Spritsparend fahren - Tipps zum Geldsparen

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Spritsparend fahren: Mit diesen Tipps bleiben Tank und Geldbeutel länger voll

Umweltschutz und mehr Geld im Portemonnaie – das sind die deutschen Trendthemen der letzten Jahre. Und das Beste: Schon mit sehr wenig Eigenleistung können Sie für beides etwas tun: Mehr Geld für schöne Dinge, weniger Verschmutzung für die Umwelt. Wenn Sie nicht gewillt sind, beim Tanken ständig tief in die Tasche zu greifen, dann machen Sie es besser und befolgen unsere 12 Tipps, wie Sie spritsparend fahren – also beim Fahren sparen.

Jeder Autofahrer trägt durch ökonomisches Fahren selbst dazu bei, den Benzinverbrauch zu senken. Egal, ob Sie mit Benzin oder Diesel fahren, ein wenig Achtsamkeit und bewusstes Fahrverhalten können den Spritverbrauch reduzieren. Auch der Zustand Ihres Autos spielt eine Rolle, wenn Sie mit weniger Kraftstoff mehr Kilometer fahren möchten.

Die 12 effektivsten Methoden für eine sparsame Fahrweise und weniger Kosten für Sprit:

Tipps, wie man beim Fahren Sprit sparen kann

  1. Vermeiden Sie Kurzstrecken. Dieser Tipp ist Ihnen zu naheliegend? Er bewirkt aber viel, denn Ihr Auto verbraucht den meisten Sprit, wenn der Motor noch kalt ist. Hinzu kann spritfressendes Anfahren und Abbremsen kommen, wenn Sie beispielsweise mal eben zwei Kilometer mit dem Auto in die City düsen wollen. Also: Spritsparen fahren, kann auch bedeuten, einfach einmal nicht das Fahrzeug zu nutzen. Um die Freundin sechs Straßen weiter zu besuchen oder Brötchen zu holen, können Sie Ihr Auto guten Gewissens stehen lassen und lieber laufen oder das Rad nehmen. Und ehrlicherweise brauchen Sie mit der Parkplatzsuche wahrscheinlich genau so lange, als wenn sie zu Fuß gehen oder Rad fahren.
  2. Fahren Sie vorausschauend. Fahren Sie achtsam, statt aus Gewohnheit. Soll heißen: Beobachten Sie den Verkehr, halten Sie Abstand zu Ihrem Vordermann, sodass Sie nicht unentwegt Gas geben oder Abbremsen müssen. So haben Sie die Möglichkeit, den Wagen ausrollen zu lassen oder die Motorbremse zu nutzen, um sich der Geschwindigkeit anzupassen, falls der Fahrer vor Ihnen bremsen sollte. Das freut auch den Beifahrer, der nicht dauernd nach vorne und hinten schaukelt.
  3. Fürs Schalten gilt: Im hohen Gang fahren, senkt den Spritverbrauch. Denn für die Drehzahlen gilt wiederum: So hoch wie nötig, so niedrig wie möglich. Heult ein Motor auf, weil sich die Drehzahlen im hohen Bereich bewegen, dann verbrauchen Sie definitiv ganz unnötig Sprit. Also: Wenn Sie Gas geben, schalten Sie so schnell wie möglich in die höheren Gänge. Aber: Lassen Sie sich Zeit beim Gang runterschalten. Es empfiehlt sich, niedrigtourig mit etwa 2.000 Umdrehungen in der Minute unterwegs zu sein. Und wenn Sie von weitem schon sehen, dass Sie auf eine rote Ampel zufahren: Spritsparend fahren, indem Sie den Fuß vom Gas nehmen und sich einfach ausrollen lassen.
  4. Elektrik unter Kontrolle behalten: Im Winter ist die Sitzheizung ein Segen, eine Scheibenheizung sorgt für freie Sicht und im Sommer wird die Klimaanlage eingeschaltet. Luxus pur, aber der hat eben auch seinen Preis. Denn die elektrischen Geräte im Auto verbrauchen Strom und in diesem Fall bedeutet Strom gleich Sprit. Lassen Sie also kein Gerät sinnlos oder achtlos laufen, wenn sie spritsparend fahren wollen. Im Stadtverkehr kann eine Scheibenheizung im schlimmsten Fall rund 0,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen, eine Klimaanlage kann auf gut 0,3 Liter Mehrverbrauch kommen.Tipps, wie man beim Fahren Sprit sparen kann
  5. Nicht unnötig schnell fahren: Mit einer verbrauchsarmen Fahrweise können Sie auch auf der Autobahn Sprit sparen. Wer auf der Autobahn rast, braucht sich ebenfalls nicht wundern, wenn der Tank vorschnell leer ist. Mehr als 130 km/h sollten Sie nicht fahren, wenn Sie spritsparend fahren wollen. Mit weniger Kraftstoff mehr Kilometer fahren, lautet die Devise. Nach Angaben des TÜV Süd fährt ein Auto bei 160 km/h gegen den vierfachen Luftwiderstand als bei 80km/h. Der ADAC ergänzt: Ein Mittelklasse-PKW verbraucht bei 160 km/h zwei Drittel mehr Sprit als bei 100 km/h. Insgesamt gilt: Wer auf der Autobahn mit 130 statt 160 km/h unterwegs ist, spart mehr als zehn Prozent Kraftstoff und kommt trotzdem nicht später an. Das belegen zahlreiche Studien. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Sie auch auf der Autobahn ein möglichst gleichmäßiges Tempo fahren und nicht dauernd beschleunigen und bremsen. In diesem Fall können Sie auch mit einem Tempomaten spritsparend fahren – egal, ob Sie mit einem Benziner, Diesel oder Automatik auf der Autobahn unterwegs sind.
