Scheinwerfer eines blauen Sportwagens.

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Alles Wichtige über Auto-Lichter auf einen Blick

Die Lichtanlage Ihres Autos spielt für die Sicherheit im Straßenverkehr eine wichtige Rolle. In unserem Magazin-Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Auto-Lichter wissen müssen: Welche Lichter gibt es? Was sind die geltenden Vorschriften für die Beleuchtung am Auto? Welche Funktionen müssen die einzelnen Scheinwerfer erfüllen? Wie werden sie eingeschaltet? Gleich hier nachlesen!

Alles, was Sie über Auto-Lichter wissen müssen, im Überblick

Das normale Licht am Auto umfasst vorschriftsgemäß die folgende Beleuchtung:

  • Standlicht
  • Parklicht
  • Abblendlicht
  • Tagfahrlicht
  • Fernlicht
  • Nebelscheinwerfer
  • Blinklicht

Standlicht vorne: Funktion und Vorschriften

Das Standlicht ist die schwächste Beleuchtungsquelle am Fahrzeug, es wird auch Begrenzungslicht genannt. Mit Hilfe des Standlichts kennzeichnen Sie Ihr Fahrzeug, wenn Sie es an einer dunklen Stelle parken, vor allem außerhalb von Ortschaften. Aber auch innerorts gilt: Ist das KFZ aus 50 Meter Entfernung nicht zu erkennen, sollte das Standlicht aktiviert werden.

Um es einzustellen, drehen Sie den Hauptschalter der Beleuchtung auf das Symbol der zwei Halbkreise, von denen jeweils 3 Strahlen ausgehen.

Vorschrift: Es ist nicht zulässig, mit aktiviertem Standlicht am Straßenverkehr teilzunehmen, da es nicht hell genug ist!

Parklicht: Wie Sie es einschalten und wann Sie es einschalten müssen

Heutzutage sind die meisten Fahrzeuge außerdem mit einem Parklicht ausgestattet. Die Parkleuchte dürfen Sie im Gegensatz zum Standlicht nur innerhalb von geschlossenen Ortschaften verwenden. Sie wird aktiviert, wenn bei ausgeschalteter Zündung der Blinker links oder rechts gesetzt wird. Das Auto-Licht leuchtet immer nur einseitig auf der Seite des Fahrzeuges, die der Straße zugewandt ist.

Abblendlicht: Das am meisten benötigte Auto-Licht

Das Abblendlicht dient zur Beleuchtung der Fahrbahn, sobald die Dämmerung oder Dunkelheit einsetzt bzw. Ihre Sicht beim Fahren durch schlechte Wetterverhältnisse eingeschränkt ist. Es hat eine Reichweite von ca. 50 bis 75 Meter.

Um diese Autoscheinwerfer einzuschalten, drehen Sie den Schalter auf das Symbol der Leuchte mit drei Strichen, die Richtung Boden zeigen.

Tagfahrlicht: Das automatische Licht

Seit 2011 werden in der EU nur noch Autos hergestellt, die ein Tagfahrlicht besitzen. Dieses Fahrzeuglicht dient dazu, das eigene Auto für andere Teilnehmer am Straßenverkehr tagsüber sichtbarer zu machen. Das Tagfahrlicht ist im Gegensatz zum Abblendlicht nicht auf die Fahrbahn, sondern auf den Gegenverkehr gerichtet. Es besteht aus LED-Leuchten und befindet sich im unteren Teil des Scheinwerfers.

Dieses Auto-Licht hat kein Symbol, da es beim Starten des Motors automatisch eingeschaltet wird. In vielen europäischen Ländern besteht die Pflicht, tagsüber mit Licht zu fahren, in Deutschland hingegen nur für Krafträder. Generell empfiehlt es sich jedoch, für eine bessere Sichtbarkeit auch tagsüber immer mit eingeschaltetem Tagfahrlicht zu fahren.

