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2020 Mazda CX-5 Fahrbericht | Test | Review

Wie schlägt sich der Mazda CX-5 im R+V24 Drive Check? Das klären wir heute! Blickt man in die aktuelle Berichterstattung, fallen SUV ja richtig negativ auf. Von Verboten wird gesprochen. Demonstranten lassen Besucher nicht mehr auf die IAA. Umwelt-Sünder! Herrje! Dabei sollte man doch meinen, dass das Sommerloch vorbei sei. SUV sind sicherlich nicht der Grund für unseren Klimawandel. Besonders nicht Kompakt-SUV vom Schlage eines Mazda CX-5. Schließlich beansprucht jener nicht mehr Platz im Straßenverkehr, als ein Kompakt-Kombi und verbraucht auch nicht mehr als ein solcher. Und gegen einen Kompakten hat aktuell doch noch niemand etwas, oder? Schauen wir doch mal, ob das Kompakt-SUV sich auf unseren Straßen blicken lassen kann und ob es dem Drive Check standhält.

Mazda CX-5 Fahrbericht

Mazda CX-5 Fahrbericht

Mazda CX5 Design Check

Bleiben wir bei den Abmessungen: 4,55 m Länge beansprucht der Mazda CX-5. Ein aktueller Opel Astra K Sportstourer hat nicht nur einen viel längeren Namen, sondern misst stattliche 15 Zentimeter mehr in der Länge. Und? Gibt es Proteste gegen einen Astra Kombi, Golf Variant oder Skoda Octavia? Davon haben wir noch nichts gehört. Mit 1,84 m in der Breite (ohne Außenspiegel) ist das japanische SUV zudem nicht überbordend breit. Und die 1,68 m mögen vielleicht nicht besonders windschnittig sein, erleichtern aber den Einstieg und verhelfen zu einer guten Rundumsicht.

Windschnittigkeit – oder fachlich korrekt ausgedrückt: der Luftwiderstandsbeiwert – ist die Krux an der Sache, wird manch einer vorschnell sagen. Was aber ist dann mit Mini-, Kompakt- oder gar Maxi-Vans vom Schlage eines Opel Meriva, Volkswagen Touran oder gar eines Volkswagen T6 – dem ach so beliebten Bulli?

Genug auf dem aktuellen Bashing rumgeritten. Bleiben wir beim Mazda CX-5. Das SUV gefällt mit seiner dynamischen Erscheinung, gibt sich frisch und mit seinen schmalen Scheinwerfern überaus angriffslustig. Die fließenden Formen des „Kodo-Designs“ sind dabei von der Natur inspiriert (keine Sorge, ich fange nicht wieder an zu lamentieren) und finden wohl in den wenigsten Augen Anstoß. So wirkt der Japaner rundum gefällig, zeigt wenig Sicken oder Kanten und kann sich damit das Attribut der Zeitlosigkeit attestieren lassen. Well done, Mazda! Also, das Design, nicht das Steak…

 

Mazda CX-5 Innenraum Check

Gut gemacht ist überdies der Innenraum des Mazda CX-5. Er ist nicht nur wirklich leise, sodass selbst die „bösen“ Diesel kaum noch zu hören sind, sondern gefällt darüber hinaus mit einer angenehmen Materialauswahl. Ein Beispiel hierfür ist die Ziernaht auf dem Armaturenbrett. Die Sitze überzeugen zudem mehr mit Komfort, als mit zwickendem Seitenhalt. Angenehm ist ebenfalls, dass alles, was erreicht werden muss, in Griffweite arrangiert ist. Dazu zählt auch die leicht erhöhte Mittelkonsole, auf der der Dreh-Drück-Steller für das Infotainment MZD Connect sitzt. Nach kurzer Eingewöhnung bedient man den Japaner damit nahezu blind. Eine Smartphone-Kopplung via Bluetooth ist ebenso möglich, wie das Darstellen von Apple CarPlay und Android Auto. Interessant ist der Zugriff auf soziale Netzwerke – jedoch nur im Stand!

2020 Mazda CX-5 Review

2020 Mazda CX-5 Review

Dargestellt wird das Infotainment auf einem 7-Zoll-Display, das im Stand auch per Touch bedient werden kann. Alle anderen Infos werden entweder auf den analogen Instrumenten oder auf dem Head-Up-Display dargestellt. Das ist sehr übersichtlich! Überhaupt: Die Übersicht ist einer der großen Pluspunkte des Japaners. Gerade nach vorn und zu den Seiten ist die Sicht gut, wird nach hinten, aufgrund der breiten D-Säule, aber eingeschränkt.

