Person in der Werkstatt trägt graue Autofolie auf die Motorhaube auf.

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Auto folieren – alles, was Sie wissen müssen

Wenn Sie Ihr Auto mit einer neuen Farbe oder einem neuen Muster versehen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten: Folieren oder Lackieren.

Lack ist deutlich haltbarer als Fahrzeugfolie, dafür auch teurer. Autofolien sind dagegen günstig zu erwerben. Die Auswahl ist riesig, aus der die Verbraucher wählen können.

Für viele Autofahrer sind Folien daher eine attraktive Alternative zu Lack, wenn es darum geht, das Auto ohne viel Aufwand optisch zu verschönern.

Sie möchten mehr erfahren?

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Infos zum Thema für Sie zusammengefasst.

Was bedeutet es genau, das Auto folieren zu lassen

Folieren bedeutet, dass eine Verklebungsfolie auf den Oberflächen Ihres Wagens angebracht wird. Solche gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Folienfarben und Designs – mit 3-D-Effekten, matt schimmernden Farbwechseln, einzigartigen Mustern etc. . – je nach Geschmack.

Autofolien lassen sich grundsätzlich auf allen glatten Oberflächen anbringen.

Dies sollten Sie allerdings von einem Fachmann erledigen lassen, Folieren ist  aufwändig und erfordert Fingerspitzengefühl.

Wenden Sie sich daher an eine Werkstatt oder Fachmann.

  • Vollfolierung:

Hierbei werden sämtliche lackierten Flächen Ihres Fahrzeugs beklebt. Das Folieren innerer Türkanten ist mit höheren Preisen verbunden.

  • Teilfolierung:

Nur Teile des Fahrzeugs wie etwa die Motorhaube oder Seitentüren werden foliert.

  • Lackschutzfolierung:

Dieses Verfahren dient dazu, den Lack zu schützen. Die verwendete Folie ist daher bis zu dreimal dicker als konventionelle Druckfolien und durchsichtig.

  • Stickerfolierung:

Bei der Stickerfolierung können Sie einen einzelnen Schriftzug oder ein Logo an Ihrem Auto anbringen lassen.

  • Scheibenfolierung:

Hierbei werden nur die Front- oder Heckscheiben foliert – meist mit speziellen Sonnen- oder Wärmeschutzfolien.

  • Sprühfolie:

Auto-Sprühfolie wird im Gegensatz zur normalen Folie nicht aufgeklebt, sondern – ähnlich wie Lack – mit einer speziellen Lackierpistole aufgetragen. Im Gegensatz zum Autolack können Sie die Sprühfolie allerdings jederzeit wieder entfernen.

R+V24 Vollfolierung BMW Hybrid

Wie funktioniert das Auto-Folieren?

Zuerst sollten Sie einen Termin bei der Werkstatt Ihres Vertrauens vereinbaren. Je nach Art und Umfang des Auto-Folierens können dabei Kosten in unterschiedlicher Höhe entstehen. Auch die Dauer des Verfahrens kann schwanken.

Für eine Teilfolierung fallen üblicherweise Kosten zwischen 500 und 1.500 Euro an. Bei einer Vollfolierung zahlen Sie dagegen deutlich mehr, bis zu 5.000 Euro. Das Prozedere dauert 2 bis 5 Tage.

Das Folieren des Autos beginnt damit, dass die Werkstattangestellten das Fahrzeug komplett entfetten. Dabei verwenden sie spezielle Industriereiniger. Dieser Schritt ist wichtig, da die Folie nur auf trockenen, sauberen Oberflächen zuverlässig hält.

Ist der Wagen trocken, wird die Folie befestigt und anschließend zugeschnitten.

Zum Ende behandeln die Angestellten die Folie mit einem Heizföhn, damit sich der Kleber verfestigt.

Wichtig: Nach Abschluss der Autoaufbereitung sollten Sie für ca. zwei Wochen keine Waschanlagen aufsuchen. Die Belastung durch Feuchtigkeit und mechanischen Druck kann nämlich dazu führen, dass sich die Folie ablöst.

Welche Vor- und Nachteile hat, eine Autofolierung?

Das Auto zu folieren, bringt diverse Vorteile, allerdings auch einige Nachteile mit sich. Die wichtigsten haben wir für Sie in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Vorteile Nachteile
Auto-Folieren ist schneller und günstiger als eine Hat eine vergleichsweise kurze Lebensdauer – zwischen 2 und 10 Jahren
Folie lässt sich üblicherweise schnell wieder ablösen Polieren ist nicht möglich, da die Folie sich ablösen kann
Große Auswahl an Designs und Farben beim Auto-Folieren Nach Ablösen der Folie können Verfärbungen im Lack zurückbleiben
Folie bedeckt und schützt Lack sowie Scheiben und reduziert Hitze

Ist es möglich, eine Autofolierung selbst durchzuführen?

Das Auto selbst zu folieren, ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Damit dies gelingt, benötigen Sie  nicht nur Fachwissen, sondern auch das nötige Werkzeug sowie eine geeignete Umgebung.

Dies trifft insbesondere auf Vollfolierungen zu.

Wollen Sie die Schutzfolie für Ihr Auto selbst zuschneiden und aufkleben, entstehen schnell optische Mängel. Überlappen sich etwa Teile der Folie oder lösen sich Ränder ab, kann das die gesamte Folierung schnell ruinieren und die ganze Arbeit war umsonst.

Zum Bekleben Ihres Autos braucht es außerdem ideale räumliche Bedingungen. Die Luft im Raum muss staubfrei sowie trocken sein und die Temperatur bei 20 bis 25 Grad liegen.

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die rechtlichen Rahmenbedingungen legen, bevor Sie Ihr Auto bekleben.

Anbauteile wie Tönungsfolien für ihre Autoscheiben benötigen  ein sogenanntes Gutachten zur Allgemeinen Betriebserlaubnis.

Darin finden sich Auflagen, die Sie beachten müssen, wenn Sie die Fahrzeugteile anbringen.

Ignorieren Sie die Richtlinien, drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz.

Junger Mann wischt das Dach seines Autos mit einem Mikrofasertuch sauber.

Wie reinigen Sie Ihr foliertes Auto richtig?

Grundsätzlich pflegen Sie Car-Wrapping-Folie ähnlich wie gewöhnlichen Lack. Einige Punkte sollten Sie allerdings beachten, um selbige nicht zu beschädigen.

  • Auf Lack verzichten

Falls Sie Ihr Fahrzeug mit der Hand waschen, verzichten Sie auf Wachs. Polierwachs kann  Flecken auf der Folie entstehen lassen.

  • Keine Waschanlagen mit Nylonbürsten

Achten Sie bei Waschanlagen darauf, dass diese nur textile Waschelemente verwenden. Bürsten können Kratzer auf der Oberfläche der Car-Folien hinterlassen.

  • Nachtrocknen

Verwenden Sie nach der Wäsche am besten ein weiches Tuch, damit sich keine Wasserflecken auf den Folien bilden.

  • Hochdruckreiniger mit Vorsicht verwenden

Sind die Folien fürs Auto grob verschmutzt, können Sie einen Hochdruckreiniger benutzen. Dabei sollten Sie  darauf achten, dass Sie den Strahl nicht auf die Folienkanten richten und einen Sicherheitsabstand von 30 bis 50 cm einhalten.