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Navi oder Smartphone – so entscheiden Sie sich richtig

Die wenigsten Autofahrer haben heutzutage noch Zeit und Muße, Karten zu studieren, bevor sie längere oder kürzere Reisen antreten. Ob jung oder alt – so gut wie jeder verlässt sich heutzutage auf das eingebaute Navi-System im Auto oder auf das Smartphone. Doch welches Gerät ist tatsächlich besser und vor allem zuverlässiger? Im folgenden Artikel haben wir uns für Sie Fragen wie: „Navi oder Google Maps?“ und „Navigationsgerät oder App?“ angenommen.

Navi vs. Smartphone – wie funktionieren die unterschiedlichen Navigationssysteme?

Klassisches Navi oder Smartphone? Beide werden von Autofahrern gern genutzt. Um herauszufinden, welches sich besser für Ihre Bedürfnisse eignet, sollten Sie erst einmal wissen, wie sich die Funktionsweisen der Systeme unterscheiden.

Navigation mit dem Handy

Die Navigation mittels App oder Google-Navi auf Ihrem Handy ist die unkompliziertere Variante. Das liegt daran, dass mittlerweile die meisten Menschen in Deutschland über Smartphones verfügen – Sie müssen sich also kein zusätzliches Gerät anschaffen. Ihr Handy zum Navigieren zu benutzen, ist also in jedem Fall günstiger.

Navigation mit Google-Maps

Google-Maps ist wohl die verbreitetste Navigationslösung. Sie funktioniert, ohne dass Sie gezwungen sind, eine App oder ein Tool herunterzuladen. Zugriff erhalten Sie kostenfrei über die Google-Website. Ein großer Vorteil von Google liegt darin, dass die Suchmaschine die Verkehrslage mittels GPS sehr authentisch abbildet. Autofahrer erkennen auf einen Blick, an welchen Abschnitten der Strecken sie mit Staus, Baustellen, stockendem Verkehr etc. rechnen müssen. Das liegt daran, dass Google nicht nur auf die Standortdaten Ihres Smartphones, sondern auch auf die anderer Verkehrsteilnehmer zurückgreift. Die Informationen, die die verschiedenen Geräte liefern, gleicht Google dann ab, um ein aktuelles Bild der Verkehrssituation zu erstellen.

Google Maps Auch andere Anbieter von Navigationssystemen nutzen dieses Prinzip, Daten zu verwenden, um daraus Informationen zu filtern. Allerdings entscheidet die Masse der Nutzer darüber, wie gut es funktioniert. Googles Android-Betriebssystem läuft auf 85 Prozent aller Smartphones weltweit. Daher steht hier eine riesige Menge an Daten zu Verfügung, um die Verkehrslage abzubilden. Entsprechend sind die Vorhersagen von Google-Maps extrem detailliert und zuverlässig im Vergleich zu anderen Anbietern.

Besonders praktisch: Die Routenführung umfasst neben Strecken für Autofahrer auch solche für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Ein Nachteil liegt allerdings darin, dass der Datenverbrauch der App recht hoch ist mit ca. 2 Megabyte (Mbyte) pro Minute. Auch den Akku Ihres Smartphones belastet Google-Maps stark bei längeren Autofahrten.

Navi oder Smartphone – Vorteile von Google-Maps auf einen Blick:

  • Zeigt Staus, stockenden Verkehr etc. zuverlässig an
  • Ist kostenlos
  • Sammelt Daten anderer Autofahrer und ist somit besonders aktuell
  • Beinhaltet zusätzlich Funktionen für Radfahrer und Fußgänger

Was ist die beste Navi-App für Android

Neben Google-Maps existieren auch Handy-Navi-Apps wie „Waze“ oder „MapFactor“, die Sie herunterladen müssen, bevor Sie sie nutzen können. Die meisten funktionieren nach demselben Prinzip wie Google-Maps, bieten aber den Vorteil, dass man sie auch offline verwenden kann. Sie haben also die Möglichkeit, vor der Autofahrt Kartenmaterial zu downloaden und diese während der Reise zu benutzen, ohne das Internet anzapfen zu müssen. So sparen Sie Datenvolumen und auch ihr Akku leidet nicht so stark.

Wenn Ihnen außerdem nicht geheuer ist, dass Google Ihre Daten sammelt und auswertet, können Sie auf Apps wie „OsmAnd“ zurückgreifen. Diese verwenden statt User-Datensätzen Open-Streetmap-Karten. Im Gegenzug sind diese Navigations-Apps allerdings häufig weniger aktuell als Google.

