Jahreszeitenbaum

News » Alternative Antriebe: Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität

Alternative Antriebe: Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität

Schmelzende Polarkappen und Überschwemmungen, Dürreperioden und Waldbrände – je stärker sich der Klimawandel bemerkbar macht, desto lauter werden die Forderungen nach konkreten Maßnahmen. Dazu gehört auch, auf neue Fortbewegungsmittel umzusteigen: Benzin- und dieselbetriebene Autos verschmutzen nicht nur die Luft, sondern brauchen auch unsere natürlichen Ressourcen auf. Höchste Zeit also, alternative Antriebe alltagstauglich zu machen! Welche Möglichkeiten es bisher gibt und worin sich diese jeweils unterscheiden, zeigt dieser Artikel im Überblick.

 

E-Auto Aufladesymbol

 

Warum wir auf alternative Kraftstoffe angewiesen sind 

Herkömmliche Verbrennungsmotoren stellen in vielerlei Hinsicht eine Bedrohung für unseren Lebensraum dar. Zum einen lassen sich Benzin und Diesel nur aus Erdöl gewinnen. Dabei handelt es sich um einen nicht erneuerbaren Rohstoff, dessen Vorräte noch bis circa 2050 ausreichen. Hinzu kommt, dass die Verbrennung von erdölbasierten Kraftstoffen zahlreiche Schadstoffe erzeugt, die unsere Atmosphäre belasten. Dazu gehören:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Stickoxid (NOx)
  • Kohlenwasserstoff
  • Schwefeldioxid
  • Feinstaub

Vor allem die CO2-Emissionen von Diesel- oder Benzinfahrzeugen tragen in erheblichem Maß dazu bei, den sogenannten „Treibhauseffekt“ zu verstärken. Anders gesagt: Je mehr Autoabgase in die Luft gelangen, desto schneller schreitet die Klimaerwärmung voran. Das hat wiederum extreme Wetterumschwünge zur Folge, die wir letztendlich alle zu spüren bekommen:

  • Hitzewellen belasten die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.
  • Verschobene Vegetationsperioden und Dürreperioden beeinträchtigen die Landwirtschaft.

Starkregen sorgen für Überschwemmungen, die öffentliche Transportwege versperren oder zerstören.

 

Jahreszeitenbaum

 

All diese Entwicklungen machen deutlich: Früher oder später wird uns nichts anderes übrigbleiben, als auf Autos mit alternativen Antrieben umzusteigen. Welche Alternativen aktuell zur Verfügung stehen, was Sie leisten können und wieviel sie kosten, können Sie im Folgenden nachlesen:

 

1. Autogas

Hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus Butan und Propan, das bei der Raffinerie von Erdöl und Erdgas entsteht. Dieses Flüssiggas wird auch unter der Bezeichnung LPG (kurz für Liquified Petroleum Gas) verkauft und eignet sich für Ottomotoren. Im Vergleich zu Benzin schneidet Autogas insofern besser ab, als dass es:

  • ohne feste Rückstände verbrennt.
  • 80 Prozent weniger Stickoxide freisetzt.
  • einen geringeren Schadstoffanteil (z.B. Schwefeldioxid) hinterlässt.

Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich ein gewöhnlicher Pkw mit einer Autogasanlage nachrüsten. Allerdings vertragen nicht alle Motoren das nötige Gasgemisch. In solchen Fällen müssen Sie zusätzlich ein System einbauen, dass die Beigabe von Zusatzstoffen regelt. Einige Hersteller (z.B. Dacia, Ford oder Hyundai) bieten inzwischen auch Modelle an, die schon ab Werk über einen alternativen Antrieb mit Autogas verfügen.

