Mann wäscht Frontscheibe von Auto.

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Autopflege im Frühjahr: Mit diesen Tipps ist Ihr Auto fit für den Frühling

Richtige und regelmäßige Autopflege ist enorm wichtig, wenn Sie lange Freude an Ihrem Fahrzeug haben wollen. Daher empfiehlt die R+V24, das Auto jedes Jahr frühlingsfit zu machen. Denn der Winter beansprucht ein Kfz sehr: Streusalz setzt dem Lack zu und Feuchtigkeit sammelt sich im Inneren, was sowohl die Schimmelbildung fördert als auch die verbaute Technik in Mitleidenschaft zieht. Wenn Sie Ihr Auto allerdings pflegen und die Tipps der R+V24 beherzigen, bewahren Sie Ihr Fahrzeug vor langfristigen Schäden. Sobald der Winter vorbei ist, wird es also Zeit, mit der richtigen Autopflege ins Frühjahr zu starten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Schritt 1: Die Autowäsche

Bevor Sie mit den Feinheiten beginnen, starten Sie die Autopflege im Frühjahr mit einer gründlichen Autowäsche. Sofern Ihr Fahrzeug nur leicht verschmutzt ist, reichen ein Eimer Wasser und ein Schwamm vollkommen aus. Wurde Ihr Auto im Winter allerdings mehr beansprucht, lohnt sich zunächst eine Vorwäsche mit einem Hochdruckreiniger. Mit diesem entfernen Sie grobe Verschmutzungen. Anschließend können Sie mit einer gründlichen Reinigung beginnen. Welche Autopflegeprodukte sich dafür eignen, haben wir Ihnen in unserem Autopflegemittel-Test zusammengefasst.

Warum gehört eine gründliche Reinigung zur Autopflege im Frühjahr dazu?

Im Winter wird meist Streusalz auf den Straßen verwendet, um Schnee und Eis zu bekämpfen. Was allerdings im Straßenverkehr hilft, kann Fahrzeugen schaden. Streusalz greift nämlich nicht nur den Autolack an, sondern ebenfalls Felgen, Dichtungen und den Unterboden. Damit das Salz nicht zu unnötiger Korrosion führt, sollten Sie immer eine Reinigung vornehmen. Ihr Fahrzeug wird Ihnen diesen Teil der Autopflege im Frühling durch eine längere Lebensdauer danken.

Was ist alles Bestandteil der Autowäsche im Frühjahr?

Die großen Problemzonen eines Fahrzeugs sind sowohl der Unterboden als auch die Radläufe. Denn genau hier setzen sich Schmutz und Streusalz besonders gut fest. Achten Sie daher darauf, Unterboden und Radkästen gründlich zu säubern. Weiterhin ist eine Autopflege folgender Bestandteile im Frühling sinnvoll:

  • Fensterscheiben
  • Tür- und Fensterdichtungen
  • Spiegel
  • Scheinwerfer
  • Motor

Welche Arten der Autowäsche gibt es?

Ihnen stehen drei Optionen zur Verfügung:

  1. Sie können das Auto selbst waschen.
  2. Sie nutzen eine Schnell-Selbst-Waschanlage.
  3. Sie lassen Ihr Fahrzeug in der besten Waschanlage reinigen, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

Achtung: Bei einer Autopflege im Frühjahr in Eigenregie sollten Sie sich vorher über die Vorschriften und Regeln informieren. Auto waschen Zuhause ist erlaubt, allerdings nur auf dem eigenen Grundstück und nicht im Straßenverkehr. Weiterhin dürfen Sie keine Chemiereiniger verwenden, wenn diese ins Grundwasser geraten könnten.

Wenn Sie kein Grundstück besitzen, lohnt sich die Fahrt in eine Selbst-Waschanlage. Dort finden Sie alle Gerätschaften, die Sie für die Autopflege im Frühling benötigen: Schlauch, Reiniger, Staubsauger etc. Außerdem haben Sie hier den Vorteil, dass diese Anlagen über eine spezielle Abwasserversorgung verfügen. Das Schmutzwasser gerät nicht ins Grundwasser und Sie können Ihr Fahrzeug reinigen, wie es Ihren Bedürfnissen entspricht.

Alternativ kann sich auch der Besuch einer Waschanlage lohnen, um die Verschmutzungen des Winters zu beseitigen. Wenn Sie Ihrem Auto etwas Gutes tun wollen, entscheiden Sie sich für eine Vorwäsche, eine gründliche Hauptwäsche, die den Unterboden einschließt, sowie ein Lackpflege-Programm.