  1. Ebenfalls einfach wie effektiv: Wenn Sie an der geschlossenen Bahnschranke stehen, schalten Sie den Motor aus – erst recht, wenn Sie wissen, dass es eine längere Standzeit auf Sie zukommen kann. Ab 20 Sekunden lohnt sich das Abstellen des Motors. Denn auch im Leerlauf verbraucht der Motor Sprit, je nach Hersteller zwischen 0,8 und 1,5 Liter Sprit pro Stunde. Bei modernen Wagen gibt es bereits häufig eine Start-Stopp-Automatik.
  2. Vermeiden Sie unnötiges Gepäck am Auto. Das betrifft vor allem leere Fahrradträger und Dachboxen. Klar: Wenn Sie Ihre Räder mit in den Urlaub nehmen möchten, dann kalkulieren Sie dafür auch entsprechend Treibstoff ein – und das müssen Sie. Denn laut ADAC führen Fahrräder auf dem Autodach zu einer Verbrauchsteigerung von knapp 42 Prozent bei Tempo 130 km/h. Spritsparender fahren Sie mit einem Heckträger, der zu einem Mehrverbrauch von rund 18 Prozent bei Tempo 130 führt. Vermeiden Sie auch Lehrfahrten oder entfernen Sie die Gegenstände, die Ihr Auto unnötig beschweren und zusätzlichen Luftwiderstand erzeugen.
  3. Das gilt auch für schweres Gepäck im Kofferraum. Eine schwere Masse benötigt mehr Energie, um in Gang gesetzt zu werden. Auf der Autobahn fällt dies tatsächlich weniger ins Gewicht, in der Stadt ist es dann aber umso bedeutsamer. Denn Ihr Wagen muss im Stop-and-Go-Verkehr viel mehr Energie aufbringen, damit er sich in Bewegung setzt. Da im Kontext der Masse der Mehrverbrauch von so unterschiedlichen Bedingungen abhängt, ist es schwer, diesen zu errechnen. Der ADAC gibt eine ganz grobe Richtlinie von 0,1 bis 0,3 Liter Spritverbrauch je 100 Kilometer bei einer Zuladung von 100 Kilogramm an.Tipps, wie man beim Fahren Sprit sparen kann
  4. Messen Sie Reifendruck. Mit zu wenig Druck in den Reifen wird der Rollwiderstand erhöht und alles was einen großen Widerstand erzeugt, verbraucht mehr Kraft und ist somit kontraproduktiv, um spritsparend zu fahren. Laut ADACkönnen Reifen mit optimiertem Luftdruck etwa einen halben Liter Sprit auf 100 Kilometer einsparen. Der Rollwiderstand der Reifen wirkt sich ebenfalls negativ auf die Spritbilanz aus. Je nach Einsatzbedingungen, Streckentyp, Fahrweise und Reifenbeschaffenheit variiert auch der Spritverbrauch erheblich. Mitunter kann es sich also lohnen, teurere Reifen zu kaufen, die aber einen geringen Rollwiderstand haben. Das Geld holen Sie dank des geringeren Spritverbrauchs im Laufe der Nutzungsdauer wieder rein.
  1. Ebenso simpel wie einfach: Beobachten Sie die Tankstellen und tanken Sie Ihr Auto dann, wenn die Spritpreise günstig sind. Apps und Websites wie clever-tanken.de, mehr-tanken.de und kraftstoffbilliger.de helfen bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle. Tipp: Welche App sinnvoll ist, erfahren Sie in unserem Tank-App-vergleich. Die Beobachtung des Bundeskartellamts, das die Kraftstoffpreise von 14.000 Tankstellen erfasst, hat folgendes ergeben: Alle Tankstellen fangen morgens mit den höchsten Preisen an. Im Verlauf des Tages sinken die Preise dann mit leichtem Auf und Ab bis zum Abend kontinuierlich und erreichen in der Regel ihren Tiefststand nach 18 Uhr. Spritsparendes Fahren kann manchmal also auch heißen, einfach auf den besten Preis zu warten. Günstig Tanken mit einer App – einfach geht es gar nicht.
  2. Ein weiterer Beitrag zum Spritsparen: Ist Ihr Auto in einem tadellosen Zustand? Ist das Motoröl frisch und der Luftfilter sauber? Arbeiten Sensoren wie Luftmassenmesser und Lambda-Sonden korrekt, um das Gemisch richtig einzustellen? All diese Dinge können den Spritverbrauch erhöhen, wenn sie nicht richtig funktionieren. Lassen Sie also beim nächsten Besuch in der Werkstatt den Techniker mal darüber schauen.
  3. Sie meinen es richtig ernst mit dem Spritsparen? Dann können Sie bei Automobilclubs an kurzen Eco-Trainings teilnehmen. Dort werden Ihnen nicht nur theoretisch – wie hier in unserem Magazin – sondern auch ganz praktisch sämtliche Tipps vermittelt, wie man spritsparend fahren kann.