Fernlicht: Wie Sie es einschalten und wann Sie es einschalten müssen

Das Fernlicht hat eine höhere Reichweite als das Abblendlicht, ca. 100 bis 200 Meter. Sie dürfen es aus diesem Grund nur bei Dunkelheit einschalten, wenn die Fahrbahn nicht durchgehend beleuchtet ist. Es hat eine hohe Leuchtkraft – setzen Sie es daher mit Bedacht ein, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Auch bei schwierigen Witterungsbedingungen wie Schneefall, Nebel oder starkem Regen empfiehlt es sich, das Fernlicht auszuschalten, da es sonst zu stark reflektiert und Ihre Sicht zusätzlich einschränken kann.

Befinden sich Wildtiere auf der Fahrbahn, sollten Sie das Fernlicht ebenfalls ausschalten. Werden diese zu stark geblendet, verfallen sie vor Schreck in eine Art Schockstarre und bleiben auf der Straße stehen.

Das Fernlicht schalten Sie durch einen Hebel am Lenkrad ein, indem Sie diesen in Richtung Fahrer ziehen. Durch ein kurzes Antippen des Schalters in Richtung Armaturenbrett schalten Sie es wieder aus.

Die Lichthupe – wann dürfen Sie die visuelle Warnung verwenden?

Bei der Lichthupe handelt es sich um ein kurzes Aufblenden des Fernlichts. Sie darf laut Straßenverkehrsordnung (StVO) nur in zwei Fällen verwendet werden:

  1. Wenn der Fahrer eine Gefährdung für sich oder andere Teilnehmer im Straßenverkehr wahrnimmt.
  2. Beim Überholen anderer Fahrzeuge außerhalb geschlossener Ortschaften.

Gemäß Bußgeldkatalog stellt das Verwenden der Lichthupe, z. B. zum Grüßen anderer Verkehrsteilnehmer, eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Verwarngeld belegt werden.

Nebelscheinwerfer: Einschalten bei schlechter Sicht!

Die Nebelscheinwerfer befinden sich ebenfalls vorne am Fahrzeug. Schalten Sie diese Auto-Lichter nicht nur bei Nebel, sondern grundsätzlich dann ein, wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind und Sie unter 50 Meter Sichtweite haben. Sie dürfen diese Beleuchtung also auch tagsüber und zusammen mit dem Abblendlicht verwenden.

Was jedoch nicht zulässig ist: Die Scheinwerfer anstatt des Tagfahrlichtes zu benutzen, da so andere Verkehrsteilnehmer zu stark geblendet werden.

Sie aktivieren die Nebelscheinwerfer, indem Sie den Schalter auf die Stufe des Abblendlichtes herausziehen. Anschließend leuchtet ein grünes Symbol im Armaturenbrett auf.

Blinklichter: Funktion und Vorschriften

Mit den Blinklichtern zeigen Sie anderen Verkehrsteilnehmern die Änderung der Fahrtrichtung an. Sie müssen in den folgenden Fällen vorschriftsmäßig den Blinkhebel entweder rechts oder links betätigen:

  • Beim Abbiegen
  • Beim Überholen
  • Beim Folgen einer abknickenden Vorfahrt
  • Beim Wechsel der Fahrspur
  • Beim Verlassen eines Kreisels
  • Beim Anfahren vom Straßenrand

Der Hebel für den Blinker befindet sich hinter dem Lenkrad auf der linken Seite. Wenn Sie rechts blinken möchten, bewegen Sie den Hebel nach oben. Sie blinken links, indem Sie den Hebel nach unten drücken. Wird der Blinker betätigt, ertönt ein klickendes Geräusch und das Pfeilsymbol auf der rechten oder linken Seite im Armaturenbrett leuchtet auf.

Warnblinklicht: In welchen Fällen dürfen oder müssen Sie es einschalten?