Navi oder Smartphone – Vorteile der Android-Apps auf einen Blick:  

  • Können auch offline genutzt werden
  • Sparen Datenvolumen und Akkuleistung
  • Nutzer können sich für Apps entscheiden, die im Gegensatz zu Google keine Daten sammeln

Fahren mit dem Navigationsgerät

 

Obwohl Smartphone-Apps praktisch sind, finden auch Navigationsgeräte immer noch Verwendung. Sie überzeugen in erster Linie dadurch, dass sie zuverlässig sind und sich unkompliziert bedienen lassen. Navigationsgeräte müssen nicht mit dem Internet verbunden sein, um navigieren zu können. Sie verfügen außerdem über angenehm große Displays, sind robust und lassen sich leicht sowie sicher im Auto auf Augenhöhe befestigen. Zudem offerieren viele Navigationsgeräte mittlerweile Zusatzfunktionen wie Radarfallen- und Stauenden-Warnsysteme.

Negativ ist allerdings, dass sie im Vergleich zu den Navi-Apps für Smartphones recht teuer sind – der Preis liegt zwischen 80 und 400 Euro.

Navi oder Smartphone – Vorteile von Navigationsgeräten auf einen Blick:

  • Zuverlässig und robust
  • Lassen sich im Innenraum des Wagens befestigen
  • Benötigen kein Internet, um zu funktionieren
  • Verfügen oft über nützliche Zusatzfunktionen

Im direkten Vergleich – Navigationsgerät oder Handy?

Welches Gerät sich besser als Mittel zur Navigation eignet – Navi oder Smartphone –, ist grundsätzlich eine Frage des Kosten-Nutzenverhältnisses bzw. der eigenen Präferenzen. Wägen Sie ab.

Smartphones überzeugen in erster Linie dadurch, dass sie extrem vielseitig sind. Sie haben die Möglichkeit, Google-Maps zu verwenden oder verschiedene andere Apps, die jeweils über unterschiedliche Funktionen verfügen. So können Smartphone-Nutzer beispielsweise entscheiden, ob sie ihr Navi lieber off- oder online verwenden wollen und von den verschiedenen Stärken der Apps profitieren.

Die Echtzeit-Anzeige von Google ist nach wie vor laut der Stiftung Warentest das beste und zuverlässigste Navigationssystem. Hinzu kommt, dass Google-Maps – wie die meisten Apps – kostenlos ist.

Die Nachteile von Smartphones liegen allerdings auf der Hand.

Wenn Sie keine separate Halterung für Ihr Handy erworben haben, können Sie es beispielsweise nicht problemlos im Auto platzieren, so dass Sie das Display gut sehen und nicht abgelenkt werden.

Zusätzlich störend wirken, können Anzeigen, Nachrichten, E-Mails usw., die auf dem Display erscheinen. Das kann extrem gefährlich sein, weil es Sie als Fahrer ablenkt.

Smartphones stellen daher immer ein potenzielles Sicherheitsrisiko für Sie und andere dar. Falls Sie die Polizei mit dem Handy am Steuer erwischt, drohen außerdem Bußgelder.

Weiterhin funktionieren viele Apps nur in Verbindung mit einer stabilen Internetverbindung – ist diese nicht gegeben, arbeitet das Navigationssystem auch nicht zuverlässig. Die Karten für den Offline-Gebrauch herunterzuladen kostet im Gegenzug viel Speicherplatz. Auch diese Funktion stellt daher nicht zwangsläufig eine Alternative zu Online-Apps dar.

Navigationssysteme benötigen dagegen kein stabiles Internet, lassen sich problemlos mit der integrierten Halterung befestigen und lenken Autofahrer nicht unnötig ab.

Außerdem verfügen Sie über deutlich größere Displays als Smartphones und sind daher benutzerfreundlicher.

Allerdings besitzen die meisten Menschen Handys, während sie Navigationssysteme erst käuflich erwerben müssen. Und gute Systeme können teuer sein.

Wie schon erwähnt, geben bei der Frage: „Navi oder Smartphone?“ also in erster Linie Ihre persönlichen Vorlieben den Ausschlag.

Legen Sie Wert auf eine günstige Lösung, so sind Apps auf Ihrem Smartphone definitiv empfehlenswert. Wollen Sie dagegen ein System mit möglichst großem Funktionsumfang, empfehlen wir ein Navigationsgerät.

 

Navi oder Smartphone – Vergleich der Stärken und Schwächen

  Smartphone Navi-Gerät
Auch offline nutzbar Nur mit bestimmten Apps Ja
Robust Vom Modell abhängig Ja
Zeigt Staus, Baustellen etc. als Echtzeitdaten an Ja Ja
Preis Die meisten Apps sind kostenlos Kann teuer sein
Halterung Muss separat gekauft werden Ja