Alles andere als eingeschränkt sind indes die Platzverhältnisse: Vorn wie hinten fühlt man sich auch auf Langstrecken wohl. Sogar eine Sitzheizung gibt es hinten. Und beim Kofferraum muss man sich ebenfalls kaum einschränken: Rund 500 Liter mit aufgestellter Rücksitzlehne und maximal 1.600 Liter gehen vollkommen in Ordnung.

Mazda CX5 Motoren Check

Wir waren eben schon beim Thema Übersichtlichkeit. Überschaubar ist beim Mazda CX-5 obendrein die Motorenauswahl: Es gibt zwei Benziner und zwei Diesel. Bei den Ottomotoren wäre das zum einen der 2.0 Liter Vierzylinder mit 121 kW/165 PS, der wahlweise mit Vorderrad- oder Allradantrieb erhältlich ist. Wer jenen mit einer Automatik kombinieren möchte, muss Vierradantrieb nehmen. Die Fahrleistungen liegen alle auf Augenhöhe, sodass alle Varianten in rund 10 Sekunden auf 100 km/h sprinten. Je nach Variante erreicht der Mazda CX-5 zwischen 188 und 201 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Die angegebenen Verbräuche sollen zwischen 6,4 und 7,0 Litern liegen – in der Realität darf man einen Liter addieren. Zum anderen gibt es den 2.5 Liter Vierzylinder mit 143 kW/194 PS, der grundsätzlich mit 6-Stufen-Automatik kommt. Der Allrad ist hier wiederum optional. 8,9 bis 9,2 Sekunden vergehen für den Spurt auf 100 km/h. Schluss ist bei 195 Stundenkilometern. Die Verbräuche des Topbenziners sollen sich laut Werk zwischen 7,1 und 7,4 Litern einpendeln.

Richtig sparsam!

Blick unter die Motorhaube: Richtig sparsam!

Passender erscheinen die Diesel – der Einstiegsdiesel darf bereits als Empfehlung gelten. Dieser ist, wie alle anderen Selbstzünder, mit 2,2 Litern Hubraum ausgestattet und leistet 110 kW/150 PS. Dabei ist frei kombinierbar, ob mit Allradantrieb oder ohne, ob Automatik oder 6-Gang-Handschaltung. Alle Varianten beschleunigen in rund 10 Sekunden auf 100 km/h und sind etwa 200 km/h schnell. Top-Motor ist der 2.2 Liter Diesel mit 135 kW/184 PS, der mit 445 Nm genau 65 Nm mehr Drehmoment bietet, als der Einstiegsdiesel – das spürt man.

Grundsätzlich kommt der Top-Diesel mit Allradantrieb, die Automatik ist optional. Hier zeigen sich zudem die besten Fahrleistungen: In knapp über neun Sekunden geht es auf 100 km/h, Schluss ist bei rund 210 km/h. Die Diesel pendeln sich laut werk bei 5,2 bis 5,6 Litern ein. Wie immer: In der Realität ist es etwa ein Liter mehr. Natürlich fallen alle Motoren unter die Euro 6d-Temp Einstufung.

Mazda CX-5 Preis Check

Preislich startet die Reise ins Mazda-SUV-Land bei knapp unter 27.000 Euro. Die dafür erhältliche Prime-Line bringt bereits alles Nötige mit: Eine Einparkhilfe mit Ausparkassistent, einen Spurwechselassistenten, Voll-LED-Scheinwerfer, eine Klimaanlage sowie einen Tempomaten – also alles da.

Macht eine gute Figur!

Macht eine gute Figur!

Die Empfehlung geht dennoch in Richtung der mindestens 29.990 Euro teuren Ausstattungslinie Center-Line. Hier sind ein Fernlicht- und Spurhalteassistent ebenso inbegriffen, wie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Apple CarPlay und Android Auto, eine Freisprechanlage sowie eine Klimaautomatik und das große Infotainment-Display. Die beiden Top-Ausstattungen bringen Nettigkeiten, aber kaum echten Mehrwert. Sitzheizung und 360-Grad-Kamera einmal ausgeschlossen

Mazda CX-5 Zielgruppencheck und Fazit

SUV-Hasser, die es bis hierher geschafft haben, konnten entweder bekehrt werden oder sind in ihren Grummel noch stärker vertieft. Wie dem auch sei: Objektiv betrachtet gibt es an einem Kompakt-SUV nichts auszusetzen. Man sitzt gut, hat einen guten Rundumblick und genießt angenehme Platzverhältnisse – gerade im Mazda CX-5. Die Aggregate verbrauchen nicht viel, geben sich aber zügig – was will man mehr? Schließlich stimmen sogar der Komfort und die Preise. Prädikat: Drive Check mit Empfehlung bestanden!

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