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Auto-Lackierung – Neuanstrich für Ihr Gefährt

Könnte Ihr Wagen mal wieder einen Tapetenwechsel vertragen? Dann sollten Sie ihm vielleicht eine Neulackierung gönnen. Ein sauber lackiertes Auto in der eigenen Lieblingsfarbe ist nicht nur hübsch anzusehen – eine intakte Lackierung ist vor allem nötig, um Ihr Auto vor fatalem Rost zu schützen. Damit dieser Zweck optimal erfüllt werden kann, ist ein regelmäßiges Ausbessern der Lackschäden kaum vermeidbar. Aber bevor Sie gleich hochmotiviert zum Farbtopf greifen und den Pinsel schwingen: Lesen Sie hier erst einmal, was Sie in der Theorie wissen sollten!

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  1. Wer sein Auto selbst rundum neu lackieren möchte, muss im Vergleich zum Werkstatt-Ergebnis mit kleinen Makeln rechnen, die den Wagenwert senken.
  2. Die Ausbesserung von Lackschäden ist wichtig, um das Fahrzeug auf lange Sicht vor Korrosion zu schützen.
  3. Zur Behebung von Lackschäden stehen Ihnen drei Hilfsmittel zur Verfügung: Die Autopolitur, das Reparatur-Set und der Lackstift.

Auto selbst lackieren – gute Alternative oder Schnapsidee

Eines vorweg: Wenn Sie sich für eine Rundum-Neulackierung in Eigenregie entschieden haben, vielleicht in Ihrer neuen Lieblingsfarbe, haben Sie sich einiges vorgenommen. Die Lackierung in der Heimwerkstatt ist ein aufwändiges Projekt, das eine gründliche Vorbereitung und handwerkliches Geschick erfordert. Wenn Sie sich die Heimlackierung unwiderruflich in den Kopf gesetzt haben, seien Sie sich darüber bewusst, dass diese nicht mit einer professionellen Werkstatt-Lackierung vergleichbar sein wird. Kleinere Mängel werden sich nicht verhindern lassen. Es sollte sich also nicht um ein Auto handeln, das:

  • besonders wertvoll ist
  • nicht in Ihrem Besitz ist
  • Sie später weiterverkaufen möchten
  • als Ausstellungsmodell vorgesehen ist

Die unvermeidlichen Lackmängel gehen fast immer mit einem Verlust des Wagenwertes einher – ausgenommen davon sind Nutzfahrzeuge wie Traktoren oder Lieferfahrzeuge. Wenn Sie sich nur spaßeshalber austoben möchten, sind alte und verrostete Automodelle die besten Versuchskaninchen für Ihre Experimente. Ihr sündhaft teures Lieblingsauto sollten Sie für den Neuanstrich vielleicht doch besser einer Lackierwerkstatt anvertrauen – auch wenn die Kosten hier selbstverständlich deutlich höher ausfallen. Bei einem Kleinwagen müssen Sie mit einem Betrag zwischen 1000 und 3000 Euro rechnen.

Mögliche Verfahren zur Heimlackierung:

  • Lackierung mit Sprühflasche
  • Lackierung mit Farbrolle
  • Lackierung mit Sprühpistole

Wichtig: Vor jedem Verfahren muss das Auto blitzsauber sein. Eine besonders gründliche Wäsche ist unumgänglich für ein zufriedenstellendes Lackergebnis. Beginnen Sie erst mit der Lackierung, sobald Sie eine ausführliche und professionelle Schritt-für-Schritt-Anleitung vorliegen haben.

Lackschäden ausbessern – diese Optionen stehen Ihnen zur Verfügung

Die Ausbesserung von Lackschäden ist notwendig, um Ihren Wagen vor Rost zu schützen und den Wagenwert zu erhalten. Während die Rundum-Lackierung eine kleine Handwerkskunst für sich ist, können Sie die Nachbesserungen durchaus bedenkenlos selbst vornehmen, ohne weitere Makel hinzuzufügen – solange Sie ein paar Dinge beachten. Zunächst gilt es, das richtige Lackierverfahren für Ihren Fall auszuwählen:

  • Bei leichten Lackschäden: Autopolitur – Bei minimalen Lackschäden ist die Autopolitur eine gute Wahl. Reinigen Sie die betroffene Stelle zunächst und nutzen Sie anschließend ein Mikrofasertuch, um den Lackschaden in kreisenden Bewegungen mit der Politur zu bearbeiten. Tragen Sie das Mittel dabei möglichst gleichmäßig und flach auf.

Autopolitur

  • Bei mittleren Lackschäden: Reparatur-Set – Bei mittleren Lackschäden, bei denen das Metall noch nicht zu sehen ist, können Sie mit einem Reparatur-Set nachhelfen. Nach einer gründlichen Reinigung folgt die Polierung mit den beiliegenden Politurtüchern und dem Polish-Mittel (siehe Aufschrift). Sobald das Mittel getrocknet ist, können Sie die Hochglanzpolitur auftragen.
  • Bei tieferen Lackschäden: Lackstift – Wenn das Metall durch den Lackschaden zu sehen ist, können Sie auf einen Lackstift zurückgreifen. Zunächst sollten Sie die betroffene Stelle dafür mit Schleifpapier aufrauen und eventuellen Rost entfernen. Nach der Reinigung können Sie den Lack mithilfe des Pinsels am Lackstift gleichmäßig auftragen. Nach gründlicher Trocknung zwischen einer und zwei Stunden (je nach Luftfeuchtigkeit) folgt die Versiegelung mit einem Klarlack.

Mehr als Schönheitspflege – warum die Ausbesserung von Lackschäden wichtig ist

Ein kleiner Kratzer wirkt auf den ersten Blick harmlos – doch auch minimale Lackschäden sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Da durch die Öffnungen des Lacks problemlos Feuchtigkeit zum Metall vordringen kann, sind Lackschäden ein begehrter Nährboden für Rost – und der kann verheerende Folgen haben: Im schlimmsten Fall schreitet die Korrosion so weit voran, dass die gesamte Karosserie Schaden nimmt und es zu einem Totalschaden kommt.

Um den richtig kostspieligen Schäden aus dem Weg zu gehen, sollten Sie die Lackschäden so schnell wie möglich beheben. Besonders im feuchten Winter ist Vorsicht geraten. Die minimalen Kosten für Autopolitur und Co. stehen nicht im Verhältnis zu einer umfangreichen KFZ-Reparatur aufgrund von Rost. Außerdem empfiehlt es sich, Stellen mit hoher Rostanfälligkeit regelmäßig zu überprüfen – dazu zählen zum Beispiel die Abgasanlage, die Kofferraumhaube, die Türen und der Kotflügel.

Egal ob kunterbunter Neuanstrich oder notwendige Ausbesserung – R+V24 wünscht Ihnen fröhliches Lackieren und rostfreie Fahrten!

Fotocredits: Bogdanhoda, Bhakpong / iStockphoto