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VW T-Roc Cabriolet Fahrbericht | Test | Probefahrt

Sommer, Sonne, Cabrio – doch die Auswahl wird immer kleiner. Im Volkswagen Konzern gab es früher das VW Käfer Cabriolet, den VW Golf als Cabrio, den VW Eos als Cabriolet, den VW Beetle als Cabrio und was haben alle gemeinsam? Gestrichen! Derzeitig gibt es exakt ein Cabriolet von Volkswagen und das ist ausgerechnet ein SUV! Klingt komisch, ist aber so.

VW T-Roc Cabriolet Fahrbericht

VW T-Roc Cabriolet Fahrbericht

VW T-Roc Cabriolet Design Check

Das Cabriolet ist 4,28 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,81 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,63 Meter. Unser Fahrzeug präsentiert sich in Pure-White lackiert und verfügt über ein schwarzes Dach. Bei den Felgen hat man je nach Ausstattungslinie die Qual der Wahl: 17, 18 oder doch lieber 19″? Unser Testfahrzeug hatte zu Gunsten der Optik die 225/40 19″ auf die 8×19″ Felgen aufgezogen. Die Felgen hören auf den wunderbaren Namen Suzuka, erinnern somit natürlich an die Rennstrecke, aber da fährt man ja normalerweise nicht mit einem SUV und schon gar nicht mit einem Cabriolet, oder?

VW T-Roc Innenraum Check

Klasse! Klassische Rundinstrumnte, dafür aber ein großes Display für das Infotainment. Richtige Taster, sogar noch ein Drehrad für die Lautstärke. Wir fuhren die R-Line, somit hatten wir auch das sportliche Lenkrad und die sportlichen Sitze verbaut. Das Radio verfügt nicht nur über Apple Carplay, sondern unterstützt auch DAB+ sowie Internet-Radio. Besser geht es schon fast nicht mehr.

Fast schon klassisch anmutender Innenraum - uns gefällt das!

Fast schon klassisch anmutender Innenraum – uns gefällt das!

Das Smartphone kann induktiv geladen werden, das Fahrzeug lässt sich intuitiv bedienen. Nur die Fingerabdrücke auf dem Touch-Screen nerven bei Sonneneinstrahlungen noch mehr. Vorne sitzt man bequem, hinten sehen wir Personen bis maximal 1,85 Meter wenn das Dach geschlossen ist.

Der Einstieg in den Fondbereich gestaltet sich bei geschlossenem Dach etwas kompliziert, vor allem wenn man dort Kinder anschnallen möchte. Da kann man auch schon mal einen Termin beim Physiotherapeuten oder Chiropraktiker machen.

Fun-Fact: Mit dem T-Roc Cabriolet kann man sogar Anhänger ziehen, bis zu 1,7 Tonnen Anhängelast sind drin (bei 8% Steigung). Die Stützlast liegt bei 80 kg, eine Dachlast enfällt natürlich. Das mit der Anhängerkupplung macht sogar Sinn, denn das Koffferaumvolumen von 280 Liter reicht nun wahrlich nicht immer aus. Innerhalb von wenigen Sekunden kann man – bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h – das Dach per Tastendruck öffnen und auch wieder schließen.

VW T-Roc Cabriolet Motor Check

Bei unserem Testwagen steckte ein 1.5 Liter Benziner mit einer Leistung von 110 kW unter der Haube. Das Aggregat gibt seine Kraft zunächst über ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe und anschließend wieder über die Vorderachse auf die Fahrbahn. Damit haben wir im übrigen die Top-Motorisierung. Als Käufer hat man die Wahl, selber schalten über ein manuelles 6-Gang Getriebe, oder doch lieber schalten lassen.

1.5 Liter Benziner - die Topmotorisierung im VW T-Roc Cabriolet!

1.5 Liter Benziner – die Topmotorisierung im VW T-Roc Cabriolet!

Dank Ottopartikelfilter erfüllt der 1.5 TSI die Abgasnormen und er soll sich auf dem NEFZ-Prüfstand 5,5 Liter auf 100 km begnügen, sofern man das Doppelkupplungsgetriebe verbaut hat. Der 1.5 TSI entwickelt sein maximales Drehmoment von 250 Nm zwischen 1.500 und 3.500 Umdrehungen pro Minute. Legt man es drauf an, dann beschleunigt das Fahrzeug innerhalb von 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht – auch offen – eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Der Tank fasst 50 Liter, bei einem WLTP-Normverbrauch von kombiniert 6,7 Liter muss man schon etwas häufiger zur Tankstelle.

VW T-Roc Cabriolet Fahreindruck Check

Das DCC mit Driving Mode macht einen guten Job! Die Spreizung spürt man!

Das DCC mit Driving Mode macht einen guten Job! Die Spreizung spürt man!

Der liegt richtig gut auf der Straße! Das war unser erster Gedanke! Selbst wenn man die Kurven etwas sportlicher nimmt, bringt das so ein T-Roc Cabriolet nicht ins zwischen. Die Lenkung spricht direkt an, wir hatten die adaptive Dämpferregelung verbaut, die Spreizung zwischen Komfort und Sport ist gut gelungen. Der Geradeauslauf ist gut, Spurrinnen überspielt das T-Roc Cabriolet einfach und Lastwechselreaktionen muss man schon bewusst herbeiführen, aber selbst dann lässt sich das Fahrzeug problemlos beherrschen. Die Bremse spricht gut an, lässt sich sauber dosieren die zahlreichen Assistenzsysteme sichern das Fahrverhalten zusätzlich ab. Mit einem Verbrauch um die 7 Liter muss man aber schon rechnen.

VW T-Roc Cabriolet Preis Check

Preislich startet der Crossover mit Sonnenverdeck ab 27.545 Euro, in der Active-Ausstattung geht es ab 29.810 Euro los. Wählt man die attraktive R-Line, dann wechseln mindestens 32.860 Euro den Besitzer. Mit dem großen Navi, dem Windschott, den schönen Felgen und ein paar Kreuzen mehr auf der Aufpreisliste, landet man allerdings schnell bei über 40.000 Euro.

Geschlossen sehen die meisten Cabrios nicht so attraktiv aus, oder?

Geschlossen sehen die meisten Cabrios nicht so attraktiv aus, oder?

VW T-Roc Cabriolet Fazit und Zielgruppen-Check

Brauch man noch eine Baby-Schale? Fährt man häufiger zu dritt oder viert? Dann wird man vermutlich nicht viel Spaß haben beim Ein- und Ausstieg. Wir sehen den T-Roc für Singles, Paare oder aber auch für Senioren, die sich einfach noch etwas vom Fahrtwind streicheln lassen wollen. Als Familienfahrzeug bietet der T-Roc ohne Dach einfach zuwenig Platz und auf dem Beifahrersitz gibt es keine Isofix-Halterung. Ärgerlich, echt ärgerlich. Ansonsten finden wir es gut, dass Volkswgen zumindest ein Cabriolet im Angebot hat.

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