Der Warnblinker ist ein Hinweissymbol. Sie müssen ihn in den folgenden Fällen einschalten:

  • Wenn Sie eine Unfallstelle absichern
  • Wenn Sie eine Panne haben
  • Wenn Sie abgeschleppt werden
  • Wenn technische Probleme während der Fahrt auftreten
  • Wenn Sie anderen Teilnehmern ein Stauende signalisieren wollen

Das Auto-Licht schalten Sie ein, indem Sie den roten Knopf in Form des Warndreiecks betätigen. Ist dieser gedrückt, leuchten alle Blinklichter vorne und hinten am Auto auf. Durch erneutes Betätigen des Schalters stellen Sie den Warnblinker wieder aus.

Warum die richtige Scheinwerfereinstellung so wichtig ist

Es ist deswegen so wichtig, dass Sie Ihre Auto-Lichter korrekt einstellen, da Sie sonst entgegenkommende Verkehrsteilnehmer blenden. Insbesondere wenn das Auto beladen ist, müssen Sie darauf achten, dass Sie die Beleuchtung des Autos immer entsprechend anpassen.

Auto-Lichter am Heck des Fahrzeugs

Diese Beleuchtung am Auto hinten muss vorschriftsmäßig vorhanden sein:

  • Standlicht
  • Bremsleuchte
  • Rückfahrlicht
  • Nebelschlussleuchte

Standlicht hinten

Auch am Heck Ihres Fahrzeugs befindet sich eine Standleuchte. Sie ist hinten in den Bremsleuchten oder Rückstrahlern verbaut und leuchtet im Gegensatz zu vorne nicht weiß, sondern rot. Schalten Sie das Standlicht ein, leuchten automatisch alle vorgesehenen Lichter vorne und hinten am Auto auf.

Die Bremsleuchte: Wenn Sie bremsen und die Geschwindigkeit reduzieren

Die Bremslichter leuchten am Fahrzeugheck rot auf, wenn Sie das Bremspedal betätigen. Mit Hilfe dieser Auto-Lichter signalisieren Sie anderen Verkehrsteilnehmern, dass Sie die Geschwindigkeit reduzieren und beugen so Auffahrunfällen vor. Die Bremsleuchte ist ein automatisches Licht am Auto, das Sie nicht separat einschalten müssen.

Das Rückfahrlicht

Legen Sie den Rückwärtsgang ein, leuchten die Rückfahrscheinwerfer auf. Auch diese aktivieren sich automatisch, sobald Sie den entsprechenden Gang einlegen, und erlöschen, wenn Sie in den Vorwärtsgang umschalten.

Nebelschlussleuchte: Funktion und Vorschriften

Die Nebelschlussleuchte befindet sich am Heck des Autos und dient dazu, andere Verkehrsteilnehmern bei dichtem Nebel zu signalisieren, dass ein Fahrzeug unterwegs ist. So können Sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen Auffahrunfällen vorbeugen.

Anders als bei den Nebelscheinwerfern dürfen Sie die Nebelschlussleuchte erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern aktivieren. Sie können sich an den Leitpfosten der Straßenränder orientieren, diese sind im Abstand von 50 m aufgestellt. Mit dieser Vorschrift wird verhindert, dass die Nebelschlussleuchte nachfolgenden Verkehr stark blendet und somit behindert. Sollten Sie trotz guter Sichtverhältnisse mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte fahren, kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro sanktioniert werden.

Sie aktivieren die Nebelschlussleuchte, indem Sie den Schalter für die Aktivierung der Nebelscheinwerfer um eine weitere Stufe herausziehen. Im Armaturenbrett erscheint ein gelbes Symbol, wenn dieses Auto-Licht eingeschaltet ist.

Die Innovation unter den Auto-Lichtern: Scheinwerfersysteme mit Laserlicht

Eine der neuesten Erfindungen neben LED-Scheinwerfern am Auto ist das Laserlicht. Dank der Lasertechnik kann die Fahrzeugbeleuchtung deutlich kleiner und effizienter konstruiert werden.

Die Helligkeit von Laserlicht im Auto ist viermal so stark wie LED-Scheinwerfer. In Zukunft werden also Auto-Lichter konstruiert, die kleiner sind und trotzdem eine viel höhere Lichtleistung haben. Eine absolut vorteilhafte Innovation für bessere Sicht im Straßenverkehr!