 

2. Erdgas

Erdgas wird ebenfalls für Ottomotoren eingesetzt, zeichnet sich im Gegensatz zu Autogas allerdings durch eine sehr geringe Energiedichte aus. Damit dieser Stoff genügend Energie liefert, um ein Kraftfahrzeug anzutreiben, ist eine Verdichtung auf 200 bar notwendig. Tankstellen bieten Erdgas dementsprechend unter der Bezeichnung CNG (Compressed Natural Gas) an. Grundsätzlich können Sie nahezu alle Benzinmotoren auf einen alternativen Antrieb mit Erdgas umrüsten. Dafür müssen Sie jedoch auch einen Tank einrichten, der meist den Platz im Kofferraum stark einschränkt. Bei Serienfahrzeugen von Opel oder Audi lässt sich der Tank praktischerweise im Boden installieren.  Ein weiteres Plus: Viele Firmen stellen mittlerweile auch PS-starke Turbomotoren für Erdgas her.

 

3. Bioethanol

Chemisch gesehen zählt dieser Flüssigstoff als eine Form von Alkohol, der aus Biomasse wie Weizen, Roggen oder Zuckerrüben entsteht. Auch Bioethanol lässt sich als alternativer Kraftstoff bei Autos mit Ottomotoren einsetzen, wobei er vergleichsweise

  • schwefelfrei verbrennt
  • niedrigere CO2-Emissionen erzeugt
  • insgesamt weniger Schadstoffe produziert.

In Reinform (erkennbar an der Bezeichnung E100) eignet sich Bioethanol nur für wenige Fahrzeuge. Üblicherweise ist der Kraftstoff als sogenannte E85-Mischung erhältlich, die zu 85 Prozent aus Bioethanol und zu 15 Prozent aus Benzin besteht.

 

4. Biodiesel

Wie der Name bereits verrät, bietet Biodiesel eine umweltverträgliche Alternative zu herkömmlichem Diesel. Je nach Standort kommen für die Herstellung verschiedene Öle oder Fette zum Einsatz, darunter:

  • Rapsöle (vorwiegend in Europa)
  • Sojaöle (vor allem in den USA)
  • Palmöl (in Asien).

Aktuell gibt es noch erhitzte Diskussionen zur Frage, ob sich Biodiesel langfristig bewähren kann. Einerseits erzeugt seine Produktion bzw. Verbrennung relativ wenig Kohlendioxid. Ebenso enthält Biodiesel so gut wie keine Schwefeloxide. Andererseits können unter Umständen vermehrt Stickoxide oder Kohlenwasserstoffe entstehen. Zudem herrscht die Befürchtung, dass die Biodieselbranche der Lebensmittelindustrie zu viel Anbaufläche wegnehmen wird.

 

Raps

 

5. Wasserstoff

Der alternative Antrieb durch sogenannte Brennstoffzellen verspricht das scheinbar Unmögliche: Maximale Reichweite und nahezu keine Umweltverschmutzung. Technisch gesehen erfordert diese Leistung allerdings einen hohen Aufwand. Als Kraftstoff dient hier Wasserstoff, der in einem Tank mit bis zu 800 bar Druck gespeichert wird.

Im Innern der Brennstoffzelle verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Dadurch setzt sich Energie frei, die wiederum den Elektromotor zum Laufen bringt. Da bei diesem Prozess lediglich Wasser und Wärme entstehen, zählen Brennstoffzellenfahrzeuge zur Klasse der Zero Emission Vehicles (kurz ZEV).

 

6. Elektroautos

Ein reiner Stromantrieb über eine aufladbare Batterie bietet im Vergleich zu Verbrennungsmotoren zahlreiche Vorteile für unsere Umwelt:

  • sparsamer Ressourcenverbrauch
  • minimale Luftverschmutzung
  • geringe Lärmbelastung.

Auf deutschen Straßen machen Elektroautos allerdings immer noch einen sehr kleinen Anteil aus. Dagegen kommen die Verkaufszahlen in China und den USA bereits auf mehrere hunderttausend Stück pro Jahr. Das liegt unter anderem auch an staatlichen Förderungsmaßnahmen: In China fällt beispielsweise die Zulassung von elektrischen Pkws deutlich günstiger aus.

 

7. Hybridantriebe 

Auch die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor hat sich bislang bewährt. Das Konzept von Hybridautos zielt darauf ab, dass ein herkömmlicher und ein alternativer Antrieb gegenseitig ihre Schwächen ausgleichen. In der Praxis funktioniert das folgendermaßen:

  • Bei Kurzstrecken in städtischen Gebieten hält der Elektroantrieb den Schadstoffausstoß, den Geräuschpegel und den Energieverbrauch auf einem Minimum.
  • Auf längeren Fahrten (z.B. über Autobahnen) sorgt der Benzinantrieb für Ausdauer und Geschwindigkeit.