Sonderfall Motorwäsche

Sinnvoll ist diese Maßnahme immer. Denken Sie aber im Vorfeld darüber nach, ob Sie eine Motorwäsche selbst durchführen wollen oder diese lieber durch einen Profi durchführen lassen. Wer nicht das notendige Know-how besitzt, kann bei einer Motorwäsche nämlich das Fahrzeug beschädigen. Lassen Sie im Zweifelsfall lieber einen Experten ran und widmen Sie sich der übrigen Autopflege im Frühling.

Kfz-Mechaniker in einer Werkstatt mit Checkliste auf Klemmbrett

 

Schritt 2: Prüfung des Autolacks

Der Lack ist nicht nur anfällig für Streusalz. Steinschläge, Hagel oder auch versehentliche Zusammentreffen mit Büschen, Sträuchern und Bäumen hinterlassen ihre Spuren. Je nach Parksituation kommen Rückstände von Vögeln, Mardern und anderer Tiere hinzu, die ihre Hinterlassenschaften auf dem Autolack verteilen. Urin und Kot können den Lack angreifen, daher ist es wichtig, dass Sie beispielsweise Vogelkot vom Auto entfernen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit einer Autopflege frühlingsfit machen wollen, sollten Sie sich nach der Autowäsche Ihr Fahrzeug genau ansehen. Suchen Sie den Lack nach Beschädigungen und Mängeln ab. Selbst der kleinste Kratzer kann schlimmstenfalls zu Rost führen. Daher ist es sinnvoll, schnell zur Tat zu greifen, wenn Sie einen Lackschaden vorfinden.

  • Kleineren Mängeln können Sie problemlos mit einem Lackstift zu Leibe rücken. Mit diesem versiegeln Sie die Unebenheit und verhindern, dass sich der Schaden weiter ausbreitet. Achten Sie im Idealfall darauf, dass der Stift dieselbe Farbe hat wie der Lack Ihres Autos.
  • Oberflächliche Kratzer beseitigen Sie, indem Sie Ihr Auto polieren. Dies können Sie entweder mit einer Poliermaschine oder per Hand tun. Wir empfehlen Ihnen das händische Polieren. Gerade dann, wenn Sie sich mit einer Maschine nicht auskennen, tragen Sie sonst vielleicht zu viel Lack ab. Die Konsequenz: Sie müssen in die Werkstatt, um Ihr Auto neu lackieren zu lassen. Die Autopflege fürs Frühjahr per Hand ist zwar aufwendiger, aber dafür auch gründlicher und risikoärmer.
  • Große Mängel lassen Sie besser durch einen Profi behandeln. Hat sich der Schaden bereits auf den Unterlack ausgebreitet, sollten Sie nicht mehr selbst Hand anlegen. Die Experten der Werkstatt wissen in diesem Fall besser, wie das weitere Vorgehen ist.

R+V24-Tipp: Wenn Sie Lackschäden vermeiden wollen, sollten Sie über Lackschutzfolie für Ihr Auto nachdenken. Sie können entweder Ihr Auto selbst folieren oder die Autopflege fürs Frühjahr bei einem Fachmann durchführen lassen.

 

Schritt 3: Der Frühjahrsputz

Das Auto glänzt, nun wird Zeit, den Innenraum des Fahrzeugs zu säubern. Dort sammelt sich im Laufe des Winters nämlich nicht nur Dreck. Meistens finden sich im Kofferraum oder auf der Rückbank Gegenstände der kalten Jahreszeit: Enteisungsspray, Eiskratzer, Frostschutzmittel etc. Autopflege bedeutet auch Auto-Frühjahrsputz.

  • Beginnen Sie damit, das komplette Fahrzeug zu entrümpeln. Nehmen Sie einen Müllbeutel und entfernen Sie zunächst alle groben Verschmutzungen. Nutzen Sie die Gelegenheit und räumen Sie Ihr Auto direkt auf. Bestimmt haben Sie auch noch Dinge im Fahrzeug, die Sie schon längst wegwerfen wollten – zum Beispiel abgelaufene Parkzettel oder eine leere Tüte Bonbons auf der Fahrerseite.
  • Räumen Sie anschließend den Kofferraum auf, indem Sie nicht mehr benötigte Dinge aussortieren. Den Eiskratzer brauchen Sie im Sommer nicht. Stellen Sie alles in einen Karton und lagern Sie diesen zum Beispiel in der Garage. Vor dem nächsten Winter müssen Sie diese Dinge nicht mit sich Spazieren fahren.
  • Nun können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, wie umfangreich die Reinigungsarbeiten für Sie werden.
  • Beginnen Sie mit den Fußmatten. Holen Sie diese aus dem Innenraum heraus und klopfen Sie die Matten gründlich aus. In ihnen sammelt sich oftmals der meiste Schmutz.

