, Sie lesen richtig. Rasierschaum ist tatsächlich ein bewährtes Hausmittel beim Reinigen der Autositze. Er eignet sich dabei sowohl für Wasserflecken als auch für Fettflecken. Dazu tragen Sie den Rasierschaum einfach auf den Fleck auf, lassen ihn eine halbe Stunde einwirken und tupfen diesen anschließend vorsichtig mit einem sauberen Tuch wieder ab. Danach nochmals gut trocken lassen.

  • Essig

Für die Reinigung der Autositze geben Sie einfach ein paar Esslöffel Essig in lauwarmes Wasser und tupfen das Gemisch sanft mit einem Schwamm auf den Fleck. Anschließend mit einem Tuch trocknen und schon hat sich der Fleck quasi in Luft aufgelöst. Zudem neutralisiert der Essig gleichzeitig unangenehmen Gerüche. Sollten Sie diesen doch recht eigenen Essiggeruch nicht mögen, tropfen Sie einfach etwas Zitronenwasser mit hinein.

Schritt 3: Autositze gut trocknen lassen

Sie sollte in jedem Fall sparsam mit dem Einsatz von Wasser sein, denn die Polster müssen nach der Reinigung vollständig trocknen. Ist das nicht der Fall, besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Ein guter Tipp ist es daher, die Reinigung der Autositze und die Polsterreinigung Ihres Autos auf einen warmen und sonnigen Tag zu legen. Öffnen Sie Türen und Fenster des Autos, um so schon während der Reinigung für eine gute Luftzirkulation zu sorgen. Darüber hinaus sollten Sie die Stelle immer mit einem trockenen Lappen nachbehandeln. Das nimmt schon einen großen Teil der Feuchtigkeit auf.

Schritt 3: Sitze trocknen lassen

Diese Tipps sind beim Autositze reinigen Gold wert

  • Kommt es zu einem Missgeschick, sollten Sie schnell zu einem Taschentuch greifen und den Fleck sanft aufnehmen, jedoch in keinem Fall reiben.
  • Legen Sie die Reinigung der Autositze auf einen sonnigen Tag.
  • Planen Sie ca. 60 Minuten für die Polsterreinigung Ihres Autos ein.
  • Testen Sie jedes Mittel, welches Sie verwenden möchten, zunächst an einer kleinen, nicht sichtbaren Stelle des Autositzes.
  • Reiben Sie niemals hin und her. Tupfen, kreisende Bewegungen und sanftes Wischen sind die besten Methoden zur Reinigung.
  • Verzichten Sie auf scharfe Reiniger mit einem hohen pH-Wert.
  • Auch im Fall von Wasser ist weniger mehr.
  • Lassen Sie im Anschluss alles gut trocknen, so dass keine Wasserflecken auf den Autositzen entstehen.

Fazit: Das regelmäßige Reinigen der Autositze lohnt sich

Wer täglich im Auto unterwegs ist, wird unschöne Flecken und Gerüche kaum vermeiden können. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Pflege des Innenraums besonders wichtig. Wir raten Ihnen einmal im Monat den Innenraum und die Polstermöbel Ihres Autos gründlich zu reinigen. Das verschafft nicht nur ein gutes Gefühl, sondern erspart Ihnen dann viel Arbeit, wenn Sie das Auto wiederverkaufen möchten. Nützliche Tipps rund um den Autoverkauf und wie Sie Ihrem Gebrauchten richtig fit machen, finden Sie in dem Ratgeber zum Autoverkauf der R+V24.

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