In Deutschland gibt es inzwischen über 130.000 Hybridautos mit gültiger Kfz-Zulassung – darunter auch größere Modelle wie SUVs.

 

Tesla Aufladestation

 

Alternative Antriebstechniken: Kostenfaktoren im Vergleich

Die aktuelle Bilanz zeigt, dass jede der genannten Optionen sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen mit sich bringt. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wie teuer ein nachhaltiger Kraftstoff jeweils ausfällt. Die folgende Tabelle liefert eine Übersicht zu alternativen Antrieben und ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis:

 

Alternativer Antrieb Plus Minus
Autogas – günstiger Preis

– Steuerermäßigung bis 2022

– höherer Verbrauch als Benzin
Erdgas – günstiger Preis

– Steuerermäßigung bis 2026

– Tankstellennetz noch nicht bundesweit

– begrenzter Stauraum

 

Bioethanol – günstiger Preis

– hohe Motorleistung

– hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– Konkurrenz für die Lebensmittelindustrie

Biodiesel – günstiger Preis – hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– meist unzulässig für Neuwagen

Elektro 0 % direkte Emissionen – begrenzte Reichweite
Hybrid – niedriger Verbrauch in der Stadt

– höhere Reichweite als Elektro

– begrenzter Stauraum
Wasserstoff – 0 % direkte Emissionen

– hohe Reichweite

– hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– Mangelnde Infrastruktur

 

Bisher lässt sich noch nicht absehen, welche alternativen Antriebe sich in Zukunft durchsetzen werden. Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass Hybridautos mit über 80.000 Neuzulassungen derzeit die beliebteste Variante unter deutschen Autofahren sind. Wie sich dieser Trend entwickelt, hängt vor allem auch davon ab, welche staatlichen Förderungsmaßnahmen (beispielsweise Steuervorteile) die Bundesregierung in die Wege leiten wird.

Tipp: Eine können Sie genauso einfach online abschließen wie mit herkömmlichen Autos.

 

Alternative Antriebstechniken: Kostenfaktoren im Vergleich

Die aktuelle Bilanz zeigt, dass jede der genannten Optionen sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen mit sich bringt. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wie teuer ein nachhaltiger Kraftstoff jeweils ausfällt. Die folgende Tabelle liefert eine Übersicht zu alternativen Antrieben und ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis:

 

Alternativer Antrieb Plus Minus
Autogas – günstiger Preis

– Steuerermäßigung bis 2022

– höherer Verbrauch als Benzin
Erdgas – günstiger Preis

– Steuerermäßigung bis 2026

– Tankstellennetz noch nicht bundesweit

– begrenzter Stauraum

 

Bioethanol – günstiger Preis

– hohe Motorleistung

– hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– Konkurrenz für die Lebensmittelindustrie

Biodiesel – günstiger Preis – hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– meist unzulässig für Neuwagen

Elektro 0 % direkte Emissionen – begrenzte Reichweite
Hybrid – niedriger Verbrauch in der Stadt

– höhere Reichweite als Elektro

– begrenzter Stauraum
Wasserstoff – 0 % direkte Emissionen

– hohe Reichweite

– hoher Energieverbrauch bei der Produktion

– Mangelnde Infrastruktur

 

Bisher lässt sich noch nicht absehen, welche alternativen Antriebe sich in Zukunft durchsetzen werden. Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass Hybridautos mit über 80.000 Neuzulassungen derzeit die beliebteste Variante unter deutschen Autofahren sind. Wie sich dieser Trend entwickelt, hängt vor allem auch davon ab, welche staatlichen Förderungsmaßnahmen (beispielsweise Steuervorteile) die Bundesregierung in die Wege leiten wird.

Tipp: Eine Versicherung für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge können Sie genauso einfach online abschließen wie mit herkömmlichen Autos.