Tipp: Es gibt verschiedene Varianten von Fußmatten. Besitzen Sie Modelle aus Silikon, ist die Reinigung mit einem feuchten Lappen empfehlenswert. Bei Fußmatten aus Stoff sollten Sie nachsehen, ob Sie diese vielleicht in der Waschmaschine reinigen können.

  • Nachdem das komplette Fahrzeug ausgeräumt ist, beginnt die eigene Autopflege für den Start in den Frühling. Nehmen Sie einen Staubsauger und saugen Sie das Auto von oben nach unten – also erst das Armaturenbrett, dann die Polster und zum Schluss den Fußraum. Haben Sie alles gesaugt, können Sie die Fußmatten wieder in den Fußraum legen.
  • Vergessen Sie bei der Autopflege für das Frühjahr nicht die Innenscheiben, damit Sie beim Fahren immer den Durchblick behalten. Normaler Fensterreiniger und ein Mikrofasertuch reichen für die Säuberung vollkommen aus. Anschließend können Sie mit einem angefeuchteten Tuch über Armaturenbrett, Lenkrad und Schaltknüppel wischen.
  • Beenden Sie die Innenraumreinigung mit den Polstern. In diesem Artikel geben wir Ihnen fünf Tipps, wie Sie Flecken vom Autositz entfernen. Wenn Sie verhindern wollen, dass sich Verschmutzung auf den Polstern sammelt, empfehlen wir Ihnen spezielle Sitzbezüge. Diese können Sie herausnehmen und waschen.

Mann wäscht Auto per Hand.

Schritt 4: Der Frühlingscheck

Oftmals verstecken sich Mängel und sind nicht sofort sichtbar. Kleinigkeiten können dann entscheidend für die Leistung Ihres Fahrzeugs sein. Sie fragen sich: „Was braucht man für die Autopflege im Frühling denn noch?“ Allgemeinhin empfehlen Experten, einmal im Jahr einen Check-up in Ihrer Werkstatt zu machen. Dieser hilft dabei, frühzeitig Verschleiß zu erkennen – zum Beispiel an der Wasserpumpe und den Filtern, am Keil- oder auch am Zahnriemen. Dieses Vorgehen wird Inspektion genannt. Diese ist ebenfalls wichtig, wenn Sie Ihr Fahrzeug irgendwann verkaufen und ein gepflegtes Checkheft vorweisen wollen.

Wenn Sie sich mit Autos nicht gut auskennen, lohnt sich auf jeden Fall der Gang zur Fachwerkstatt für den Frühjahrscheck am Auto. Wasserpumpe und Riemen lassen sich ohne entsprechende Kenntnisse nur schwer selber wechseln. In der Werkstatt wird zudem ein Klimaanlagen-Check durchgeführt. Der dazugehörige Innenraumfilter wird im Winter durch Feuchtigkeit stark beansprucht, im Sommer hingegen durch Pollen. Empfohlen wird ein Wechsel spätestens all 15.000 km.

Folgende Dinge können Sie auch selbst prüfen. Nutzen Sie am besten dafür die Zeit, wenn Sie Ihr Auto mit geöffneten Türen trocknen lassen:

Flüssigkeiten tauschen und auffüllen

Öffnen Sie für die Autopflege im Frühling die Motorhaube und prüfen Sie den Stand von Bremsflüssigkeit, Scheibenwischwasser, Kühlwasser und Motoröl. Stellen Sie fest, dass der Stand niedrig ist, sollten Sie die Flüssigkeiten nachfüllen. Leuchten erst die Lichter am Armaturenbrett, ist es oft schon fast zu spät. Einen Ölschaden oder eine Überhitzung des Motors sollten Sie immer vermeiden.

Achtung: Befindet sich noch Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage, füllen Sie nicht einfach ein Sommerreinigungsmittel ein. Es gibt Winterprodukte, die sich nicht mischen lassen. Es könnte in diesen Fällen zu einer Verstopfung der Scheibenwischanlage kommen. Generell empfehlen wir für die Sommermonate ein Präparat, welches Sie dabei unterstützt, Insekten vom Auto zu entfernen.