Was Sie sonst noch über ökonomisches Fahren wissen sollten

Die oben genannten zwölf Tipps sollten Sie verinnerlichen, wenn Sie spritsparend fahren wollen. Es gibt aber noch weitere Hinweise, die Ihnen mehr Kilometer bringen können. Wenn Sie sich also fragen, wie lassen sich mit weniger Kraftstoff mehr Kilometer fahren, dann sollten Sie folgende Hinweise auch einmal ausprobieren:

  • Beschleunigen frisst Sprit. Damit erzählen wir Ihnen natürlich nichts Neues. Aber wenn Sie wirklich langfristig benzinsparendes Fahren betreiben wollen, dann sollten Sie mit spritsparendem Beschleunigen anfangen. Es ist viel effizienter, wenn Sie Ihre Zielgeschwindigkeit schnell erreichen und am Anfang Gas geben.
  • Mythos Leerlauf: Wenn Sie denken, im Leerlauf fahren spart Sprit, dann müssen wir Sie leider enttäuschen. Laut TÜV Nord hat dies keinerlei Auswirkungen auf den Verbrauch – es sei denn, die Stellen parallel den Motor ab. Dann schaffen Sie, spritsparend zu fahren.

Fazit: Spritsparend fahren ist nicht so schwer, wenn man wirklich will

Wie kann ich beim Fahren Benzin sparen? Wie fahre ich eigentlich spritsparend? Welche Fahrweise führt zu hohem Kraftstoffverbrauch? Eine unachtsame Fahrweise, die aus viel Gas geben, Abbremsen und fahren mit kaltem Motor (also Kurzstrecken) besteht. Sie selbst können also maßgeblich dazu beitragen, spritsparend zu fahren, indem Sie vorausschauend fahren, dass Tempo gleichmäßig halten und sich dem fließenden Verkehr anschließen.

 

Titelbild: Jan-Schneckenhaus
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