Scheibenwischer prüfen

Gerade im Winter werden die Scheibenwischer durch Schnee und Eis sehr stark beansprucht. Durch die Kälte können sie porös sein und wischen nicht mehr richtig. Das erkennen Sie, wenn Sie bei Benutzung einen Schmierfilm auf Ihrer Windschutzscheibe haben. Dies kann die Sicht beeinträchtigen – vor allem bei starkem Regen. In diesem Fall sind Sie auf funktionierende Scheibenwischer angewiesen. Merken Sie, dass diese nicht mehr richtig funktionieren, sollten Sie die Wischblätter im Rahmen der Autopflege für den Frühling austauschen.

Motorraum checken

Wenn Sie die Motorhaube geöffnet habe, um den Stand der Flüssigkeiten zu prüfen, können Sie direkt einen intensiveren Blick in den Motorraum werfen. Oftmals finden sich hier ebenfalls Ablagerungen – meist vom Laub, welches im Herbst in den Motorraum eingedrungen ist. Entfernen Sie dieses. Zur Autopflege für das Frühjahr gehört es auch, alle Schläuche zu prüfen. Verlieren Sie Öl oder Wischwasser, sollten Sie diesen Umstand direkt beheben. Tipp: Führen Sie eine Überprüfung des Motorraums regelmäßig durch und nicht nur um Rahmen der Autopflege im Frühling. Denn bald beginnt die Mardersaison und die kleinen Tiere nisten sich sehr gern im Motorraum ein. Durch einen regelmäßigen Blick verhindern Sie Marderbisse und daraus entstehende Folgeschäden.

Beleuchtung prüfen

Nun gilt es die Lichter an Ihrem Auto zu checken. Wenn Sie Stand-, Fern- und Nebellicht prüfen wollen, sollten Sie dies in der Dämmerung tun. Dann sehen Sie am besten, ob irgendwo ein Lämpchen durchgebrannt ist. Brems- und Rückfahrlicht erkennen Sie auch bei Sonnenschein.

Schritt 5: Der Reifenwechsel

Von O bis O – so lautet die Faustformel für den Reifenwechsel. Das bedeutet, Sie fahren von Oktober bis Ostern mit Winterreifen. Anschließend sollten Sie auf Sommerreifen wechseln. Achtung: Da Ostern nicht jedes Jahr am selben Wochenende stattfindet und somit zu unterschiedlichen Zeitpunkten gefeiert wird, sollten Sie sich beim Radwechsel an den Temperaturen orientieren. Sobald diese permanent über sieben Grad liegen, können Sie Ihre Reifen wechseln. Tun Sie dies zu früh, könnte es noch einmal zu Frost kommen. Dann müssten Sie wieder die Winterreifen aufziehen. Zur Autopflege im Frühjahr gehört es übrigens auch, das Reifenprofil Ihrer Sommerräder zu prüfen. Es ist Vorschrift, dass das Profil mindestens 1,6 mm haben muss. Besser wären aber 3 mm. Dies prüfen Sie zum Beispiel mit einem 1-Euro-Stück. Achten Sie auf den Goldrand. Verschwindet er komplett im Profil, ist es ausreichend, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Fahren Sie mit Reifen ohne ausreichendes Profil, kann ein Bußgeld von mindestens 60 € und ein Punkt in Flensburg auf Sie zukommen.

Schritt 6: Sicherheit prüfen

Um die Autopflege im Frühjahr abzuschließen, sollten Sie sich um Ihre Sicherheit kümmern. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise den Verbandskasten im Kofferraum prüfen, ob dieser noch haltbar ist. Wenn nicht, tauschen Sie ihn aus. Kontrollieren Sie ebenfalls, ob ausreichend Warnwesten griffbereit liegen und das Warndreieck vorhanden ist. Im Ernstfall ist es enorm wichtig, dass Sie wissen, wo was liegt und wie Sie es benutzen.

Autopflege im Frühling wird unterschätzt

Die meisten Autofahrer denken, dass es mit der Autopflege getan ist, wenn Sie im Frühjahr in die Waschanlage fahren. Dank dieses Ratgebers wissen Sie nun, dass dies nicht ausreicht. Es ist wichtig, dass Sie gründlich vorgehen. Dadurch erkennen Sie frühzeitig potenzielle Schäden, die im Ernstfall die Fahrtüchtigkeit massiv negativ beeinflussen könnten. Außerdem ist es doch schön, mit einem gepflegten Auto in den Frühling zu starten.